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Nick Carter – Band 2

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Phänomene und Legenden

Sagen der mittleren Werra 6

Sagen-der-mittleren-Werra

Der große Taler im Hasengraben bei Wasungen

Von Wasungen nach Metzels zu geht ungefähr einen Büchsenschuss hinter dem Kirchhof ein Fahrweg links ab. Er führt nach der sogenannten Goldlauter und dem Hasengraben, einer einsamen und von Schluchten zerrissenen Gegend hinter dem Kohl- und Schlossberg. Hierher fuhr ein armer Wasunger Mann in die Streu. Es war ein Notjahr, und der Mann hatte nichts als eine dürre Brotrinde bei sich. Die verzehrte er noch nüchtern und ging dann seufzend an die Arbeit. Kaum aber hatte er eine Lage Heidekraut Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Wendigo (Riese, Ungeheuer)

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Der Wendigo (Riese, Ungeheuer)

n einem einsamen Wald lebte ein Mann mit seiner Frau und einem Sohn. Als der Vater eines Tages auf die Jagd gegangen war, sah seine Frau aus der Hütte und bemerkte, wie ein großer Mann mit rüstigen Schritten über das Wasser des Sees auf sie zuschritt. Bald war er so nahe, dass eine Flucht nutzlos gewesen wäre. Sie lief also in den Wigwam, nahm ihren dreijährigen Sohn bei der Hand und rief laut aus: »Siehe, dort kommt dein Großvater!«

Der Riese antwortete: »Jawohl, mein Sohn!« Und dann bat er die Frau um Essen. Glücklicherweise hatte dieselbe großen Vorrat an getrocknetem Fleisch und stellte ihm denselben vor. Doch er wies das Fleisch unwillig zurück und nahm einen frischgeschossenen Hirsch, der vor der Tür lag. Zerriss ihn, trank sein Blut und nagte die Knochen ab.
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Aus dem Wigwam – Der Sturm

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Der Sturm

s lebte einst eine alte Frau, namens Monedo Kwä (Prophetin), an den Dünen des Michigansees, welche gewöhnlich der schlafende Bär genannt werden. Dieselbe hatte eine Tochter, die so außergewöhnlich schön war, dass die Alte fürchtete, sie würde ihr eines Tages geraubt werden. Sie setzte sie daher in eine große wasserdichte Kiste, band einen starten Strick daran und ließ sie hinaus in den See schwimmen. Jeden Morgen zog sie die Kiste ans Ufer, kämmte und wusch das Mädchen und gab ihm die nötigen Lebensmittel.

Dies sah nun eines Tages ein schöner junger Mann. Da ihm das Mädchen gefiel, so ging er hin zu seinem Oheim, der ein Zauberer war, und bat ihn um Rat.
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Sagen der mittleren Werra 5

Sagen-der-mittleren-Werra

Der Geisterspuk auf der Maienluft bei Wasungen

In einer Sommernacht schritten einstmals drei Mäher aus Wasungen den steilen Schlossberg hinauf, um jenseits desselben im Bremgrund recht frühzeitig an die Arbeit zu gehen. Als sie in der Nähe der vor dem alten Grafenschloss Maienluft gelegenen Pächterwohnung angekommen waren, bemerkten sie zu ihrem Erstaunen, dass die Wohnstube desselben ganz ungewöhnlich hell Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Wawanosch und seine Tochter

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Wawanosch und seine Tochter

or vielen Jahren lebte am Ufer des Superiorsees ein Tschippewä-Krieger, namens Wawanosch. Er stammte aus einer sehr berühmten Familie und hatte sich auch selber durch kühne Taten seinen Vorfahren würdig gezeigt.

Wawanosch war ein großer, stattlicher Mann, wegen seiner Stärke und Kriegstüchtigkeit allgemein bekannt und geehrt, weshalb man ihm auch gern in den Ratsversammlungen das erste Wort ließ.

Er hatte eine einzige Tochter, ein schönes Mädchen von achtzehn Som­mern, das von einem jungen Mann zur Ehe begehrt wurde.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 99

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Schlosshund zu Habertshausen

Es war in der seligen Adventszeit, als vorlängst einmal ein Maulbacher Mann aus Ober-Gleen, wo er seinen Gevattersleuten geschlachtet hatte, heimkehren wollte.

Mitternacht hatte es noch nicht gehürnt, und er ging also ganz getürst (mutig) in der mondhellen Nacht seinen einsamen Weg durch den wohlbekannten Wald. Dabei kam er denn auf die sogenannte Husaren-Heeg, wo nach der Aussage vieler ehedem das Dorf Habertshausen gelegen hatte, von dem aber nichts mehr übrig ist. Da stand Weiterlesen