John Strobbins – Man kann nicht an alles denken
José Moselli
John Strobbins Buch 1
Man kann nicht an alles denken
Als der Winter ins Land zog, beschloss John Strobbins – ein Mann von fröstelnder Natur –, San Francisco den Rücken zu kehren. Die beträchtlichen Gewinne des Sommers erlaubten es ihm, sich ein wenig Müßiggang zu gönnen und die kalten Monate im milden Klima seines Anwesens in Los Angeles zu verbringen. Doch der meisterhafte Einbrecher und Detektiv wider Willen wollte die Stadt nicht verlassen, ohne zuvor eine Angelegenheit geregelt zu wissen, die er im Stillen die Causa Strobbins-Craingsby nannte.
Seit mehr als sechs Monaten fristete der Polizeidetektiv Peter Craingsby sein Dasein in einem der Zimmer der Villa. Ein allzu unglückliches Schicksal war es sicherlich nicht: Sein Logis öffnete sich zu einer weitläufigen Terrasse, auf der er nach Herzenslust flanieren konnte. Ein engmaschiges Gitter umgab das Areal und machte jeden Fluchtversuch unmöglich. Zudem standen Craingsby eine erlesene Bibliothek und zahlreiche Zeitungen zur Verfügung, die ihn über die neuesten Coups seines Gastgebers Weiterlesen
John Strobbins – Heft 2
José Moselli
John Strobbins Buch 1
Der Spion von Fort Angel
Das gewaltige Fort der Insel Angel – bestehend aus purem Stahlbeton, acht gepanzerten Kuppeln und sechzehn 420-Millimeter-Kanonen – das die Durchfahrt des Golden Gate in San Francisco kontrolliert, war soeben fertiggestellt worden. Alle Patrioten der Vereinigten Staaten frohlockten: Dank dieses neuen Bauwerks war San Francisco von nun an vor allen mexikanischen, japanischen oder deutschen Begehrlichkeiten geschützt.
Mit jeder Fahrt brachte das Fährschiff Scharen von Besuchern herbei, welche die Bauarbeiten bewundern wollten. Das Fort war bereits von zwei Kompanien der Marineartillerie besetzt, deren graue Uniformen das Publikum fast überall in der Umgebung bestaunen konnte.
Am 5. Juni waren die Neugierigen dank einer prachtvollen Sonne besonders zahlreich erschienen. Es mochte wohl sechs Uhr Weiterlesen
John Strobbins – Eine sensationelle Heirat
José Moselli
John Strobbins Buch 1
Eine sensationelle Heirat
Seit John Strobbins vor zwei Monaten aus dem Gefängnis von Sacramento geflohen war, lebte James Mollescott, der Chef der Sicherheitsbehörde von San Francisco, in ständiger Angst, von diesem gerissenen Mann zum Opfer gewählt zu werden. Der Detektiv Peter Craingsby, den Mollescott auf die Suche nach Strobbins geschickt hatte, war nicht wieder aufgetaucht, und alle Ermittlungen waren erfolglos geblieben – sowohl was Craingsbys Verbleib betraf als auch die Entdeckung von Strobbins’ geheimem Versteck.
Das Leben wurde wirklich schwierig für den unglücklichen James Mollescott, der von einigen Zeitungen der Unfähigkeit und von anderen der Komplizenschaft bezichtigt wurde.
An diesem Tag saß James Mollescott in seinem Büro und überlegte erneut, wie er John Strobbins zu fassen bekommen könnte, als Weiterlesen
John Strobbins – Im Sonderzug
José Moselli
John Strobbins Buch 1
Im Sonderzug
Hier sind die Fakten, wie sie der Bundessenator Cornelius Vandersnack dem Untersuchungsrichter Toby Hunter aus San Francisco schilderte.
»Da die Parlamentssitzung beendet war«, erklärte Cornelius Vandersnack, »beschloss ich, nach San Francisco zurückzukehren, wo meine Interessen lagen.
Ich ließ also den Sonderzug, mit dem ich alle meine Reisen unternehme, nach Washington kommen, wo ich mich gerade befand. Dieser Zug besteht aus einer Lokomotive vom Typ Pacific Railroad, einem Tender und drei Waggons. Einer dieser Waggons enthält mein Schlafzimmer und mein Wohnzimmer-Büro, der zweite dient mir als Speisesaal und der letzte ist für die Küche und die Unterbringung meines Gefolges reserviert. Das ist alles. Mein Gefolge besteht aus Thomas Flanagan, meinem 61-jährigen Weiterlesen
John Strobbins – Der Ring des Lachskönigs
José Moselli
John Strobbins Buch 1
Der Ring des Lachskönigs
John Strobbins, der einen Anzug der neuesten Mode trug, schlenderte gelangweilt durch die Straßen von San Francisco. Die Sonne streichelte durch die Bäume seinen Rücken, und die Zigarre, die der Einbrecher zwischen den Zähnen hielt, war von höchster Qualität. John Strobbins dachte, dass das Leben schön sei.
Er flanierte so dahin, bis er vor dem Geschäft des Hamburger Juweliers Josuah May ankam – wenn man eine prächtige Fassade aus ziselierter Bronze mit riesigen, abgeschrägten Spiegeln überhaupt so nennen kann. Obwohl das Geschäft dieses angesehenen Kaufmanns größten Luxus ausstrahlte, gab es böse Gerüchte über ihn. In weniger als fünfzehn Jahren war Josuah May, ein kleiner Edelsteinschleifer, der als Bettler aus Hamburg gekommen war, zum reichsten Juwelier des Westens geworden.
Zweimal war sein Geschäft von Grund auf ausgeraubt worden. Dreimal war es durch Feuer zerstört worden, ohne dass die Urheber Weiterlesen
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