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Kolumnen

Voyager! Die Zeitreisenden – Gleich geboren

Gleich geboren (Created Equal)

»Sklaverei ist das Schlimmste, was ein Mensch einem anderen antun kann. Ich werde nicht ruhen, bis es so etwas wie Sklaven nicht mehr gibt.«

Als Bogg und Jeffrey im Jahr 73 v. Chr. in Italien landen, entdecken sie, dass Spartacus vom Herrscher Cicero zum Sterben in die römische Arena geschickt wird. Seine Gefangennahme wird die Geschichte verändern und ihn daran hindern, den Sklavenaufstand in Capua anzuführen. Die Voyagers liefern sich einen Kampf mit einem riesigen Gladiator, und Bogg wird gefangen genommen. Ciceros Schwester Octavia und seine junge Tochter Calpurnia finden Gefallen an Bogg und Jeffrey und begehren sie als Sklaven. Jeffrey überzeugt Calpurnia davon, ihn als Freund und nicht als Sklaven zu betrachten, und sie hilft ihm, Bogg und Spartacus zu befreien. Von den Wachen in die Enge getrieben, machen sich die Voyagers aus dem Staub und landen in Missouri. Die junge Harriet Tubman braucht Weiterlesen

Ein Cowboy namens Fuzzy

Ein Cowboy namens Fuzzy

Alles begann in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts, als mit der frühen Tonfilmzeit Cowboy- und Westernfilme ihre Blüte erlebten und praktisch jedes Studio monatlich vier oder fünf Low-Budget Produktionen in Form von Kurzfilmen und Westernserien auf den Markt warf.

Neue Helden schossen wie Pilze aus dem Boden. Da es sich aber bei diesen, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, allesamt um coole, maskuline, praktisch unbesiegbare Männer handelte, die Waffen jeglicher Art bis zur Perfektion beherrschten und ihre Abenteuer stets darin bestanden, das Böse, egal ob weiß oder rot, zu besiegen und am Schluss mit einer zumeist blonden Maid in den Sonnenuntergang zu reiten, wurden die Filmchen auf Dauer ziemlich vorhersehbar und langweilig.

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Slatermans Westernkurier 01/2023

Auf ein Wort, Stranger, erinnerst du dich noch an den Ashtabula Horror?

Horror, und das beim Westernkurier, passt das eigentlich zusammen?

Leider ja, denn die Ereignisse, über die wir in dieser Ausgabe unserer Kolumne berichten wollen, haben sich als das Ashtabula Railroad Desaster oder der Horror von Ashtabula nicht nur in die Geschichtsbücher der Vereinigten Staaten von Amerika eingebrannt, sondern auch in die Köpfe der damals Beteiligten und deren Nachkommen und in die jener nachfolgenden Generationen, die damals dort eines oder mehrere Familienmitglieder verloren hatten.

Mehr als 90 Tote, Männer, Frauen, Kinder, sowohl Alte als auch Junge, und davon über die Hälfte derart verstümmelt, zerquetscht und verbrannt, dass man sie nicht mehr identifizieren konnte.
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Vergessene Helden 5

Der starke Mann mit dem goldenen Herzen

Wastl war groß und er war stark, unheimlich stark, fast so wie Supermann. Allerdings war sein Anzug im Gegensatz zu dem amerikanischen Superhelden goldgelb, genauso wie seine Stiefel, sein Umhang und seine Stulpenhandschuhe. Außerdem hatte er lange, bis weit über den Nacken hinaus reichende schwarze Haare und einen weißen Bart. Zusammen mit seinem tonnenförmigen Oberkörper und seinen schrägen Gefährten unterschied er sich damit wohlwollend vom Einheitsbrei der Riege der amerikanischen Superhelden und deren Umfeld, die ja alle top gestylt und mit Adonis-Körpern ausgestattet waren. Und, was ebenfalls undenkbar war, Wastl erlebte seine Abenteuer stets mit geschlossenen Augen. Wahrscheinlich wurde ihm gerade deswegen so viel Sympathie entgegengebracht. Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass dieser Superheld namens Wastl auch ohne Film- und Fernsehauftritte, sondern lediglich als Comic fast die gesamte europäische Leserschaft, junge wie Weiterlesen

Kriminalakte 17 – Der Serienmörder ohne Reue

Der Serienmörder ohne Reue

»Fourniret, Sie sind nichts, hören Sie, nichts! Sie haben nur noch das Aussehen eines Menschen, in Wahrheit sind Sie ein nekrophiles Monster!«, schrie Generalstaatsanwalt Francis.

Beim Nachlesen dieser Worte, die ein Advocat génerál, ein führendes Organ der französischen Justiz, im Mai 2008 im Gerichtssaal von Charleville-Mézier einem Angeklagten entgegenschrie, beschleicht wohl jeden ein mulmiges Gefühl.

Darf es sein, dass ein hoher Repräsentant der Justiz im Gerichtssaal und vor allen Menschen solchermaßen die Beherrschung verliert?

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Slatermans Westernkurier 12/2022

Auf ein Wort, Stranger, wie war das eigentlich damals mit dieser Schlacht von Kelley Creek?

War es tatsächlich eine Schlacht oder gar das letzte Massaker, das an den Indianern Nordamerikas verübt wurde, wie uns damalige Berichte glauben machen wollen?

Um diese Geschichte zu verstehen, muss man wissen, dass der sogenannte Wilde Westen im engeren Sinne nur die Zeitspanne von 1850 bis 1890 umfasst. 1890 verkündete der US State Census am 2. Juni das endgültige Aus der Frontier. Dennoch war diese Epoche noch längst nicht zu Ende, selbst weit bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein hinterließ sie noch so manche Spuren in der Geschichte Amerikas.

Dazu zählt zum Beispiel die Geschichte um Tom Horn, einem Weidedetektiv, der im Johnson County Weidekrieg eine undurchsichtige Rolle spielte und schließlich am 20. November 1903 in Cheyenne, Wyoming, nach ebenso Weiterlesen