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Curumilla Band 1

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One shot for Sloan – Teil 3

One shot for Sloan – Eine Kugel für Sloan
Teil 3

Als Sloan in die Stadt kam, stand eine Menschenmenge vor dem Sheriffs Office.

Die Frau, die wild gestikulierend auf Josh einredete, hatte ihre besten Jahre hinter sich. Das harte Leben der Siedlerfrauen forderte ihren Tribut. Die tägliche Mühsal auf ihren kleinen Farmen, um einigermaßen über die Runden zu kommen, Naturkatastrophen, die die Ernten vernichteten, und die vielen Kinder, die sie zur Welt brachten, machten aus hübschen, gesunden Mädchen sehr früh abgerackerte Frauen mit harten Gesichtszügen. Die Frau war sicher noch keine dreißig, aber ihr Gesicht wirkte weit älter. Sie mochte einmal hübsch gewesen sein, jetzt war von ihrer Schönheit nicht mehr viel zu erkennen.

»Sheriff, ich verlange, dass Sie die Mörder meines Mannes bestrafen.« Sie zeigte auf den Toten, der neben dem Wagen auf dem Weiterlesen

Curumilla – Zweites Buch, Kapitel 8

Gustave Aimard
Curumilla
Zweites Buch
Eine Abenteuergeschichte aus dem Jahr 1861
Kapitel 8 – Vor der Schlacht

Sobald man auf die Entfernung eines Kanonenschusses von der Hacienda gekommen war, gebot der Graf Halt!

»De Laville,« redete er den Capitain an, der an seiner Seite marschierte, »dringen Sie vor und besetzen Sie die Hacienda del Milagro militärisch. Wir wollen unser Hauptquartier dort aufschlagen.«

»Wozu solche Vorsichtsmaßregeln?«, fragte Belhumeur, »schenken Sie meinen Worten keinen Glauben? Don Rafaël und die Seinen werden sich freuen, Sie zu sehen und Sie mit offenen Armen empfangen.«
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Moshi Moshi

Banana Yoshimoto
Moshi Moshi

Japanischer Roman, Hardcover, Leinen, Diogenes, Zürich, März 2015, 304 Seiten, 21,90 Euro, ISBN: 9783257069320

Ein Jahr ist vergangen, seit die 20-jährige Yotchan ihren Vater durch Selbstmord verlor. Um Abstand von der alten Wohnung zu gewinnen, in der sie und ihre Mutter nach dem Tod des Vaters weiterhin gewohnt haben, mietet sie in Tokyos Künstler- und Szeneviertel Shimokitazawa eine kleine, günstige Wohnung. Direkt gegenüber befindet sich das Bistro, in dem sie und ihre Mutter wegen der leckeren Gerichte wieder Lebensmut gefasst haben. Yotchan beschließt, dort zu arbeiten und bereut es trotz geringem Lohn und viel Arbeit nicht, denn die Chefin ist nett und die Arbeit holt sie allmählich aus ihrer Trauer heraus. Dann aber steht eines Tages ihre Mutter vor der Tür und will bei Yotchan Weiterlesen

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 2

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 2
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig

Eine Stunde nach Mitternacht kehrte der junge Mandan von einer Streife durch die Prärie zurück und flüsterte dem Trapper leise die Worte zu: »Feinde kommen. Ompa sä sie hören.«

Rifle Ben legte sich nieder und drückte das Ohr an die Erde. Sofort vernahm auch er ein dumpfes, pochendes Geräusch, das vom Erdboden weitergeleitet wurde. Regungslos lauschten die beiden Späher. Obwohl der Alte nach einiger Zeit am Klang der Hufschläge die Richtung erkannte, in der er die feindlichen Rothäute zu suchen hatte, überließ er doch seinem jugendlichen Begleiter die Freude, diese Entdeckung gemacht zu haben. Roter Elk deutete nach links und flüsterte: »Dort Feinde.«
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Das Geheimnis zweier Ozeane 31

Drittes Buch
Sechstes Kapitel
An Bord eines Kreuzers

Die tropische Sonne hatte schon längst den Zenit überschritten, brannte aber noch immer mit unverminderter Glut. Der Himmel war klar und wolkenlos, eine Brise kräuselte die Oberfläche des Ozeans.

Schon zwölf Stunden jagte Gorelow durch die unendliche Wasserwüste und spähte, Verzweiflung in den Augen, zum öden Horizont.

Er rang nach Atem. Der durchsichtige Helm war glühend heiß geworden, jede Berührung der Stirn oder Wange mit seiner inneren Wandung brannte wie Feuer. Viele Hundert Kilometer hatte er schon in den letzten zwölf Stunden, seit der Explosion auf dem U-Boot, kreuz und quer durch den Ozean zurückgelegt. Als ein kleines Pünktchen in den Weiterlesen

Wolfram von Bärenburg – Teil 10

Wolfram von Bärenburg, genannt der Erzteufel
Der verwegenste Raubritter und schrecklichste Mörder, ein Scheusal des Mittelalters, von der Hölle ausgespien zum Verderben der Menschen
Eine haarsträubende Schauergeschichte aus den furchtbaren Zeiten des Faustrechts und des heimlichen Gerichts der heiligen Feme aus dem Jahr 1860
Kapitel 10

Im Speisesaal

»Ihr führt ein behagliches klösterliches Leben, wie ich sehe«, sprach Wolfram höhnisch bei seinem Eintritt.

Die Äbtissin und alle Nonnen nebst der Novizenmeisterin sprangen erschrocken von ihren Stühlen auf.

»Wie? Ein Mann in unserm Nonnenkloster!«, rief die Äbtissin entsetzt aus, die Hände ringend.
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