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Gator, der Söldner

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Phänomene und Legenden

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 44

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 23

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Jungfrau auf den Hirschröder Wiesen

Nicht lange nach dem Grummetmachen hütete ein Mann von Ruppertsburg auf den Hirschröder Wiesen, welche nach Stornfels zu liegen. Unterdessen trieb er immer näher auf den Berg zu, an einen Platz, wo man es Am Backöfchen heißt. Es kam ihm so vor, als höre er drin ein Geräusch, ähnlich wie das Scharren mit dem Kratzeisen im Backtrog.

Unwillkürlich dachte er an Kuchen. Weil ihm des Maul danach wässerte, rief er: »Bringt mir auch einen Kuchen Weiterlesen

Schinderhannes – Drittes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Drittes Kapitel

Schinderhannes besucht die Gauner.

Schinderhannes sah recht wohl ein, dass er nun auf seine Sicherheit Bedacht zu nehmen genug Ursache habe. Darum verbarg er sich auch sorgfältig in den waldreichen Gegenden des Hunsrücks und hielt sich ganz einsam. Nach Kurzem kam er aber mit Leuten zusammen, aus deren Äußerem er bald erkannte, wessen Geistes Kinder sie seien. Eine seiner ersten Bekanntschaften war der berüchtigte Gauner Müllerhannes, mit welchem er auf einen Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 43

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Elbsagen 12

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

12. Die weiße Frau bei Niedergrund

Im Wald bei Niedergrund, ganz oben beim sogenannten tiefen Grund, stand einst das Schloss eines Zauberers. Der entbrannte in Liebe zu der schönen Tochter eines vornehmen Mannes, der jenseits der Elbe wohnte. Aber die Jungfrau wollte von dem Liebhaber nichts wissen. Eines Tages gelang es dem Zauberer, die Geliebte auf sein Gebiet zu locken, da nahm er sie gefangen und zwang sie, seine Frau zu werden. So lebten sie nun miteinander Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 22

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Weiße Frau im Altenburgskopf bei Schotten

Auch in den Altenburgskopf bei Schotten ist eine weiße Frau verwünscht schon seit langen Zeiten, die erschien einem Michelbacher Mann und bat ihn um ihre Erlösung.

Als der Mann verwundert sie fragte, was er denn dazu tun könne, sagte sie: »Komme morgen Mittag mit deiner Frau und ihrem ungetauften Säugling hierher! Du wirst mich dann zwar als eine Schlange antreffen, aber lass es dich nicht anfechten. Es wird dir kein Haar auf dem Haupt gekrümmt.«
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