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Kolumnen

Slaterman’s Westernkurier – Almanach 2007

Mit dem Slaterman’s Westernkurier – Almanach öffnet Geisterspiegel.de ein weitläufiges Panorama des Wilden Westens. In dieser besonderen Zusammenstellung sind die Kolumnen erstmals in geschlossener Form als kostenloses E-Book versammelt und laden zu einer Reise durch Geschichte, Mythos und Popkultur des Western-Genres ein.

Der Almanach versteht sich als chronistischer Begleiter: Er sammelt erzählerische Exkurse zu Revolverhelden und Gesetzlosen, Grenzstädten und Prärien, realen Vorbildern und fiktiven Legenden. Dabei geht es nicht nur um staubige Pfade und rauchende Colts, sondern um die kulturelle Bedeutung eines Genres, das bis heute nachwirkt.

Slaterman’s Westernkurier blickt hinter die Mythen, ordnet ein, hinterfragt und erzählt – kenntnisreich, leidenschaftlich und mit einem Gespür für Details. Als Almanach gelesen, wird aus der Kolumne ein Nachschlagewerk und Lesebuch zugleich, das zum Stöbern, Wiederentdecken und Weiterdenken einlädt.

Ein kostenloses E-Book für Westernfreunde, Genrekenner und alle, die den Wilden Westen jenseits der gängigen Klischees erleben möchten.

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Dr. Hook & the Medicine Show – The Ballad of Lucy Jordan

The Ballad of Lucy Jordan ist einer dieser Songs, die sich leise anschleichen und erst später ihre volle emotionale Wucht entfalten. In der Version von Dr. Hook wird Shel Silversteins ohnehin schon bittere Geschichte mit einer fast trügerischen Sanftheit erzählt – genau das macht sie so eindringlich. Der Song wirkt zunächst wie eine unaufgeregte Country-Pop-Ballade, doch unter der ruhigen Oberfläche brodelt eine existenzielle Tragik.

Er porträtiert Lucy Jordan, eine Frau, deren Leben von gesellschaftlichen Erwartungen, Routine und unerfüllten Träumen geprägt ist. Sie ist Ehefrau, Mutter, Teil eines funktionierenden Alltags – und doch innerlich abgeschnitten von ihren eigenen Sehnsüchten. Dr. Hook trägt diese Geschichte mit ruhigem, zurückhaltendem Gesang vor. Der Gesang überdramatisiert nie, sondern verstärkt die Tragik gerade durch seine Nüchternheit. Durch diese erzählerische Distanz wirkt Lucy Jordans Schicksal umso realer, beinahe dokumentarisch.

Die Melodie wirkt zunächst beinahe freundlich und harmlos, was einen bewussten Kontrast zum inneren Zerfall der Protagonistin bildet. Gerade dieser Gegensatz macht den Song so wirkungsvoll: Während die Musik eine gewisse Leichtigkeit suggeriert, verdichtet sich der Text Schritt für Schritt zu einem Porträt stiller Verzweiflung. Es gibt keinen großen Knall, kein Weiterlesen

Old Wide West History – Eine Einführung

Die Geschichte des amerikanischen Westens – womit das Gebiet westlich des Mississippi gemeint ist – ist im Kern die Geschichte der Herausbildung der Vereinigten Staaten als Nation. Als Thomas Jefferson im Jahr 1803 den Erwerb des französischen Louisiana-Territoriums verhandelte, das sich über 820.000 Quadratmeilen erstreckte und für 80 Millionen Franc den Besitzer wechselte, vergrößerte sich das Staatsgebiet der jungen Republik schlagartig um 140 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt war Amerika noch ein vergleichsweise kleiner Staat.

Bei der Volkszählung von 1800 lebten etwa 5,31 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten, darunter fast eine Million versklavte Personen. Der geografische Mittelpunkt der Bevölkerung lag lediglich achtzehn Meilen südwestlich von Baltimore in Maryland. Die sogenannte Frontier verlief entlang des Mississippi: Östlich davon befand sich das Gebiet des Indiana-Territoriums, westlich davon das weitgehend unerforschte Louisiana.

Im Verlauf des folgenden Jahrhunderts durchliefen die Vereinigten Staaten eine tiefgreifende Umwälzung, die selbst die Revolution der Unabhängigkeit an Bedeutung übertraf. Aus einer überwiegend agrarisch geprägten, halbkolonialen Gesellschaft entwickelte sich eine mächtige Nation, die sich schließlich von einem Ozean bis zum anderen erstreckte. Hundert Jahre später war die Weiterlesen

Wölfe – Staffel 1, Episode 5 von 6

Wölfe
Staffel 1, Episode 4 von 6
Krähen

Das Suprematsgesetz erklärte Heinrich VIII. zum obersten Oberhaupt der Kirche in England. Doch Kaiser Karl V. und sein Botschafter Eustache Chapuys weigern sich, seinen neuen Titel oder seine Ehe mit Anne Boleyn anzuerkennen.

Cromwell besucht Katharina. Sie ist zunehmend gebrechlich und müde und sehnt sich danach, ihre Tochter Mary zu sehen. Cromwell hat Mitleid mit Katharina und versucht, den König davon zu überzeugen, Chapuys den Besuch bei ihr zu erlauben. Heinrich lehnt dies jedoch ab: Solange der Kaiser Anne nicht als seine rechtmäßige Ehefrau anerkennt, wird er keine diplomatischen Zugeständnisse machen.

Da Anne erneut schwanger ist und sich nicht am Hof aufhält, beginnt Heinrich Jane Seymour zu beachten. Die Seymours bitten Cromwell um Hilfe bei ihren Verhandlungen mit dem König.

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Dr. Hook & the Medicine Show – Sylvia’s Mother

Dr. Hook & the Medicine Show – Sylvia’s Mother

Im März 1972 landete Sylvia’s Mother erstmals auf den Plattenspielern – als Debütsingle von Dr. Hook & the Medicine Show aus dem gleichnamigen Album, das später unter leicht verändertem Titel erneut veröffentlicht wurde. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Platz 5 in den US-amerikanischen Billboard Hot 100, Rang 2 in Großbritannien sowie Spitzenplätze in Ländern wie Australien und Irland. Für die Band war es der Durchbruch – plötzlich war ihr Sound aus keinem Radioprogramm mehr wegzudenken.

Hinter dem Song stand der vielseitige kreative Kopf Shel Silverstein: Lyriker, Kinderbuchautor und Songwriter mit einem ausgeprägten Gespür für emotionale Geschichten. Er verband Country-Rock und Pop zu einer reduzierten, klaren Form, die auf große Gesten verzichtet und gerade dadurch lange nachwirkt.

Im Mittelpunkt von Sylvia’s Mother steht kein spektakuläres Ereignis, sondern ein scheinbar banaler Moment: ein Telefonanruf. Ein Mann versucht, Sylvia zu erreichen. Doch statt ihrer meldet sich immer wieder ihre Mutter, Mrs. Avery – Weiterlesen