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Die drei Templer

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Vergessene Werke

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 52

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

52. Wie Rübezahl an einem Unvorsichtigen ein Exempel statuiert und doch dabei ihn und sogar einen Feldwebel zufriedenstellt.

Man muss es dem Rübezahl lassen, dass er auf alle Art bedacht war, die Menschen klüger und besser und wenigstens vorsichtiger zu machen, und dass er manchmal einen Unfall veranlasste, der zu größerer Vorsicht aufrief. Wenn nun so ein Glashändler oder Glasträger mit Glas übers Gebirge ging, so bedurfte er auch der Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 54

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

55. Kaninchen auf dem Kirchhof

Ein Mann aus Kortryk kam abends spät noch über den Kirchhof und sah da ein schönes, weißes Kaninchen herumhüpfen. Ah, dachte er bei sich selbst, das Tierchen will ich mir fangen. Es ist etwas für Sonntag. Er nahm seinen Hut in die Hand und

lief hinter dem Kaninchen bis an die Kirchtür. Da schmiss er den Hut darauf, sodass es drunter saß.

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Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 12

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Die Teufelsmauer

Meilenlang zieht sich am Ostrand des Harzes mitten durch die vorgelagerte Ebene ein steiler, schmaler Bergrücken hin, dessen Spitze von einer fortlaufenden Kette grotesker und fantastischer Felsgestalten gekrönt ist. Bei Blankenburg hebt er an und erst gegen Ballenstedt hin findet er sein Ende. Seine Formen sind so auffällig und abenteuerlich, dass es uns natürlich erscheint, wenn sich des Volkes Gedanken und Witz mit ihnen beschäftigt haben. Dieser Bergrücken heißt die Teufelsmauer.

Wie von Riesenhänden zusammengefügt, steigen die Felsen bald als schroffe Klippen in die Höhe, bald fallen sie Weiterlesen

Diane Teil 2 – Kapitel 16

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Sechzehntes Kapitel

Der Gang ins Gericht

Um zu beschreiben, was nun folgte, müssen wir um einige Stunden zurückgehen und in das Kabinett treten, wo der Baron Franz eben seine Toilette beendete, bei welcher Gelegenheit folgendes Gespräch mit seinem Bedienten Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 53

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

53. Das weiße Kaninchen zu Dendermonde

Auf dem Wällchen (Vestje) zu Dendermonde wohnte vor alten Zeiten eine Milchfrau, die ihren Kunden allzeit getaufte Milch, das ist Milch mit Wasser vermischt, lieferte. Die Bäuerin starb sonder Beichte und seitdem schwärmte ihr Geist jede Nacht in Gestalt eines weißen Kaninchens um, welches rief:

Ik heb myn ziel aen den duivel verkocht
Omdat myn zoete melk niet en dogt.
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Das Gespensterhaus – 2. Kapitel Teil 1

August Heinrich Brass
Das Gespensterhaus
Eine Geistergeschichte aus Berlins Gegenwart
Verlag Louis Quien, Berlin, 1847

2. Kapitel Teil 1

Handelt von einigen Bewohnern des Gespensterhauses.

Es hatte ans Fenster gepocht – allerdings. Aber es war nur der Wind gewesen, der an die morschen Fensterrahmen gerüttelt hatte, denn es gibt nicht gerade Leute, die mit ausgestreckter Hand bis an das Fenster eines dritten Stockwerks reichen können, wenn sie sich nicht einer Leiter bedienen, um aus irgendeiner Weiterlesen