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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Der Fackelzug

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Phänomene und Legenden

Marthe Brossier (1599)

Marthe Brossier1 (1599)

Im Frühling des Jahres 1598 verließ Marthe Brossier, die Tochter eines Tuchhändlers aus Romorantin in Sologne, mit ihrem Vater und ihren Schwestern ihre Heimat. Sie erbat sich auf ihrem Weg überall geistliche Hilfe, um den Dämon auszutreiben, der in ihr säße und heftige Konvulsionen verursachte. Scharenweise strömten ihr das blindgläubige Volk zu.

Miron, Bischof von Angers, und der Official von Orleans unterwarfen sie einer sehr genauen Prüfung. Es schien ihnen, dass der Teufel gar nichts mit ihrer Krankheit zu tun habe, dass sie ihre Besessenheit bloß simuliere. Unter Strafe der Exkommunikation wurde demzufolge allen Geistlichen der Diözese von Orleans verboten, bei Marthe Exorzismen anzuwenden. Miron ließ, Weiterlesen

Papa Denke 1. Akt

Papa Denke
Ein Drama in drei Akten um Pökelfleisch und Perversionen

1. Akt

Münsterberg

Samstag, 21. Februar 1903

Der Himmel hatte eine schmutzig-graue Farbe angenommen und hing voller Wolken.
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Elbsagen 80

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

81. Der böse Rotmann zu Tangermünde

Vor uralten Zeiten lebte in der kleinen Straße zu Tangermünde ein altes ehrwürdiges Ehepaar. Ein kleines Häuschen war ihr Eigentum, ihr Erwerb bestand in Handarbeiten und Bienenzucht, die der Mann in seinem Hausgärtchen betrieb. Eines Tages war der Greis auch in seinem Gärtchen und sah nach seinen arbeitsamen Lieblingen. Die Frau wollte ihn zum Mittagessen hereinrufen und trat in Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Die Jagdgründe der Blackfeed

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Die Jagdgründe der Blackfeed

en Blackfeed haben ihre Vorväter erzählt, dass sie nach dem Tod unter großer Anstrengung einen hohen Berg, von dessen Höhe sie das Land der Seelen betrachten können, besteigen müssten. Während sie nun die wundervolle Landschaft mit ihren malerischen Seen und Wäldern unter sich be­wundern, kommen ihnen ihre Freunde, in neue Felle gekleidet, tanzend und siegend entgegen und begleiten diejenigen, die sich durch edle Taten aus­gezeichnet haben, in das Paradies. Diejenigen aber, an deren Händen das Blut ihrer Stammesgenossen klebt und deren Stirn durch den Atem des bösen Geistes geschwärzt ist, werden erbarmungslos in den tiefen Abgrund gestoßen.

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Oberhessisches Sagenbuch Teil 75

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Im Wahlebachsgrund

zwischen Nieder-Ohmen und Merlau hat es immer gespukt. Es wandert dort ein eisgraues Männchen in altmodischer Kleidung mit kurzen Hosen und Schnallenschuhen, das kann nicht zur Ruhe kommen, weil es bei Leibes Leben aus Gewinnsucht die Grenzsteine verrückt hatte. Bei sehr später Tageszeit mähte ein Mann aus Nieder-Ohmen noch eine Last Gras dort, da stand auf einmal das unheimliche Wahlebachsmännchen vor ihm und bat ihn flehentlich: »Reiche mir doch deine Weiterlesen

Abenteuer und Wanderungen der sieben Schwaben Teil 6

Abenteuer und Wanderungen der sieben Schwaben
als des Blitz-, Spiegel-, Nestel-, Knöpfle-Schwab, Seehaases, Gelbfüßler und Allgäuer.

George Jaquet’s Verlagsbuchhandlung. Augsburg, 1855.

Der allzeit sauft und allzeit schlemmt,
behalt zuletzt nicht ein gutes Hemd!

Abenteuer von den sieben Schwaben

In der Gegend von Schwabeck begegnete ihnen ein wunderschönes Bauernmädle. »Das ischt by Gott ine tolle weche Föhl1!«, rief der Allgäuer, »und ich möchte sie gleich zu meiner Weiterlesen