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Phänomene und Legenden

Die Legende von Alexander Swaney Bean

Die Legende von Alexander Swaney Bean

Wenn man an Schottland denkt, fallen einem sicherlich sofort die Highlands, Braveheart, Dudelsack und Whisky ein. Aber dieses Land, das sich vom Solway Firth Meeresarm im Westen bis hin zu den Shetland Inseln im Norden ausdehnt, ist mehr als das. Es ist ein geschichtsträchtiges, raues Land voller geheimnisvoller Orte, Mythen und Legenden. Eine davon ist die Legende von Alexander Swaney Bean. Gewiss ist sie nicht so bekannt wie die um Loch Ness oder die der alten Clans, aber ungleich gespenstischer und blutiger, wie bereits Beans Beiname ›der Kannibale‹ erahnen lässt.

 

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Oberhessisches Sagenbuch Teil 125

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Helg in Burkhards

Die stumpfe Kirche unter Burkhards war endlich baufällig geworden. Man beschloss, auf den heutigen Kirchhof, der dem Ort näher liegt, die neue zu errichten, dazu aber das Material der alten zu benutzen. So brach man denn auch ein kleines uraltes und hochverehrtes Heiligenbild aus der dortigen Mauer und versetzte es an die neue Kirche. In jeder Nacht aber wurde das Bild von unsichtbaren Händen weggetan und man sah es wieder morgens am gewohnten alten Platz. Man mochte es dort noch so oft wegholen, immer war es morgens wieder daselbst, Weiterlesen

Sagen der mittleren Werra 26

Sagen-der-mittleren-Werra

Von Streithausen und der Sekwönge (Siegwinne)

Von Mittelschmalkalden nach Fambach über den Berg hin gelangt man auf der Höhe an die zehn Buchen. Dort heißt man es zur Rechten Streithausen, zur Linken Sekwönge (d. i. Siegwinne, von: Sieg gewinnen) und etwas weiter hin Irmensuhl, wie einige aus Mittelschmalkalden und Hesles wissen wollen. Da droben soll einmal ein großer Streit ausgekämpft worden sein, wie der alte Hirte in der Aue erzählt, und auf der Sekwönge soll eine Burg gestanden haben, deren letzter Besitzer ein Ritter von Günsen gewesen Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Fluss der kriegerischen Frau (Warwoman Creek)

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh

Der Fluss der kriegerischen Frau (Warwoman Creek)

or vielen Jahren, zur Zeit des Entstehens der ersten Ansiedelungen in jener Gegend, griff eine umherstreifende Schar Cherokee die an der Grenze ihres Gebiets stehende Hütte eines Ansiedlers an, der gerade vom Haus abwesend war. Die Wilden massakrierten all seine Kinder, schlugen die Frau zu Boden und ließen sie für tot geglaubt liegen. Noch aber war die Frau nicht tot.

Kaum waren die Fußtritte der sich entfernenden Indianer verhallt, als sich die mit ihrem eigenen sowie mit dem Blut ihrer Kinder bedeckte, entstellte Frau erhob und zur Tür ging. Vorsichtig blickte sie durch die Spalten und als sie sich überzeugte, dass ihre Feinde sich wirklich entfernt hatten, löschte sie das Feuer, mit dem die Indianer das neue Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 124

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Wunder am Karfreitag

In Sichenhausen, so erzählte einmal mein Ellerknänn, ist eine Frau gewesen, der war Sonntag wie Werktag und Werktag wie Sonntag. Darum machte die sich auch keine Gedanken darüber, am heiligen Karfreitag ihre Hulle (oder Kopfhaube) zurecht zu machen, zu waschen und zu stärken, um damit auf Ostern Hoffart zu treiben und in der Kirche zu prachtieren. Aber an so einem hehren Tag soll man sich nicht versündigen, das wies ihr unser Herrgott durch ein großes Wunder. Denn als sie eben die gewaschene Hulle in das blaue Stärkewasser eintauchte, siehe da, Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Fluss der närrischen Frau

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh

Der Fluss der närrischen Frau

or vielen Jahren kam ein weißer Mann in das Land der Crow und tauschte die Büffelfelle derselben gegen Farben, Bänder und Perlen ein. Er war sehr reich, denn er hatte einen großen Vorrat an Dingen, die den Indianern gefielen. Seine Hütte stand am Großen Bartfluss; derselbe wurde wegen des hohen Grases an seinen Ufern damals so genannt; späterhin aber hieß man ihn allgemein den Fluss der närrischen Frau.

Als der Händler alle Felle eingetauscht hatte, verließ er das Lager der Indianer und sagte, er würde nach einigen Monaten wiederkommen.

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