Mörder und Gespenster – Band 1 – 21. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder
Kapitel 2
Der Tag des Gerichts war angebrochen. Heinrich Walter, die Magd und einige Zeugen waren anwesend. Alle waren gespannt auf die Verhandlungen. Selbst die Richter waren es mehr als gewöhnlich. Als sich nun die Tür öffnete und eine alte, von den Jahren gebeugte Frau hereinschwankte, die sich auf den Arm eines ihr fremden jungen Mädchens stützte, das mitleidsvoll hinzugeeilt war, um diesem verlöschenden Leben den Abschied aus der Welt zu erleichtern,
Beim Anblick seiner Mutter zeigte Heinrich eine empörende Gleichgültigkeit. Als er aber das Kind sah, das ihn führte, zuckte er wild zusammen und konnte seiner inneren Bewegung kaum Meister werden. Die Richter bemerkten dies sogleich, schoben den Weiterlesen
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 24
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 24
Mrs. Cox war hocherfreut, als Madame Imbert zurückkehrte. Sie ging nach oben, um die Kinder ins Bett zu bringen. Es gab keinen Moment zu verlieren. Sobald sie den Raum verlassen hatten, eilte Madame Imbert zur Außentür und lauschte. Sie war zufrieden. Niemand kam, also griff sie sich eine Lampe und ging in den Keller hinunter. Ihr scharfes Auge nahm alles auf einen Blick wahr, doch sie konnte nichts Ungewöhnliches entdecken. Der Boden war ein gewöhnlicher Lehmboden und es waren keine Anzeichen für kürzlich erfolgte Grabungen zu sehen. Sie machte sich an die Arbeit, schuftete einige Augenblicke lang wie eine Wilde, entfernte und ersetzte alle Fässer, Töpfe, Geschirrteile und alles, unter dem Gegenstände versteckt sein könnten, fand aber nichts. Beim erneuten, sorgfältigen Abtasten des Bodens entdeckte sie in der Mitte des Kellers leichte Anzeichen dafür, dass der Boden kürzlich umgegraben Weiterlesen
Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 13
George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1
Kapitel 13
Die Hölle
Nachdem sie einige Runden in der Regent Street gedreht hatten, bemerkte der Baronet, dass es eine »teuflisch langsame Angelegenheit« sei. Mr. Talbot schlug vor, sich zu amüsieren, und Mr. Chichester erklärte, da sein Freund Markham begierig darauf sei, das Leben zu sehen, sei es am besten, wenn sie alle für eine Stunde im Quadrant vorbeischauten.
»Was ist das für ein Ort?«, fragte Markham.
»Ach, nur eine Einrichtung für Karten- und Würfelspiele und andere harmlose Vergnügungen«, antwortete Chichester beiläufig.
Das schwarze Schiff – Kapitel 11
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 11
Wieder im Hafen
Die Zeit hatte mit ruhiger Hand das Requiem vieler Jahre geläutet. Die Wolken des Krieges verdunkelten das Land nicht mehr. Die Krieger hatten ihre Schwerter beiseitegelegt, denn in jedem Haus herrschte Frieden. Amerika war frei und hatte seinen Platz unter den Nationen eingenommen – mit dem Versprechen, eine große und mächtige Republik zu werden.
Es war früher Frühling. Die ersten Blumen begannen, ihre Schönheit zu entfalten. Die Knospen, das Zwitschern der Vögel und die duftende Luft versprachen die intensive Freude, mit der eine großzügige Vorsehung alles um sich herum zu überschütten schien.
Die Aufmerksamkeit des Lesers wird erneut auf die Landzunge in der Nähe des Flusses Medway gelenkt. Weit draußen auf dem blauen Weiterlesen
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 16
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 1
Flederwisch und Wetterhexe
Seit einem halben Jahr hatte Mr. H. P World die Angewohnheit angenommen, beim Sprechen sich immer schmunzelnd die Hände zu reiben, und er hatte allen Grund dazu.
Bisher war er in New York nur ein lumpiger Millionär gewesen, welcher von allen denen, bei denen der wirkliche Mensch erst mit der hundertsten Million beginnt, verächtlich über die Achsel angesehen wurde. Aber nicht lange mehr, so würde auch Mr. World zu dieser exklusiven Geldaristokratie gehören, die Einkünfte eines hundertfachen Millionärs hatte er bereits! Was allein diese Annoncen einbrachten! Vier Seiten Unterhaltung, vierzig Seiten Annoncen und Reklamen, die Zeile zwei Dollar! Und wenn er dieses ideale Ziel eines jeden echten Yankees nicht mehr erreichte, dann doch ganz bestimmt seine Kinder und Kindeskinder. Die Gründung einer neuen Weiterlesen
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