Story-Tipps

Des Teufels Sohn

Archive

Folgt uns auch auf

Phänomene und Legenden

Interessante Abenteuer unter den Indianern 91

Interessante-Abenteuer-unter-den-IndianernJohn Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas

Wilder Patriotismus

Die folgende Anekdote wird in den kürzlich veröffentlichten Notizen über das Michiganterritorium mitgeteilt.

Die Indianer von Fond du Lac, einem kleinen Dorf in welchem ungefähr fünfzig Männer wohnen, wurden ihrer friedlichen Gesinnung wegen von ihren Nachbarn, den Sioux, als Feige gebrandmarkt. Hierüber ungehalten, knüpften dreizehn derselben, ohne ihre Freunde zurate zu ziehen, welche damals Friedensunterhandlungen mit Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 45. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel erschreckt einen großprahlerischen Wirt in Eisleben mit einem toten Wolf.

ach der vorigen Begebenheit kam Eulenspiegel nach Eisleben und hielt sich daselbst eine Zeit lang auf. Als er daselbst herbergte, kamen drei reisende Kaufleute aus Niedersachsen, welche nach Nürnberg wollten, spät abends an. Der Wirt fragte die Reisenden, warum sie denn so spät ankämen. Die Kaufleute erzählten, dass sie unterwegs in sehr großer Lebensgefahr gewesen waren. Ein sehr großer Wolf habe sie verfolgt, und sie wären nur mit Mühe entkommen. Der Wirt, der gewöhnlich über alles einen beißenden Spott führte, äußerte sich auch diesmal auf eine spöttische Weise und lachte die drei Reisenden aus, dass sie sich vor einem Wolf gefürchtet hätten. Dies verdross die Männer, die doch Todesangst ausgestanden hatten, und sie dachten an eine Wiedervergeltung.

Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 38

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 12

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Fettborn zu Meiches

Wer kennt nicht die Meicheser Totenkirche? Sie liegt einsam auf der Höhe über dem Ort. Wenn man an das Erzählen kommt, könnte man von ihr ein ganzes Reff voll erzählen, dass einem das Maul nicht stillstünde. Vor ihr im Freien steht der alte heilige Taufstein, der ist zerborsten, seitdem einmal Mutwillens halber die Heidenleute (Zigeuner) bei nächtlicher Weile darin Feuer angezündet haben. Ehedem sammelte sich darin Regenwasser, das war allezeit heilkräftig gegen die Augenkrankheiten und die Alten haben es hehlings gar dick oben geholt. Sider Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 44. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel betrügt zu Wismar einen klugen Pferdehändler.

ulenspiegel reiste nach seiner Errettung vom Galgen nach Wismar, wo eben Viehmarkt war. Hier traf er einen Pferdehändler, welcher bei seinem Pferdekauf jedes Mal die Pferde an den Schwanzhaaren zu ziehen pflegte. Wenn diese recht festsaßen, so meinte er, die Pferde wären ganz gesund und lebten lange. Eulenspiegel, der dies hörte und gerade einen Stumpfschwanz ritt, kaufte sich beim Abdecker einen abgeschnittenen Schweif von einem toten Pferd, nahm Pech und Leim, tat auch etwas Blut darunter und leimte seinem Stumpfschwanz den gekauften Schweif sehr geschickt an. Dann ritt er mit seinem Pferd zum Pferdehändler und bot ihm dasselbe an. Der Pferdehändler musterte das Pferd, ergriff nach gewohnter Art das Pferd beim Schwanz und zog daran. Auf einmal riss er dem Pferd Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 37

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen