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Mystery

Bettgenosse aus der Hölle

Larry Moore
Bettgenosse aus der Hölle

Mitten in der Nacht erwachte Leona in jenem alten, dunklen Haus – nur um festzustellen, dass ihr Bett von einem Wesen heimgesucht worden war, dessen grauenhafte Gelüste nicht von dieser Welt waren!

Als Leona in die gelb gefleckten, achatfarbenen Augen von Talbot Rhone aufblickte, war ihr, als ergriffe ein eiskalter Griff ihr Herz.

»Du wirst mich also nicht heiraten?«, sagte er mit sonderbarer, gepresster Stimme. »Du bestehst darauf, in dieses unheimliche alte Haus zu ziehen?«

»Ich habe dir immer gesagt, dass ich dich nicht heiraten kann, Talbot. Und ich werde ganz sicher in das behagliche Heim ziehen, das ich geerbt habe«, entgegnete sie bestimmt.

Ihr Entschluss stand fest, obwohl sich die Kälte von ihrem Herzen weiter über ihren gesamten Körper ausbreitete.

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Wahre irische Geistergeschichten III.1

St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 3.1

Spukhäuser in Mogh’s Half

Die nördliche Hälfte Irlands hat sich nicht als so ergiebig an Geschichten über Spukhäuser erwiesen wie der südliche Teil. Die mögliche Erklärung hierfür liegt nicht etwa darin, dass die Menschen im Norden weniger dazu neigen, an solche Dinge zu glauben oder darüber zu sprechen. Es liegt vielmehr daran, dass wir hinsichtlich des Südens das Glück hatten, auf einige eifrige Sammler solcher und verwandter Erzählungen zu stoßen. Deren Eifer beim Sammeln wird nur noch von ihrer Freundlichkeit übertroffen, mit der sie den Verfassern dieses Buches Informationen zur Verfügung stellten.

Auf einem großen Bauernhof in der Nähe von Portarlington lebte einst eine gewisse Frau –, eine willensstarke, fähige Frau, die all ihre Angelegenheiten selbst regelte, Befehle erteilte und sich von niemandem etwas sagen ließ. Zu ihrer Zeit starb sie, und der Weiterlesen

Wahre irische Geistergeschichten II

St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 2
Spukhäuser in Conn’s Half

Schon seit sehr früher Zeit existierte eine Teilung Irlands in zwei Hälften. Traditionell wurde angenommen, dass diese im Jahr 166 n. Chr. von Conn dem Hundertkämpfer und Mogh Nuadat vorgenommen wurde. Der Norden war folglich als Conns Hälfte bekannt, der Süden als Moghs Hälfte. Die Trennungslinie bildete eine Reihe von Kieshügeln, die sich von Dublin bis Galway erstreckte. Dieser Aufteilung sind wir gefolgt, mit der Ausnahme, dass wir die gesamten Grafschaften Westmeath und Galway dem nördlichen Teil zugeschlagen haben. Ursprünglich hatten wir gehofft, vier Kapitel über Spukhäuser zu schreiben – eines für jede der vier Provinzen –, aber aus Mangel an Material aus Connacht waren wir gezwungen, den Plan zu übernehmen, nach dem die Kapitel I–III gegliedert sind.

Mrs. Acheson aus der Grafschaft Roscommon sendet uns folgende Schilderung:

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Wahre irische Geistergeschichten I

St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 1
Spukhäuser in Dublin und Umgebung

Von allen Arten geisterhafter Phänomene spricht das, was gemeinhin als Spukhäuser bekannt ist, den gewöhnlichen Menschen am meisten an. Es hat etwas sehr Unheimliches, innerhalb der vier Wände eines Hauses mit einem Geist eingesperrt zu sein. Das arme menschliche Wesen befindet sich in einer solch benachteiligten Lage. Wenn wir wissen, dass ein Tor, eine Straße oder ein Feld als spukhaft gilt, können wir in fast jedem Fall einen Umweg machen und so den unangenehmen Ort meiden. Doch die Anwesenheit eines Geistes in einem Haus schafft eine ganz andere Lage. Er erscheint und verschwindet nach seinem eigenen Gutdünken, unter völliger Missachtung unserer Gefühle; er scheint ebenso sehr ein untrennbarer Teil des Wohnsitzes zu sein wie die Treppe oder die Haustür, und folglich wird uns nichts anderes als das Verlassen des Hauses oder dessen Abriss (beide Lösungen sind nicht immer praktikabel) vollständig von der unerwünschten Anwesenheit befreien.

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Der Mann auf den Fotos

Der Mann auf den Fotos
Eine Mystery-Kurzgeschichte

Als Martin Richter das erste Mal auf den Mann aufmerksam wurde, suchte er eigentlich nach etwas völlig anderem.

Die Zeitung plante eine Sonderausgabe zum Stadtjubiläum. Hundert Jahre Geschichte auf sechzehn Seiten. Stadtfeste, Hochwasser, Brände, alte Geschäfte und verschwundene Gebäude. Nichts, worüber man sich große Gedanken machen musste.

Seit zwei Tagen saß Martin im Archiv des Verlags und kämpfte sich durch Kartons voller Fotografien. Staub lag auf den Umschlägen, und die Bilder rochen nach Keller und vergilbtem Papier.

Er hatte gerade einen Stapel Aufnahmen vom Hochwasser 1997 vor sich liegen, als ihm etwas auffiel.

Nicht sofort. Erst beim zweiten Blick.

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