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Des Teufels Sohn

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Märchen und Sagen

Elbsagen 33

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

33. Der wunderbare Stein auf dem Dresdener Markt

Prinz August, ein Sohn des Kurfürsten Christian I., war im Frühjahr 1614 schwer erkrankt, sodass in den Kirchen für seine Genesung gebetet wurde. Dem Gottesdienst wohnte auch der Puppenmacher Christoph Ufer bei. Nachdem er sich dem Gebet für die Herstellung des kranken Prinzen aufrichtig angeschlossen hatte, ging er nach Dresden-Neustadt, das damals noch die Altstadt hieß. Unterwegs wurde ihm am hellen Tag von einem Geist ein Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Ursprung der Klapperschlangen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Ursprung der Klapperschlangen

in schöner junger Mann mit weißem Gesicht und in weißer Kleidung kam einst unter die Tscherokesen und befahl ihnen, ihren alten Sitten und Gebräuchen zu entsagen und eine neue Religion anzunehmen. Trotz dessen, dass er die mildeste Sprache führte und sich in jeder Beziehung als ein Mann von edlem Charakter zeigte, gelang es ihm doch nicht, sich Freunde zu erwerben. Die Medizinmänner verschworen sich, ihn umzubringen.

Sie bereiteten die stärksten Gifte und mischten sie in sein Essen, aber sie schadeten dem Fremden nicht. Auch mit ihrer Zauberei konnten sie ihm nichts anhaben. Da machten sie denn ein kleines Kästchen und schmückten es mit Muscheln und künstlich bearbeiteten Knochen und opferten es dem großen Geist mit der Bitte, ihnen ein Mittel zur Weiterlesen

Elbsagen 32

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

32. Die Entstehung der Kreuzkapelle zu Dresden

Im Jahre 1236, als Markgraf Heinrich von Meißen die Herzogin Konstanze von Österreich heiratete, brachte diese ein Stück des heiligen Kreuzes mit nach Dresden, wodurch Dresdens Volksmenge bedeutend wuchs. Da auch bei der Marienkirche ein wächsernes, wundertätiges Marienbild viel Zulauf verursachte, kam die Stadt ganz in den Geruch der Heiligkeit. Endlich war 1299 ein hölzernes Kreuz auf der Elbe geschwommen gekommen. Es wurde hier Weiterlesen

Elbsagen 31

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

31. Der Nixenhügel bei Rossendorf

Zwanzig Minuten von Eschdorf, nahe an der Bautzener Straße, liegt das Dorf Rossendorf. Zu ihm gehört der sogenannte Rossendorfer Teich, in dem die Prießnitz entspringt, ein Flüsschen, das bei Dresden in die Elbe mündet. Sein Wasser enthält höchst merkwürdige Heilkräfte für alle, die an Gicht und ähnlichen Krankheiten leiden. Aus dem erwähnten Teich, in dem sich seit 1835 ein Inselchen mit einer Jagdhütte zum Schießen wilder Weiterlesen

Elbsagen 30

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

30. Die Zwerge im Hutberg bei Weißig

In der Nähe des Dorfes Weißig bei Eschdorf erhebt sich der sogenannte Hutberg beinahe 1000 Fuß über der Meeresfläche. Vor langen, langen Jahren war dieser Berg von einem Zwergengeschlecht bewohnt, das ruhig und freundlich mit den Bewohnern der umliegenden Gegend verkehrte und sich besonders durch das Tragen von runden Spitzhütchen auszeichnete. In dem Berg war Reichtum an Silber und oft kamen Leute aus der Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 33

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Else ihr Keller am Bilstein

Am nordöstlichen Ende des Bergrückens, dessen höchste Spitze der Bilstein bildet, ragen hoch erhaben oder geborsten mächtige Felsen empor. Zu ihnen findet sich auch eine in den Berg gehende nicht unbedeutende Höhle. Das ist der Else ihr Keller oder ihre unterirdische Wohnung, woselbst sie ihr Bett aus Laub und Moos hat. Mitunter tut sich eine Spalte auf, dann sieht man sie sitzen und spinnen. Zieht der Nebel blau um die Felsen, dann kocht sie ihr Mahl. Liegen noch einzelne Schneeblacken unter den dort befindlichen Bäumen, so trocknet sie ihre Wäsche. Weiterlesen