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Des Teufels Sohn

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Phänomene und Legenden

Oberhessisches Sagenbuch Teil 37

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Alb erkannt

In Ilsdorf waren zwei Liebesleute, die hatten sich sehr gern, sodass sie mit ihrem Gedanken Tag und Nacht beieinander waren. Der Bursche aber wurde seitdem immer vom Alb gedrückt, sodass er sich vor Gedrense (Stöhnen) nicht zu raten und zu helfen wusste. Er fasste also den Vorsatz, einmal den Schlaf zu überwinden und den Alb mit List zu fangen.

Demnach stellte er sich des Abends an, als ob er schliefe. Als der Alb nun kam und sich auf ihn setzte, warf er Weiterlesen

Der Konstanzer Hans Teil 8

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Achtes Kapitel

Wie Hans mit einer Erzgaunerin zusammenkommt.

So war Hans zum zweiten Mal seinen Richtern entschlüpft, indem er dieselben listiger Weise täuschte. Nach seiner ersten Befreiung hatte er fest beschlossen, dem Gaunerleben zu entsagen. Dieses Mal war es anders. Anstatt noch mehr durch seine zweite Gefangenschaft abgeschreckt zu werden, wurde er im Gegenteil durch die schlaue Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Tschibai-Minis oder die Insel der Toten

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Tschibai-Minis oder die Insel der Toten

enn man den Lauf des Portage River auf der Kiwenahalbinsel (Lake Superior) ungefähr zwei und eine halbe Meile von der Mündung aus verfolgt, so bemerkt man auf der linken Seite eine kleine, spärlich bewaldete Landzunge, die früher eine Insel bildete und gewöhnlich Battle Island genannt wird, weil dort am Anfang des 18. Jahrhunderts eine blutige Fehde zwischen den Odschibwe und den Irokesen ausgefochten wurde, wobei Erstere Sieger blieben. Die dort wohnenden Odschibwe nennen jene Stelle Tschibai-Minis oder die Insel der Toten, und erzählten mir folgende auf jene Bezeichnung bezügliche Sage.

Als sich einst einige Indianer auf jener Insel niedergelassen hatten, um dort die Nacht hindurch zuzubringen, Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 36

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Nachtmahr

Ein Mann in Stockhausen hatte ein junges wunderschönes Pferd, darüber er sich nicht genug freuen konnte. Die Freude aber sollte nur kurz dauern. Immer fand er des Morgens das Tier ganz erschöpft und schweißtriefend, zitternd an allen Gliedern vor der Raufe. Unmöglich ging das mit rechten Dingen zu. Er legte sich nun darauf hinter die Sache zu kommen. Siehe, da kam in der Mitternacht durchs Schlüsselloch eine große schwarze Katze, die sprang auf das Pferd und ritt dasselbe. Alsbald fing das an zu schnauben, vorn und hinten auszuschlagen und gar Weiterlesen

Der Konstanzer Hans Teil 7

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Siebentes Kapitel

Hans kommt immer tiefer ins Gaunerleben hinein, wird eingesperrt und lügt sich wieder hinaus.

Indem er seinen zuletzt gewonnenen Kameraden Städele aufsuchte, kam er mit zwei Gaunerinnen zusammen, mit welchen er sich nach Thalheim bei Tuttlingen in eine Diebsherberge begab. Die Wirtssöhne baten ihn, für ihre Base ein Bett zu stehlen, und bezeichneten ihm genau den Ort, wo er ein solches bekommen könne. Hans ging darauf Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Piasafels

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Piasafels

n der Nähe der Vereinigung des Illinois River mit dem Mississippi wird der Reisende eine lange Reihe auffallend gebildeter Felsengruppen bemerken, an deren Füßen sich das kleine Flüsschen Piasa-Krihk mühsam zum Vater der Ströme windet. Hat der Wanderer einen Indianer bei sich, so wird ihn derselbe bald mit einer Miene scheuer Wichtigtuerei auf das monströse Bildnis eines kolossalen Vogels aufmerksam machen, das in ungeheurer Höhe an einer flachen Felswand prangt. Dieses Schreckbild wird von ihm mit dem Namen Piasa belegt, was der Vogel, der die Menschen verschlingt bedeutet.

Folgende Erzählung knüpft er daran:
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