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Vergessene Werke

Carrier, der Erzteufel – Teil 7

Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenbaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860

Ein Unbekannter

»Still! Horcht! Hört ihr nichts? Dort in der finsteren Ecke, beim Flaschenzug der Versenkung?«

»Ich höre nichts!«
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Casparino – 4. Kapitel

Casparino
genannt der Bluthund, der furchtbare Räuberhauptmann, und seine verruchten Mordgesellen, der Schrecken zwischen Rom und Neapel
Ein Schauerblick in das italienische Banditenleben
Verlag von J. Lutzenberger in Burghausen

IV.

Nach nicht langer Zeit hatte sich Casparino mit Gusto und Juras in Pisa eingefunden und im Gasthaus Zum römischen Kaiser das Absteigquartier genommen. Ersterer erschien in der Gesellschaft als Graf Maroni und gab Juras für seinen Leibarzt, den Doktor Camillus aus. Gusto wurde als Marchese de la Alferi vorgestellt. Sie hatten Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 150

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

195. Sankt Gudulas Grab bestohlen

Die heilige Gudula wurde mit vielem köstlichen Schmuck und Edelsteinen geziert begraben. Das hatte ein Dieb gesehen. Der ging bei nächtlicher Weile zu dem Grab und nahm all das reiche Gut von dem heiligen Leichnam bis zu den Armbändern ab. Das blieb aber nicht ungestraft. Wenige Tage danach, als die Mädchen Hand in Hand auf der Straße tanzten, kam auch des Grabschänders Tochter. Die trug Gudulas Armbänder und mengte sich unter die Tanzenden.
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Das Buch vom Rübezahl – Teil 20

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

21. Wie Rübezahl Buttermilch verkauft

Zwei Messerschmiedegesellen, die auch einmal über das Gebirge reisten, setzten sich, da sie unterwegs Hunger empfanden, auf einem Felsstück nieder, langten aus ihrem Säckel hervor, was sie Gutes mitgenommen hatten, und wünschten sich dazu recht sehnlich einen frischen Trunk. Diesen Wunsch hatten sie kaum ausgesprochen, als sie einen Mann gewahr wurden, der mit zwei Krügen in der Hand auf sie zukam.

Auf die Frage, was er Gutes darin habe, war die Antwort: Buttermilch; worüber die durstigen Wanderer sehr Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 19

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

20. Der Rosstäuscher

Ein jüdischer Rosstäuscher kam mit etlichen schönen Pferden von Prag über das Gebirge und kehrte in ein am Berg gelegenes Wirtshaus ein, um allda auszuruhen und die Pferde abzufüttern. Unter andern hatte der Mann einen Rotschimmel, ein ungarisches Pferd von trefflichem Wuchs. Eben ein solches Pferd hatte auch der Wirt und die Rosse sahen einander so ähnlich, dass sie kaum zu unterscheiden waren.

Gleichwohl schien dem Rosstäuscher des Wirtes Pferd das bessere zu sein. Darum drang er ernstlich in Weiterlesen

Carrier, der Erzteufel – Teil 6

Carrier, der Erzteufel, in eine Menschenbaut eingenäht, der in wenigen Monaten in der französischen Stadt Nantes mehr als fünfzehntausend Menschen von jedem Alter und Geschlecht erwürgen, ersäufen, erschießen, martern und guillotinieren ließ, ein blutdürstiges Ungeheuer und höllischer Mordbrenner
Zur Warnung vor blutigen Revolutionen
Von Dr. F. W. Pikant (Friedrich Wilhelm Bruckbräu)
Verlag der J. Lutzenbergerschen Buchhandlung, Altötting, 1860

Teuflische Geschichten

»Indem ich nun auf das Entstehen der Französischen Revolution übergehe«, fuhr Richard fort, »muss ich im Voraus sagen, dass leider Ludwig XVI. ein edler, herzlich guter, aber schwacher König, das große Sündenbad Weiterlesen