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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Kolumnen

Slatermans Westernkurier 02/2021

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Henry Clay French?

Wahrscheinlich nicht, obwohl sein Name auch heute noch regelmäßig erwähnt wird, wenn die Sprache auf die Rolle der Eisenbahn in der amerikanischen Pionierzeit kommt.

French begann nämlich im Ruhestand seinen beinahe vierzigjährigen Arbeitsalltag fast minutiös niederzuschreiben. In seinen Geschichten berichtete er in knappen, dennoch einprägsamen Worten über sein Leben und vermittelte dabei dem Leser wie kaum ein Zweiter ein wirkliches Bild über die damalige Zeit.

Dass sein Name trotzdem relativ unbekannt ist, liegt wohl daran, dass er keine Berühmtheit wie Wyatt Earp, Buffalo Bill Cody oder andere Gestalten von zweifelhaftem Ruhm war, sondern lediglich ein Waisenknabe, der sich bei der amerikanischen Eisenbahn vom Putzer bis zum Lokomotivführer hochgearbeitet hatte.
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Die schwarze Tulpe (1964)

Die schwarze Tulpe

Bei dieser temporeichen und sympathischen Adaption eines Romans von Alexandre Dumas führte Christian-Jaque Regie, die vor allem durch die Besetzung einer anspruchsvollen Doppelrolle mit der Schauspielerikone Alain Delon in Erinnerung geblieben ist. Mit exzellent choreografierten Mantel- und Degenszenen und aufwendiger Produktions – nicht zuletzt durch Decaës hervorragende Kameraführung – ist der Film fast so gut wie das vorherige historische Abenteuer Fanfan, der Husar aus dem Jahre 1952.

Diejenigen, die sich durch den Film am meisten angesprochen fühlen, sind zweifellos Fans von Alain Delon, denn der Film bietet zwei Delons zum Preis von einem. Für den jungen Schauspieler, der bereits mit den größten Regisseuren seiner Zeit (u.a. Luchino Visconti und Michelangelo Antonioni) gearbeitet hatte, war der Film eine Art Weiterlesen

Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

Das Ding aus einer anderen Welt

Nur wenige Filmemacher haben ein derart gutes Gespür für die Verwendung virtueller Effekte wie der Meister des Kult-Horrors, John Carpenter. Er versteht es brillant, das Zusammenspiel von Schauspielern, Kameraleuten und Bluteffekten so lebensecht und naturalistisch wie möglich erscheinen zu lassen, dass es kein Wunder ist, dass sein Film Das Ding aus einer anderen Welt von 1982 als ein Klassiker des Horrorgenres gilt. Bei seinem Erscheinen ging er in der Bedeutungslosigkeit unter, da E.T. und Blade Runner die Kinokassen klingeln ließen, aber in den Jahren darauf gewann er eine große Fangemeinde und wurde zu einem der größten Geheimtipps, die je gemacht wurden. Was also macht dieses Meisterwerk aus?

Vieles davon hängt mit dem genialen Aufbau zusammen, der bereits im Film Das Ding aus einer anderen Welt von Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 01/2021

Auf ein Wort, Stranger, was weißt du über den Krieg der Tongs von Weaverville?

Gold, Gold, Gold!

Dieser Ruf, der 1849 die Bevölkerung im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika elektrisierte, war der Beginn eines der gewaltigsten Abenteuer in der Geschichte der noch jungen Nation.

Die Nachricht, dass auf der anderen Seite des Kontinents, in dem Gebiet, das man soeben erst Mexiko Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 12/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du die ungekrönte Königin des Westerns?

Western ist, wie wir alle wissen, jenes Genre, in dessen Mittelpunkt der zentrale US-amerikanische Mythos der Eroberung des Wilden Westens der Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert steht.

Egal ob Film, Fernsehen, Buch oder Comic, es ist eine Domäne, die fast nur von Männern beherrscht wird. Allein die Namensliste der bedeutendsten Autoren aus dem Mutterland dieses Genres liest sich wie die Mitgliederliste eines zigarrenrauchenden Herrenclubs.

Luke Short, Louis L ’Amour, Zane Grey und Max Brand zählen hierbei zu den bekanntesten Vertretern, ebenso Clay Fisher, Lewis B. Patten, Loren D. Estleman, Elmer Kelton und Gordon D. Shirreffs, um nur einige wenige von ihnen zu nennen.
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Fantomas – Im Schatten der Guillotine (1913)

Fantomas – Im Schatten der Guillotine (1913)
Originaltitel: Fantômas – À l’ombre de la guillotine

Louis Feuillade, künstlerischer Leiter der Filmgesellschaft Gaumont, setzte es sich zum Ziel, mit der Verfilmung des ersten Bandes der Romanreihe Fantomas, von Pierre Souvestre und Marcel Allain in den Jahren 1911 bis 1913 geschrieben, an deren Erfolg anknüpfen. Die veröffentlichen Romane waren zu ihrer Zeit ein weltweites Phänomen, denn die Leserschaft reichte weit über Frankreich hinaus.

Es sollte so kommen, wie es von Louis Feuillade konzipiert war. Seine Fantomas-Reihe umfasst fünf vollständige Filme Fantômas – À l’ombre de la guillotine (09.05.1913), Juve contre Fantômas (12.09.1913), Le mort qui tue (28.11.1913), Fantômas contre Fantômas (13.03.1914) sowie Le faux magistrat (08.05.1914) mit einer Weiterlesen