Cthulhu Libria

NEU: Cthulhu Libria Äon 2

Das keltische Fest Samhain

Wenn sich der Oktober zum November hin neigt, sieht man zur heiligen Zeit von Samhain in ganz Amerika, Kanada, Europa und anderswo Tausende von Hexen, Wiccas, Druiden und andere Heiden. Samhain ist ein Totenfest. Das Ende des Sommers bezeichnend und wie saah-win, saa-ween oder sam-hayne ausgesprochen, ist Samhain ein Fest am Ende der Ernte und zum Beginn der kältesten zweiten Jahreshälfte sowie für viele praktizierende Gläubige der Anfang eines spirituellen neuen Jahres.

Ursprünglich im alten Europa als keltisches Feuerfest begangen, wird Samhain heutzutage weltweit gefeiert. Der Zeitpunkt der zeitgenössischen Samhainfeste variiert je nach spiritueller Tradition und Geografie. Viele von uns feiern Samhain im Verlauf von mehreren Tagen und Nächten. Diese erweiterten Bräuche umfassen in der Regel sowohl eine Reihe von Riten als auch Zeremonien, Festmahle und Treffen mit der Familie, Freunden und der spirituellen Gemeinschaft. In der nördlichen Hemisphäre begehen viele Heiden Samhain vom Sonnenuntergang am 31. Oktober bis zum 01. November. Andere führen die Samhain-Festivitäten am nächstliegenden Wochenende oder zum Voll- oder Neumond zu dieser Zeit durch. Einige Heiden verlegen Samhain ein wenig später oder auf den 6. November, um noch näher mit dem astronomischen Mittelpunkt zwischen der Tagundnachtgleiche im Herbst und der Wintersonnenwende zu kongruieren. Die meisten Heiden in der südlichen Hemisphäre legen Samhain deckungsgleich mit ihrem Herbst eher auf Ende April und Anfang Mai als zur traditionellen europäischen Urlaubszeit.

Samhain ist auch unter anderen Namen bekannt. Einige keltische Wiccas und Druiden werden Calan Gaeaf, Calan Gwaf, Kala-Goanv oder Nos Galan Gaeof genannt. Im Walisischen ist es Nos Cyn Calan Gaual, auch als Oie Houney bekannt. Ein mittelalterliches Märchenbuch Leabhar Buidhe Lecain berichtet, dass die einfachen Leute Samhain auch das Fest der Mongfind nannten, an welchem die legendäre Hexenkönigin einen König von Tara im alten Irland geheiratet haben soll. Im alten Kalender von Coligny, eine gravierte Bronzeplatte, welche aus der gallo-römischen Zeit stammt und 1897 nahe der französischen Stadt Coligny im Département Ain ausgegraben worden war, wird Samhain als Trinouxtion Samonii, Übersetzung: Die drei Nächte des Sommerendes genannt. Zu den verschiedenen Schreibweisen von Samhain gehören Samain, Samuin und Samhuinn.

Mit dem Wachstum und die Ausbreitung des Christentums als dominierende Religion in Europa wurden für Samhain christliche Namen und Erscheinungsformen übernommen. Mit Allerheiligen oder All Hallows’ Eve werden am 1. November christliche Heilige und Märtyrer gedacht. Am 2. November begehen Katholiken das Fest Allerseelen. Im Jahr 998 rief Abt Odilo von Cluny dieses Fest aus. Zunächst galt es nur für die Verstorbenen der ihm unterstellten Klöster, wurde jedoch später für die ganze Kirche erweitert. Gebete, Fürbitten und Danksagungen an Allerseelen sollen dazu beitragen, dass die Toten im Fegefeuer Vollendung in Gott finden. Mit dem Eintreffen der christlichen Spanier in Mexiko wurden die indigenen Bräuche der Ehrung der Toten in dieser Zeit des Jahres mit dem römischen Katholizismus vermischt und brachte den Tag der Toten, Dia de los Muertos, hervor. Samhain teilt die alten spirituellen Praktiken des Gedenkens und der Wertschätzung der Toten mit diesen verwandten religiösen Feiertagen des Christentums.

Halloween als Kürzel für All Hallows’ Eve wird am und um den 31. Oktober begangen. Obwohl sie zur gleichen Zeit des Jahres stattfinden und ihre Wurzeln in den Feierlichkeiten der Antike zum Ende der Erntezeit liegen, sind Halloween und Samhain nicht das Gleiche. Es sind zwei getrennte Feiertage, sich in Ausrichtung und Brauchtum sehr unterscheiden. Im zeitgenössischen Amerika und anderswo ist Halloween zu einem sekulären Volksfest geworden. Wie sein Vetter Thanksgiving wird es von Menschen unterschiedlichster Richtungen, ethnischen Traditionen und Weltanschauungen in Wohnhäusern, Schulen sowie in großen und kleinen Gemeinschaften gefeiert. Darüber hinaus entwickelte sich Halloween zu einem familienorientierten Kinderfest als auch zu einer Gelegenheit für diejenigen aller Altersgruppen, selbst kreativ tätig zu sein und spielerisch in Kostümen aus der Welt der Illusionen und der Fantasy Süßes oder Saures zu erbetteln, Geschichten zu erzählen, Streiche zu machen, kathartische schaurige Orte aufzusuchen oder einfach nur Party zu machen.

Im Gegensatz dazu liegen Samhain und die damit verbundenen christlichen Feiertage als Pendant im religiösen Mittelpunkt und werden von Anhängern auch weiterhin spirituell wahrgenommen. Obwohl Gedenktage auch unterhaltsam sein können, ist die Ehrung der Toten für Samhain von zentraler Bedeutung und eher ein ernstes religiöses Brauchtum als ein unbeschwertes nachgespieltes Szenario. Die heutigen heidnischen Riten zu Samhain, obwohl düster, sind mildtätig. Obwohl auf den Tod gerichtet, beinhalten sie keine menschlichen oder tierischen Opfer. Die meisten Samhain-Rituale sind privat und finden nicht in der Öffentlichkeit statt.

Die langjährige Verbundenheit von Samhain mit dem Tod und den Toten spiegelt den Rhythmus der Natur wider. In vielen Orten fällt Samhain zeitlich auf das Ende der Vegetationsperiode. Die Vegetation stirbt mit dem Einsetzen des Frostes. Aus diesem Grund liegt der Tod im wahrsten Sinne in der Luft. Dies trägt zu der alten Vorstellung bei, dass an Samhain der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und dem reich der Toten dünn ist und dies den Kontakt und die Kommunikation erleichtert. Für diejenigen, die im letzten Jahr einen ihrer Lieben verloren haben, können die Samhain-Rituale eine Möglichkeit sein, um ihre Trauer zum Abschluss zu bringen und sich darauf einzustellen, dass sie im Jenseits geistig auf ewig verbunden sind und auf dieser Ebene miteinander kommunizieren können.

Besinnen wir uns auf die alten Werte und lassen uns nicht darauf ein, Mengen an Süßigkeiten einzukaufen, nur um Ruhe vor bettelnden und nörgelnden Kindern zu haben. Nicht immer ist das, was über den Großen Teich zu uns herüberschwappt, sinnvoll. Trick or Treat! Süßes oder Saures! Bei mir bleibt schon seit Langem die Tür zu. Denn das amerikanische Halloween hat wahrlich nichts mit Samhain zu tun.

(wb)

Zulu

Regie: Jérome Salle, Drehbuch: Julien Rappeneau, Jérome Salle, Produktion: Richard Grandpierre, Darsteller: Forest Whitaker, Orlando Bloom, Conrad Kemp, Inge Beckmann, Frankreich 2014, Laufzeit: 111 Minuten

Über manche Filme lässt sich streiten. So auch über den Thriller Zulu des französischen Regisseurs Jérome Salle. Die Handlung spielt in Kapstadt. Eines Tages wird dort die Leiche einer brutal ermordeten Frau gefunden. Zunächst scheint alles auf einen Mord innerhalb des Drogenmilieus zu schließen. Doch je genauer Ali Sokhela, der Chef der Mordkommission, den Fall untersucht, desto deutlicher wird, dass weit mehr dahinter steckt. Zusammen mit seinem Kollegen Brian Epkeen stößt er auf eine Spur, die bis in die Zeit der Apartheid reicht.

Zulu ist ein sehr düsterer Film, der zwischen brutalem Thriller und normalem Polizeifilm hin- und herpendelt. Das Duo besteht aus einem schwarzen und einem weißen Ermittler, gespielt von Forest Whitaker und Orlando Bloom. Weiterlesen

Im Gespräch mit Eileen Raven Scott/Lia Haycraft

Geboren in Nordfriesland, aufgewachsen in Portugal, Deutschland und England – die Fantasyautorin Eileen Raven Scott / Lia Haycraft, die hauptberuflich als Fremdsprachenkorrespondentin arbeitet, hat eine recht kosmopolitische Vergangenheit, was man auch ihren Romanen mitunter anmerkt.

Bereits 2013 ist im Machandel-Verlag ihre Debütnovelle Feuerküsse über die komplikationsreiche Liebe einer Halbdämonin und eines Meerelfen erschienen. Im November 2014 soll im Bookshouse Verlag die Paranormal Romance-Reihe Die Nacht der Elemente starten.

Geisterspiegel: Hallo Eileen bzw. Lia, danke, dass du dir Zeit nimmst, die Fragen zu beantworten.
Beim Problem der Namensnennung wären wir auch direkt bei der ersten Frage – Feuerküsse hast du als Eileen Weiterlesen

Aya Shouoto
Super Darling! – Band 1

Manga, Softcover, Carlsen, Hamburg, Oktober 2014, 178 Seiten, 6,95 Euro, ISBN: 978-3551736550, ab 12 Jahren, übersetzt von Hiro Yamaha

Sakuya Tono leidet darunter, dass sie von ihrer Umgebung nicht wahrgenommen wird. Sie scheint für andere buchstäblich Luft zu sein, selbst als sie die Schule wechselt. All ihre Versuche, endlich einmal wahrgenommen zu werden, scheitern. Da hört sie eines Tages durch Zufall von einem Kirschbaum, der ewig blühen soll und unter dessen Blüten man sich etwas wünschen darf. Und das Beste: Dieser Baum steht auf dem Schulgelände! Sakuya ist begeistert und begibt sich auf die Suche nach dem Wunderbaum. Tatsächlich findet sie ihn und äußert 2 Wünsche: Sie will endlich beachtet werden – und sie wünscht sich einen Freund. Kaum sind die Wünsche ausgesprochen, begegnen ihr nacheinander 4 gutaussehende Jungen, die alle ihr Freund sein wollen. Weiterlesen

Neue Gefahren

»Nun mal langsam, großer Mann, wer wird sich denn gleich ins Höschen machen? Nur noch einen Moment, dann bin ich ja soweit.« Mit einer Behäbigkeit, die mich fast in den Wahnsinn trieb, öffnete Linda die Tür eines Schaltkastens, der neben einem mannshohen Metallschrank im Labor in die Wand eingelassen war. Langsam, ganz langsam, so als hätte sie alle Zeit der Welt, starrte Linda auf die hinter dem Türchen liegende Tastatur und tippte wie ein Anfänger auf einer Schreibmaschine mit dem Ein-Finger-Suchsystem eine Zahlenfolge ein. Jetzt hätte nur noch gefehlt, dass sie ihren Schminkspiegel hervorkramte oder sie sich irgendeine Gebrauchsanweisung durchlesen musste.

Himmel noch mal, dieses Weib legte plötzlich eine Art an den Tag, die mich langsam aber sicher verrückt machte.
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Fantômas, das ist der Tod!

Mit dem Sergent zurück zum Château eilend, stieß Juve am Eingang zum Park auf Monsieur de Presles. Der Amtsrichter kam mit einem Auto aus Brives, welches er während der vergangenen Tage für sich persönlich requiriert hatte.

»Nun«, sagte Juve in seinem leisen, gemäßigten Ton, »haben Sie die Nachrichten vernommen?« Und da ihn der Amtsrichter verwundert anschaute, fuhr er fort: »Ich entnehme Ihrem Ausdruck, dass Sie dies nicht getan haben. Nun, Monsieur, wenn Sie freundlicherweise einen Haftbefehl ausstellen würden, könnten wir Monsieur Charles Rambert festnehmen.«

Juve wiederholte kurz dem Amtsrichter, was der Sergent ihm bereits gemeldet hatte. Dieser fügte einige weitere Details hinzu. Die drei Männer hatten zu Fuß die Treppe vor dem Haus erreicht und wollten die Stufen Weiterlesen