Letzte Kommentare

Schicksalhafte Begegnungen
Ein Vorwort von Bernhard Reicher, Graz
Aus: Morbus Doppelband – Bei Vollmond bist du tot

Ich mag Menschen mit einer spannenden Lebensgeschichte; insofern war das erste Treffen mit dem ehemaligen Häfnbruder Charly Blood wohl schicksalhaft. Wir kamen in einer heruntergewirtschafteten Gaststätte über einem Bier oder zwei ins Gespräch. Nach kurzer Zeit waren wir bei Legenden und Verschwörungen angelangt, und ich erzählte ihm von Pantherion, einer jahrhundertealten Grazer Geheimorganisation, deren Aktivitäten wir gerade durch ein unabhängiges Transmedia-Projekt der Öffentlichkeit zugänglich machten.

Dabei dreht sich alles um Untersuchungen paranormaler Phänomene, Bedrohungen aus anderen Dimensionen, Mind Control und das Wirken magischer Orden. Mit solchen Dingen werden die Mitglieder von Pantherion Weiterlesen

»Verhaften Sie mich!«

Zwölf oder dreizehn Meilen von Souillac beschreibt die Hauptstrecke von Brives nach Cahors eine ziemlich scharfe Kurve, da sie einen Hang seitlich umgeht. Die Fahrt ist eine besonders malerische, und Reisende, welche diese tagsüber machen, bekommen viel Interessantes und Angenehmes zu sehen. Während sie die Schönheit der Natur in sich aufnehmen und das Land, welches durch den Übergang von der rauen Region des Limousin zur freundlicheren Landschaft der sogenannten Le Midi gekennzeichnet ist, bewundern, taucht der Zug plötzlich in einen Tunnel ein, der für etwas mehr als eine halbe Meile durch das Innere des Berges verläuft. Den Tunnel verlassend, führt die Strecke weiter dem Hang entlang und dann abwärts in Richtung Souillac. Zwei oder drei Meilen von dieser kleinen Station als ein Knotenpunkt entfernt verläuft die Strecke entlang der Landstraße nach Salignac, umgeht für ein kurzes Stück den Corrèze, einer der größten Nebenflüsse auf der rechten Seite der Dordogne und taucht dann in das Innere des Lot-Tales ein.
Weiterlesen

Verzweifelt!

Ich konnte es einfach nicht glauben, obwohl ich es deutlich vor mir gesehen hatte.

Ich zählte in Gedanken bis drei, bis ich die Lider hob in der Hoffnung, dass alles nur ein böser Traum war, aus dem ich jeden Moment wieder erwachte.

Aber es war Realität, tödliche Realität!

Myriaden gelbweißer Lichtpunkte blitzten vor uns auf, wurden zu tödlichen Kugeln und stanzten keinen Herzschlag später eine wie mit dem Lineal gezogene, geradezu perfekte Linie aus stecknadelkopfgroßen Löchern über die rechte Tragfläche.

Linda schrie irgendetwas, was ich nicht verstand, und rüttelte verbissen an dem Steuerknüppel. Mit einem wilden Flugmanöver, von dem ich befürchtete, dass dieses die zerschossene Cessna wahrscheinlich kaum überstehen Weiterlesen

Snowpiercer
Regie: Bong Joon Ho, Drehbuch: Bong Joon Ho, Kelly Masterson, Produktion: Casterman, Darsteller: Chris Evans, Song Kangho, Tilda Swinton, Jamie Bell, John Hurt, Es Harris, Ko Asung, Südkorea 2014, Laufzeit: 121 Minuten

Südkoreas Filmindustrie möchte den internationalen Markt erobern. Bisher tobte der Kampf zwischen Hollywood und den Filmproduktionsstätten in Seoul und Busan hauptsächlich auf der koreanischen Halbinsel, wobei Hollywood als klarer Verlierer dasteht. 2013 waren über 60% aller in Südkorea gezeigten Filme Eigenproduktionen (2012 waren es 59%). Die restlichen 40% teilten sich Produktionen aus Hollywood, Europa und anderen Ländern.

Mit dem Sensationserfolg Snowpiercer hatten die wenigsten gerechnet. Satte 40 Millionen Dollar kostete der Film. In den koreanischen Medien befürchtete man, einen grandiosen Flop zu produzieren. Immerhin scheiterten auch Stoker und Last Stand – beides Filme, die von koreanischen Regisseuren gedreht Weiterlesen

Ranch life

Auf ein Wort, Stranger,

heute beschäftigen wir uns mit der Thematik, wie es in jenen Jahren auf einer Ranch zugegangen sein könnte. Und unter uns: Vieles hat sich in all den Jahren trotz Fortschritts bis in die heutige Zeit nicht verändert.

Das Ranchleben auf offenem Weideland konnte durchaus etwas wild und einsam sein, aber es war für den Rancher ebenso frei und machte ihn unabhängig wie sein Vieh, welches ungehindert mehr als eintausend Hügel durchstreifte. Als Wohnsitz für eine Familie mit Frau und Kindern war eine Ranch Weiterlesen

Nach dem Kampf mit dem Schwertfisch

»Schneller, Genosse Lord, schneller! Ich halte ihn am Schwanz fest; der Teufel soll ihn holen! Ich kann nicht mehr!«

»Skworeschnja! Was ist denn los?«

Der Zoologe stürzte aus dem Tangdickicht. Er wurde Zeuge eines ungewöhnlichen Schauspiels. Auf einer Lichtung stand neben einigen Maschinen, die unter durchsichtigen Hauben arbeiteten, die riesige Gestalt eines Mannes im Taucheranzug. Den Körper in äußerster Kraftanstrengung gekrümmt, hielt er mit einer Hand die Schlinge eines dicken Gummikabels, das zwei Hauben verband, umklammert. In die Schlinge hatte sich ein zwei Meter langer Hai festgebissen, den der Mann mit der anderen Hand an der Schwanzwurzel gepackt hielt. Der Haifisch hatte ein weit vorstehendes Maul, seine dunkelgraue raue Haut glich einem Reibeisen, die großen Weiterlesen