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Krimi & Thriller

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 16

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 1
Flederwisch und Wetterhexe

Seit einem halben Jahr hatte Mr. H. P World die Angewohnheit angenommen, beim Sprechen sich immer schmunzelnd die Hände zu reiben, und er hatte allen Grund dazu.

Bisher war er in New York nur ein lumpiger Millionär gewesen, welcher von allen denen, bei denen der wirkli­che Mensch erst mit der hundertsten Million beginnt, ver­ächtlich über die Achsel angesehen wurde. Aber nicht lange mehr, so würde auch Mr. World zu dieser exklusiven Gelda­ristokratie gehören, die Einkünfte eines hundertfachen Mil­lionärs hatte er bereits! Was allein diese Annoncen ein­brachten! Vier Seiten Unterhaltung, vierzig Seiten Annon­cen und Reklamen, die Zeile zwei Dollar! Und wenn er dieses ideale Ziel eines jeden echten Yankees nicht mehr er­reichte, dann doch ganz bestimmt seine Kinder und Kindes­kinder. Die Gründung einer neuen Weiterlesen

Fred Vargas – Jenseits des Grabes

Fred Vargas – Jenseits des Grabes

Kommissar Adamsberg von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ist gerade mit der Rettung eines Igels beschäftigt, den man angefahren hat, als er von einem Mord an einem Wildhüter in Louviec, einem kleinen Ort in der Bretagne, erfährt.

Der aggressive Wildhüter des Ortes wurde mit einem kostbaren Messer in der Brust tot aufgefunden, und in der Nacht zuvor haben die Bewohner des Ortes das Gespenst des Grafen von Combourg aus dem 18. Jahrhundert auf den Straßen gehört, den man den Hinkenden nennt, weil er 1709 ein Bein einbüßte.

Wenn man in der Nacht sein Holzbein auf die Pflastersteine schlagen hört, so die Legende, kündigt dies einen Mord an.

Einen Monat zuvor fährt Adamsberg nach Combourg und freut sich während der Fahrt auf ein Wiedersehen mit Franck Matthieu, dem Kommissar von Combourg, mit dem er einen Serienmord in der Bretagne aufgeklärt und sich währenddessen gut verstanden hat.

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Lars Haider – Ich mach’ mein Ding

Lars Haider – Ich mach’ mein Ding

Der vorliegende Kriminalroman beinhaltet den vierten Fall der Lukas-Hammerstein-Reihe.

Lukas Hammerstein ist Anfang vierzig und wohnt mit Frau und Sohn in Hamburg-Eppendorf. Er ist Journalist und arbeitet für die Hamburg News, eine Zeitung, die Wert auf seine Arbeit legt.

Seine Kollegin Kaja Woitek. Polizeireporterin der Zeitung, und er haben zusammen schon diverse Fälle aufgeklärt. Kaja ist mit Enno von Spoercken liiert, dem Chef der Hamburger Kripo, was für Lukas und sie schon öfter von Vorteil war, wenn sie zusammen für einen Fall recherchieren mussten.

Zu den Freunden von Lukas gehören auch Prominente wie der Bürgermeister Julius Wolff, der Bundeskanzler werden will, und Udo Lindenberg, der Sänger, die beide während des Krimis auch immer wieder erwähnt werden. Der Titel des Romans stammt aus einem Song des Rockstars.

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Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 4

Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861

Kapitel 4

Ein Ochsenhändler

In der Jerusalemer Straße in Berlin gibt es viele Keller, in denen bei Tag wie bei Nacht ein reger Verkehr herrscht. Es verkehren allerlei Leute dort, und zu der Zeit, aus der ich erzähle, waren in mehreren davon, vor allem nachts, immer einige Berliner Diebe anzutreffen.1  Die Berliner Diebe bilden eine Genossenschaft für sich, freilich zusammen mit ihren Frauen. In jenen Kellern pflegten daher nachts nur Diebe mit ihren Frauen zu verkehren.

In einem dieser Keller war es noch in später Nacht sehr voll. Es fand eine Zusammenkunft statt. Es wurde Musik gemacht, Weiterlesen

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 23

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 23

In Jenkintown war alles in Ordnung. Mrs. Maroney hatte sich mit De Forest versöhnt, und sein gegenwärtiges Glück war so groß, dass er seine vergangenen Sorgen völlig vergessen hatte. Er mochte Flora sehr und ging gerne mit ihr spazieren, besonders wenn ihre Mutter dabei war. Madame Imbert fuhr manchmal mit Mrs. Maroney zum Einkaufen nach Philadelphia, und De Forest war immer ihr Kutscher. Mrs. Maroney hielt sich an ein Versprechen, das sie ihrem Mann gegeben hatte, und fuhr nie ohne Madame Imbert mit De Forest aus.
De Forest hatte nur einen Sitz in seiner Kutsche, und es war ziemlich lästig, ständig zwei Damen zu befördern. Er hatte nur wenig Platz zwischen ihnen, und da es warm war, fühlte er sich oft sehr unwohl. Er war groß, und seine Knie stießen dicht gegen das Verdeck, aber Weiterlesen