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Vergessene Werke

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 18

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Die Harburg

Nahe bei Wernigerode liegt eine Bergkuppe, welche der Zwölfmorgen genannt wird. An sie lehnt sich ein anderer, kegelförmiger Berg an, auf dessen wenig umfangreichem Scheitel einst die Harburg thronte.

Diese Burg bestand nach der ältesten Bauart solcher Ritterburgen nur aus einem mächtigen Turm. Kein Wunder, dass sich dem letzten Besitzer derselben, der eine große Familie hatte, der Mangel an Raum sehr fühlbar machte. Gern hätte er sein Stammschloss vergrößert, aber der Berg bot zu wenig Platz. Sich auf einer anderen Höhe anzusiedeln, das hätte unendliche Schwierigkeiten und große Kosten verursacht.
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Der Arzt auf Java – Zweiter Band – Kapitel 10 – Teil 3

Alexander Dumas d. Ä.
Der Arzt auf Java
Ein phantastischer Roman, Brünn 1861
Zweiter Band
Kapitel 10, Teil 3

Die finstere Majestät der Umgebung, die fantastische Schönheit Coras, welche durch den ersterbenden Schein des Feuers beleuchtet wurde, sodass sie als eine Priesterin der Nacht erschien, ihre aufgeregte Stimme bei der Monotonie ihrer Anrufung. Alles diente dazu, Eusebius Einbildungskraft zu ergreifen und sein Herz zu erweichen. Zum ersten Mal, seitdem er Gavoet verlassen hatte, vergaß er den reichen Schatz, dessen Eroberung er entgegenschritt. Er stand atemlos da, geteilt zwischen einem unbestimmen Schrecken und einem neuen Gefühl, Weiterlesen

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 57

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

57. Wie Rübezahl armen Leuten übers Gebirge hilft.

Ja, die Leute aus den großen Städten und da unten aus dem Land herauf, glauben manchmal vom Gebirge gar dummes und verkehrtes Zeug. Die Gebirgsführer tun aus mancherlei Gründen noch viel dazu, sie darin zu bestärken; aber das denken sie sich nicht, mit welchen Beschwerden hier die Menschen zu kämpfen haben und wie sauer sie es sich müssen werden lassen. Sie schauen das Gebirge mit offenem Mund an, beneiden die Bewohner Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 58

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

59. Rose aus des Toten Mund

Im Kloster Doel lebte ein Mönch, der alle Tage fünf Psalmen sang, die mit den Anfangsbuchstaben des Namens der Heiligen Mutter begannen. Es geschah nun im Jahre 1186, am Fest des heiligen Andreas, als sich die Mönche zur Nachtvigilie in der Klosterkirche versammelt hatten, dass der Subprior rund ging, um zu sehen, ob alle da wären. Er fand alle zugegen, seinen Bruder Josbert, jenen frommen Marienverehrer, ausgenommen. Das wunderte ihn und er ging zur Schlafkammer und zu Josberts Bett, denn er dachte ihn noch schlafend zu finden, aber er fand Weiterlesen

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 17

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Der Mönchsbrunnen

Als einst das Kloster Himmelpforte bei Wernigerode zerstört wurde und alle Mönche fliehen mussten, da wandten sich die meisten zum Brocken, weil ihnen dort ein Versteck am sichersten schien. Der Abt des Klosters, welcher den Anstrengungen der Flucht erlegen war, wurde dort an der Mönchlagerstätte in einem goldenen Sarg begraben. Die Übrigen aber suchten später einen anderen Zufluchtsort, irgendein Kloster zu erreichen.

Einer derselben, Waldamus geheißen, hatte sich nicht entschließen können, nur um sein eigenes Leben zu retten, alle heiligen Geräte und Kostbarkeiten der Kirche den Feinden zu lassen. Bei seiner Flucht aus Himmelpforte nahm Weiterlesen

Der Fluch von Capistrano – Kapitel 1

Johnston McCulley
Der Fluch von Capistrano
New York. Frank A. Munsey Company. 1919
Ursprünglich in fünf Teilen in der All-Story Weekly ab der Ausgabe vom 9. August 1919 als Serie veröffentlicht.
Kapitel 1
Pedro, der Aufschneider

Wieder und wieder schlug das Regenblech gegen das Dach aus rotem spanischem Ziegel. Der Wind kreischte wie eine gepeinigte Seele. Rauch stieg aus dem großen Kamin empor, nachdem die Funken über den harten Erdboden geworfen wurden.

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