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Gator, der Söldner

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Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 30

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

30. Jack mit seinem Flötchen

Es sind nun schon mehr denn eins, zwei, drei Jahre verflossen, da lebte ein Bauersmann, der hieß Hänschen von Tichelen und hatte mit seiner Frau einen Sohn, der hieß Jack. Als der Jack ungefähr sechs Jahr alt war, starb Hänschens Frau, seine Mutter. Hänschen gefiel der Witwerstand aber nicht gar sehr und er sah sich bald nach einer anderen Frau um. Als er nun eines Tages in ein reiches Haus in der Stadt Holz brachte, sah er daselbst eine Magd. Die stand ihm an und er fragte sie: »Willst du meine Frau werden?«

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Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 35

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

35. Wie Rübezahl einem armen Bauern Geld leiht.

Ein Bauer in Petersdorf war teils durch böse Menschen, teils durch schlechte Jahre in tiefste Armut geraten und wusste sich nicht mehr zu helfen. Besonders drängte ihn aber ein hartherziger Gläubiger wegen 100 Taler, die er ihm schuldig war, denn 100 Taler waren damals gar viel Geld.

Da sagte sein Weib: »Gehe hinunter zu unseren Vettern und sprich sie um die 100 Taler an. Sie sind reich und Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 29

Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

29. Herr Halewein

Es war einmal ein Herr, hieß Herr Halewein, der sang also lieblich und fein, dass jedermann davon bezaubert war und bei ihm sein wollte. Nun war da auch eine schöne Königstochter, als die ihn singen hörte und ihn sah, da blieb sie vor ihren Herrn Vater stehen, sprach: »Ach, Vater, lass mich zu Herrn Halewein gehen.«

Sprach der König: »Nein, mein Töchterlein, wer zu dem geht, der kehrt nicht wieder. Schon manch einer ließ bei ihm sein Leben.«
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Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 34

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

34. Wie Rübezahl vier übermütige Musterreiter straft.

Manchmal hatte sich einer wirklich über Rübezahl ärgern können, wenn man sah, wie wenig er mit der Welt bekannt war. So saß er eines Tages oben auf dem Grubenstein, der von ihm Rübezahls Kanzel genannt wird, und sah hinunter auf die Welt und dachte an das und jenes. Da kamen an ihn heran drei Reisende, so sich das Gebirge besehen wollten, berochen sich, wie die Hündlein zu tun pflegen, und kamen endlich miteinander ins Gespräch. Es Weiterlesen

Diane Teil 2 – Kapitel 7

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Siebentes Kapitel

Der Dämon auf dem Dach

An der nördlichen Küste, von Kolberg weiter aufwärts, lag das Stammschloss der Grafen von Windeck-Wardeck, wohin wir nun den Leser ungesäumt führen müssen, um hiermit den Schauplatz der Entwicklung unserer Weiterlesen

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 33

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

33. Wie Rübezahl einige Krakeler belehrt.

Es weiß jeder, der einen Krieg mit durchgelebt hat, was das sagen will, und dass keiner gut durchkommt, wenn er unter böse Rotten gerät. So war es besonders im Dreißigjährigen Krieg. Damals kam auch ein Haufen Reiter ans Gebirge, wollten hinüber nach Böhmen und meinten, ums Gebirge herumzureiten sei viel zu umständlich. Man müsse gerade drüber die Sturmhaube hinauf. So ritten sie denn drauf los und dachten: Wenn ihr den Weg nicht Weiterlesen