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Dark Empire

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Vergessene Werke

Die Hexen von Forres – Kapitel 7

Die Hexen von Forres
Oder: Der unglückliche König Stuart Robert III. und seine Söhne
Eine wahre Schauergeschichte aus alter Zeit
Siebentes Kapitel

Verrat und Tod

Zwölf Tage waren wieder verflossen. Mit pünktlicher Treue hatte das alte Mütterchen tagtäglich zu essen und zu trinken gebracht. Ja, sie tat während dieser Zeit noch mehr. Allmählich machte sie Vorbereitungen zu seiner Befreiung, ohne dem Prinzen etwas davon mitzuteilen. Als sie ihm durch die Kelleröffnung zuflüsterte, dass er sich zu seiner Befreiung um zwölf Uhr Mitternacht bereithalten sollte und, um ihn stärker und kräftiger zu machen, ihm Weiterlesen

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 32

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Eine lustige Geschichte von den Zwergen bei Dorste

In Dorste bei Osterode hausten viele Zwerge. Als einst ein Mädchen in den Wald ging, um Erdbeeren zu suchen, wurde es von der kleinen Schar bemerkt, umringt und mit in deren Höhle genommen.

Das Mädchen bat sie, fortzulassen; aber dem einen der Zwerge gefiel sie so sehr, dass er beschloss, sie zu seiner Frau zu nehmen. Die anderen Zwerge waren damit einverstanden und darum wurde die Arme ganz streng bewacht. Der Tag der Hochzeit wurde bestimmt, die Zwerge wollten nur noch die benachbarten Brüder zu dem frohen Fest holen. Währenddessen sollte die Braut ihre Behausung hübsch säubern und alles zur Hochzeit Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 73

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

80. Das Stroh des Nixes

Zu Kappeln, einem Städtchen im Strasburger Gebiet, erzählt man sich die folgende Geschichte:

Es wohnte einmal eine Wehmutter in der Stadt, zu der kam der Wassermann und bat sie, seiner Frau in Kindesnöten beizustehen. Die Wehmutter wollte jedoch nicht vor großer Furcht, aber der Nix bat so lange, so flehentlich und gelobte ihr so teuer, dass ihr kein Leides geschehen solle, bis sie endlich mit ihm ging. Als sie ans Wasser kamen, schlug der Nix mit einer Rute darauf. Es teilte sich zur Stunde und beide stiegen eine Wendeltreppe nieder und kamen in eine Kammer, wo eine Wasserfrau auf einem kostbaren Bett in Kindesnöten lag. Als die Weiterlesen

Die Hexen von Forres – Kapitel 6

Die Hexen von Forres
Oder: Der unglückliche König Stuart Robert III. und seine Söhne
Eine wahre Schauergeschichte aus alter Zeit
Sechstes Kapitel

Eine Freundin in der Not

In solcher Lage verlebte Rothsay bereits 4 Tage mit seinem knochigen Zellengenossen, ohne dass er in seiner stillen Kerkereinsamkeit gestört worden wäre, außer mittags und abends, wo der Kerkermeister ihm Speise und Trank vorsetzte, aber ohne ein Wort zu sprechen.

Daran wäre dem Prinzen nun wenig gelegen gewesen, ob dieser ihm das Essen schweigend oder plaudernd Weiterlesen

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 31

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Die Teufelsbäder

In der Gegend von Osterode findet man in finsterem Wald mehrere Teiche, welche Teufelsbäder genannt und vom Volk ängstlich gemieden werden. Die Sage erzählt, dass der Teufel, wenn es ihm am Abend in der Hölle zu heiß würde, hier Bäder zur Abkühlung nähme. Bald will man große menschliche Glieder aus dem finsteren Spiegel des Teiches hervortauchen gesehen haben, bald wieder den Schweif einer riesigen schwarzen Schlange, die sich in vielen Windungen zusammengerollt habe. Auch große Feuerklumpen stürzen oft vom Himmel ins Teufelsbad. Bei Nacht wagt sich kein Wanderer in die Nähe der Bäder, denn der Teufel versucht ihn durch Irrlichter ins Wasser zu Weiterlesen

Der Fluch von Capistrano – Kapitel 5

Johnston McCulley
Der Fluch von Capistrano
New York. Frank A. Munsey Company. 1919
Ursprünglich in fünf Teilen in der All-Story Weekly ab der Ausgabe vom 9. August 1919 als Serie veröffentlicht.
Kapitel 5
Ein Ausritt am Vormittag

Am nächsten Morgen legte sich der Sturm. Es gab nicht eine einzige Wolke, die das perfekte Blau des Himmels trübte. Die Sonne war hell, Palmwedel funkelten im Sonnenlicht. Die Luft war erfrischend, als sie vom Meer aus in die Täler wehte.

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Deutsche Märchen und Sagen 72

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

78. Kind im Wasser

Zu Boyghem in Ostflandern ging einmal eine Frau zum Bach, um Wasser zu schöpfen, und fand im Bach ein allerliebstes Kind liegen. Mitleidig nahm sie das Kind heraus, drückte es in die Arme und trug es mit sich nach Hause, wo sie es sorgfältig wickelte, wärmte und es auf ein Kissen schlafen legte. Dann lief sie schnell zu einer Nachbarsfrau, um von der eine Wiege zu leihen, bekam die auch und machte ein Bettchen darein. Als das Kind erwacht war, gab sie ihm zuerst Milchbrei, dann legte sie es in die Wiege. Doch kaum begann sie zu wiegen, als Weiterlesen