Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 30
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 30
Am 15. August suchte White Maroney im Gefängnis in der Eldridge Street auf. Er schilderte im Detail, was in Jenkintown vorgefallen war, und erklärte Maroney, dass er das Geld an einem sicheren Ort in Philadelphia versteckt habe. Das entsprach zweifellos der Wahrheit, denn das Geld lag sicher in den Tresorräumen der Adams Express. Ich hielt es für das Beste, die Ausgaben so rasch wie möglich zu drosseln, und wies White an, Maroney davon zu überzeugen, dass Jenkintown kein sicherer Ort für seine Frau sei und sie besser von dort verschwinden sollte. Er sollte versuchen, Maroney dazu zu bewegen, sie in den Westen zu schicken – wenn möglich nach Chicago. Er erzählte Maroney, er fürchte, dass einige der Express-Leute seine Frau beobachteten, und dass sie, wenn er nicht aufpasse, dazu verleitet werden könnte, ihn zu verraten und alles auszuplaudern. Er betonte seine Abneigung, in die Angelegenheiten Weiterlesen
Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 5
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 5
Der zweite Zigarettenstummel
So geschah es auch. Inspektor Chatarsan blieb bei uns. Wir setzten uns in die Nische, in der sich die Falltür zum zweiten Kellergeschoss befand. Es war jetzt 3 Uhr morgens.
»Schlafen wir abwechselnd«, meinte Harst. »Vielleicht können wir hier bis zum Abend warten. Ich werde zuerst wachen. Um 7 Uhr wecke ich euch beide. Streckt euch nur lang hin und nehmt diese Götzengewänder als Decken, damit ihr euch nicht die Knochen wund drückt.«
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 29
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 29
In Jenkintown gab es keine Atempause; der Kampf war in vollem Gange und verlief hervorragend. Das Frühstück im Hause Cox fiel spärlich aus. Selbst die Kinder wurden vernachlässigt, da alle Erwachsenen des Haushalts nach dem Buchhändler Ausschau hielten.
»Schwester Ann! Schwester Ann! Siehst du schon jemanden kommen?«, rief man immer wieder.
Ab und zu ging jemand zum Tor und blickte besorgt die Straße hinunter in Richtung Philadelphia. Mrs. Maroney wartete ungeduldig auf die Ankunft von Madam Imbert. Sie musste sich nicht lange gedulden, denn die Madam kam gleich nach dem Frühstück herunter. Mit ihrer gebieterischen Erscheinung und ihrem entschlossenen Gesichtsausdruck wirkte sie wie ein General, der Befehle erteilt. Sie war Weiterlesen
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 3
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Kapitel 3
Fünfzig Don Juans
Wir müssen einige Stunden zurückgehen, um von einer Sache zu sprechen, die noch berühmter war als Monsieur Bancelles Geheim- und Tresorkassette. Zu jener Zeit war Caen eine etwas lautstarke Stadt: Die Studenten und das Militär machten viel Aufhebens um die hübschen Frauen. Die reizendste und zugleich schönste Erscheinung in Caen war Julie Maynotte, die Frau des Stahlschneiders. Die goldene Jugend der Stadt verließ die große Promenade und den Park der Präfektur, um unter den fernen Bäumen des Akazienplatzes auf und ab zu flanieren, seit André Maynotte an der Ecke der Promenade einen bescheidenen Laden für Büchsenmacherei und Kuriositäten eröffnet hatte, der rasch Zulauf fand.
Der Detektiv – Band 32 – Zwei Zigarettenstummel – Kapitel 4
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 32
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Zwei Zigarettenstummel
Kapitel 4
In der Shwedagon-Pagode
Über die Lage und die Bauart der birmanischen Hafenstadt Rangun habe ich bereits in der vorigen Erzählung alles Nötige gesagt. Der Leser wird sich außerdem noch an den Namen Chatarsan besinnen, den ich zu Anfang dieses Abenteuers nur flüchtig erwähnen konnte. Detektivinspektor Chatarsan war der Abschied von uns sehr schwergefallen. Dies lag wohl weniger daran, dass er uns besonders ins Herz geschlossen hatte, als vielmehr an seiner Überzeugung von der eigenen Unzulänglichkeit einer Gegnerin wie Eugenie Malcapier gegenüber.
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