Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 10
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 10
Bei den Viliganten
Jeden Moment hätte der Dampf-Mann in die Reihen der Vigilanten stürmen können. Es wäre ein großer Erfolg gewesen, denn Cliff wäre nun in ihrer Gewalt, und der Weg, Jim Travers vor dem Galgen zu retten, wäre geebnet. Aber es sollte nicht sein. Der Bösewicht war zwar eingestiegen, doch wie der schlaue Kerl, der er war, hatte er sich unbemerkt auf den Boden des Wagens gelegt. Er hatte alles beobachtet, und als er sah, dass der Dampf-Mann sicher entkommen würde, wusste er, dass nur eine verzweifelte Aktion ihn jetzt noch retten konnte.
Während Frank und Barney an ihren Posten beschäftigt waren, machte er einen blitzschnellen Sprung zur Käfigtür. Unglücklicherweise hatte Barney sie nicht verriegelt. Ein kurzer Warnschrei kam von Bessie, doch es war zu spät. Der Bösewicht riss die Tür auf und sprang hinaus. Er überschlug sich den Abhang hinunter – teilweise absichtlich, um den Kugeln auszuweichen, Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 7 – Das Stahlross – 2. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 7
Das Stahlross
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 2
Ein Racheakt
Auf dem gelben Sand der Wüste Kalahari jagte in wilden, unregelmäßigen Sprüngen ein mächtiger Rappe hin und her, bald in jäher Flucht vorwärts stürmend, bald mit allen Zeichen des Entsetzens zur Seite springend, um sich dann manchmal auch in dem lockeren Sand zu wälzen.
Das Ross war, obgleich es wohl noch nie einen Menschen getragen hatte, nicht reiterlos. Sogar zwei Menschen saßen auf dem Weiterlesen
Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 1
Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 1
In den Tiefen von Paris
Ein sintflutartiger Regen war über Paris niedergegangen, begleitet von Donnerschlägen und Blitzen. Die Straßen hatten sich in Bäche verwandelt, und die Passanten, die es angesichts des heftigen Wolkenbruchs selbst mit Regenschirmen nicht wagten, ihren Weg fortzusetzen, suchten Schutz unter den Hoftoren oder den Markisen der Geschäfte, von denen wahre Sturzbäche herabstürzten.
An der Ecke Rue Montmartre und Rue du Mail war ein Kanalisationsschacht, aus dem die Arbeiter überstürzt heraufgestiegen waren, offen geblieben. Die beiden Männer waren mit ihren großen Stiefeln, ihrer Laterne und ihren Arbeitsgeräten in eine nahe Weiterlesen
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 3. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
3. Kapitel
Ein Spitzensammler
Die Insel Wight, auf welcher sich das alte Schloss, der Stammsitz des Geschlechts Lord Harald Dumbarton, erhob, ist durch die Meerenge Solent und Spithead vom englischen Festlande getrennt und liegt etwa sechs Kilometer weit vom Lande entfernt. Eine Kette von Kreidehügeln durchzieht die Mitte der Insel vom Culver Cliff im Osten bis zu den zackigen, von den Meereswogen zernagten Needles im Westen. Eine zweite hohe Hügelreihe liegt im Süden der Insel und bildet hier eine hohe malerische Steilküste. Dieser südliche, durch Felsenmauern begrenzte Teil der Insel ist es, welcher durch sein gesundes Klima weit und breit bekannt geworden ist. Myrten, Fuchsien, Verbenen und andere exotische Pflanzen gedeihen hier im Freien. Daher haben denn auch die reichen Engländer hier ihre Landhäuser aufgebaut, denn nirgends konnten sie den heißen Sommer angenehmer und gesünder verbringen als hier am Strand des Meeres, gegen die rauen Winde durch die gewaltigen Kreidefelsen geschützt, die Weiterlesen
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 9
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 9
Pomps Fehler
Frank Reade, jr. fühlte sich wie in eine Decke eingerollt und schlief ein. Er glaubte nicht, dass der Bandit Cliff in der Lage sein würde, sie in dieser Nacht zu behelligen. Es war Barneys erste Wache. Der Hibernier hielt bis Mitternacht im Käfig gewissenhaft Ausschau. Dann rief er Pomp, um ihn abzulösen. Der Schwarze hielt bis in die frühen Morgenstunden gut Wache. Die Dunkelheit war überaus dicht. Um diese Zeit verspürte Pomp eine flaues Gefühl in der Magengegend und ein großes Verlangen nach Wasser. Sein Durst wurde immer verzehrender, und es schien ihm, als müsse er ihn um jeden Preis stillen. Doch als er in den Tank sah, stellte er fest, dass dieser leer war. Es gab keinen Schluck kaltes Wasser mehr im Wagen. Angesichts dieser ernüchternden Feststellung wurde Pomp nachdenklich.
»Ich denke mir bloß, wenn ich ein bisschen Wasser hätte, wäre alles wieder gut«, murmelte er; »aber wie zum Teufel soll dieser Weiterlesen
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