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Historisches

Die Mumien von Palermo

Die Mumien von Palermo

Aufrecht hängen die Toten an den Wänden.

Ihre Münder sind zu einem stummen Schrei erstarrt, unter ihnen stapeln sich die verschlossenen Särge. Ein stetiger Wind weht durch die weiten Hallen der Tuffsteinhöhlen, bricht sich an den Wänden und erzeugt ein Heulen und Pfeifen, das jedem unbeteiligten Betrachter der gespenstischen Szenerie einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt.

Was sich wie der Beginn eines Schauerromans liest, ist in der sizilianischen Metropole Palermo seit Jahrhunderten grausige Realität. Eine Realität, die im Jahr 1534 ihren Anfang nahm, als die Kapuzinermönche, ein eigenständiger Zweig des Franziskanerordens, nach ihrer Ansiedlung auf Sizilien auf dem ihnen zugewiesenen Stück Land ihr erstes Kloster errichteten. Dieses kleine Stück Land in der heutigen Altstadt von Palermo galt damals als der schlechteste Boden der Weiterlesen

Das Verrätertor im Londoner Tower

Der berüchtigte Eingang Traitors Gate ist der Wasserzugang zum Komplex des Londoner Tower und gehört zum St. Thomas Tower, der als zusätzliche königliche Unterkunft gebaut wurde.

Das Tor wurde von dem mittelalterlichen Architekten Master James of St. George im Auftrag von König Edward I. zwischen 1275 und 1279 entworfen, um ein neues Wassertor zu errichten, durch das König Edward auf dem Wasserweg in den Tower gelangen konnte. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Tower von London zunehmend als Gefängnis für Staatsfeinde, die des Verrats angeklagt waren, genutzt und erhielt seinen heutigen Namen Traitors Gate (Verrätertor) aufgrund der vielen Gefangenen, die des Verrats angeklagt waren und das Tor durchquerten. Die Gefangenen wurden mit Kähnen auf der Themse unter der London Bridge hindurchgebracht, wo die gruseligen Köpfe der kürzlich hingerichteten Gefangenen auf Spießen zur Schau gestellt wurden.

In der Zeit der Tudors kamen so berühmte politische Gefangene wie Edward, Herzog von Buckingham, Königin Weiterlesen

Der heilige Bonifatius, Gründer der deutschen Kirche

Historische Denkwürdigkeiten

Der heilige Bonifatius, Gründer der deutschen Kirche

Bonifatius legt die Axt an eine dem Donnergott geheiligte Eiche und fällt diese, zum Erstaunen aller Anwesenden, zu Boden.

Es ist eine erhebende Erscheinung, mitten durch das kriegerische Gewühl und durch die Verwirrung der Welthändel einzelne fromme friedfertige Mönche, andächtig hinpilgern und bald in einer Stadt predigen, bald im einsamen Wald ein Kloster oder eine Hütte aufbauen zu sehen, um für die Ausbreitung des Evangeliums zu wirken.

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Der Krieg mit den Markomannen

Historische Denkwürdigkeiten

Der Krieg mit den Markomannen

Marc Aurelius lässt zwei große Löwen über die Donau schwimmen, welche bei ihrer Ankunft am jenseitigen Ufer von den Deutschen mit Keulen erschlagen wurden.

Wie die Deutschen in dem großen Befreiungskampf vom Jahre 1813 den gewaltigen Kriegsmeister der neuesten Zeit durch gegenseitige Vereinigung zuletzt überwältigten, so geschah dieses, wenn auch anfangs nicht mit gleichem Erfolg, schon um sechzehn Jahrhunderte früher durch ein Bündnis von mehreren germanischen Völkerschaften wider ihren gemeinschaftlichen Feind, nämlich die Römer.

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Die Befreiung Deutschlands durch Hermann. Jahr 9 n. Chr.

Historische Denkwürdigkeiten

Die Befreiung Deutschlands durch Hermann. Jahr 9 n. Chr.
Der römische Feldherr Varus stürzt sich bei dem Anblick seines vernichteten Heeres im Teutoburger Wald in sein eigenes Schwert.

Die ersten eigentlichen Eroberungen in Deutschland machte Drusus, der Stiefsohn des ersten römischen Kaisers Augustus, der in mehreren Feldzügen bis an die Ufer der Elbe vorgedrungen war, wo ihn durch einen Sturz vom Pferd der Tod ereilte. An seine Stelle trat nun sein Bruder Tiberius, der in der Folge römischer Kaiser wurde, keineswegs aber die edlen Eigenschaften seines früh gestorbenen Bruders besaß. Er war grausam und übte Verstellungskunst in einem so hohen Grade, Weiterlesen

Drusus an der Weser und Elbe

Historische Denkwürdigkeiten

Drusus an der Weser und Elbe. 9 v. Chr.

Der Name Deutschland soll nach einigen Nachrichten älterer Schriftsteller von einem Donnergott der alten Deutschen, welchen sie Theut oder Thuisko nannten, entstanden sein. Indessen ist aber diese Sage nicht verbürgt, wohl aber wahr, dass man von einem deutschen Völkerstamm, nämlich den Germanen, in der Folge dem ganzen Land den Namen Germanien beigelegt hat.

Die Grenzen des alten Deutschlands werden von den griechischen und römischen Schriftstellern als ein Land zwischen der Donau, dem Rhein, der Nord- und Ostsee und einem Teil Sarmatiens oder dem heutigen Polen angegeben. Sehr genau bestimmt aber der römische Schriftsteller Tacitus, der in der ersten Zeit des römischen Weiterlesen