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Vergessene Werke

Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel X, Teil 4

Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.

Kapitel X, Teil 4

Kaum Platz genommen, erhob sich Herzog Michel von seinem Sitz und begann: »Meine Herren Lords! Es muss Ihnen bereits bekannt sein, auf welche scheußliche Weise abermals ein Soldat des englischen Heeres, ein Husar vom 7. Regiment, sein Leben verlor und zu Tode gepeitscht wurde. Ich trage nun darauf an, für den Augenblick alles andere ruhen lassend, dass ein Gesetz in Vorschlag gebracht werde, welches ein für alle Mal die Peitschenstrafe bei unserem Heer aufhebt. Ist es nicht eine Schande für Großbritannien, dass dessen Krieger noch immer durch die siebenschwänzige Katze in Zucht und Ordnung gehalten werden sollen – nicht müssen; denn der englische Soldat besitzt ebenso viel Ehrgeiz und steht auf derselben Stufe der Bildung wie der französische und deutsche, und wenn er hie und da mehr Rohheit zeigt, so ist es gerade diese rohe Behandlung, welche sie erzeugt. Fast in allen deutschen Staaten ist das Stockregiment abgeschafft, und wir, die wir uns das freie England nennen, an die Spitze der zivilisierten Nationen stellen wollen, wir Weiterlesen

Der Kapitän Fracasse – Band 1 – 5.1.

Théophile Gautier
Der Kapitän Fracasse
Ein Mantel-und-Degen-Roman, 1863
Band 1
Fünftes Kapitel Teil 1
Beim Herrn Marquis

Im Strahlenglanz eines schönen Morgens entwickelte sich das Schloss Bruyères auf die vorteilhafteste Weise von der Welt. Die am Saum der großen Ebene gelegenen Domänen des Marquis waren ergiebiger Boden, und der unfruchtbare Sand stieß mit seinen letzten weißen Wogen an die Mauern des Parks.

Ein Anstrich von Gedeihen, welcher zu der Armseligkeit der Umgebung einen entschiedenen Gegensatz bildete, erfreute das Auge auf angenehme Weise, sobald man den Fuß hineinsetzte.

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Die Virginier – Erster Band – 15. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
15. Kapitel

Ein Sonntag in Castlewood

Der zweite Tag nach Harrys Ankunft in Castlewood war ein Sonntag. Die zum Schloss gehörende Kapelle war gleichzeitig die Dorfkirche. Eine Tür vom Haus aus führte zu einem großen Prunkgestühl, welches die Familie einnahm, und hier nahmen sie nach gegebener Zeit alle der Reihe nach ihre Plätze ein, während eine recht zahlreiche Gemeinde aus dem Dorf die Bänke darunter füllte. Einige wenige alte, staubige Banner hingen vom Kirchendach, und Harry fand Gefallen an der Vorstellung, dass sie von Gefolgsleuten seiner Familie in den Kriegen des Commonwealth getragen worden waren, an denen seine Vorfahren, wie er wohl wusste, einen loyalen und glanzvollen Anteil genommen hatten.

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Der hinkende Teufel – Kapitel 5 – 1. Teil

Alain-René Lesage
Der hinkende Teufel
Pforzheim 1840

Fünftes Kapitel – 1. Teil
Fortsetzung der Liebesgeschichte des Grafen von Belflor

Don Luis ging sehr früh zum Grafen, der sich immer noch unentdeckt wähnte, und daher über diesen Besuch höchlich verwundert war. Er kam dem Alten entgegen, umarmte ihn mehrere Male hintereinander und sagte: ›Ich bin unendlich erfreut, Euch bei mir zu sehen. Wolltet Ihr mir vielleicht eine Gelegenheit bieten, Euch zu dienen?‹

›Herr Graf‹, antwortete Don Luis, ›ich wünschte, mit Euch allein zu sein.‹

Belflor ließ seine Bedienten abtreten. Sie setzten sich und nun nahm der Alte das Wort. ›Herr Graf‹, sagte er, ›meine Ehre und meine Ruhe machen eine Erklärung nötig, um die zu bitten ich gekommen bin. Ich habe Euch heute früh aus Leonores Zimmer Weiterlesen

Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt – Kapitel 2

Ralph Alexander, Serge Patrice

Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt

Zusammenfassung des bisherigen Geschehens

Im Jahre 1491, im Nachgang eines universitären Tumults, der mit der Ermordung des Rektors endete, wird Amaury de Preuilly-Montfort, ein Pariser Scholar, zu Unrecht inhaftiert. In den Kerkern des Grand-Châtelet erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft: Seine Mutter schwebt in tödlicher Gefahr. In seiner Verzweiflung klammert er sich an die Hoffnung, die ihm ein Unbekannter bietet, der ihn im Gefängnis aufsucht und ihm die Flucht verspricht. Doch als der Moment der Freiheit greifbar scheint, enthüllt der Fremde sein wahres Gesicht. Er ist kein Retter, sondern sein Erzfeind – jener Verräter, der seine Familie ins Verderben stürzte, den Mord an seinem Vater und Bruder verantwortet und seine Mutter in eine dunkle Staatsaffäre gezogen hat. Grausam hat er Amaurys Hoffnung genährt, nur um ihn nun umso tiefer in die Abgründe der Verzweiflung zu stoßen. Die Rettung der Mutter scheint für Amaury endgültig verloren.

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