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Im Original Allan Pinkerton

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 30

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 30

Am 15. August suchte White Maroney im Gefängnis in der Eldridge Street auf. Er schilderte im Detail, was in Jenkintown vorgefallen war, und erklärte Maroney, dass er das Geld an einem sicheren Ort in Philadelphia versteckt habe. Das entsprach zweifellos der Wahrheit, denn das Geld lag sicher in den Tresorräumen der Adams Express. Ich hielt es für das Beste, die Ausgaben so rasch wie möglich zu drosseln, und wies White an, Maroney davon zu überzeugen, dass Jenkintown kein sicherer Ort für seine Frau sei und sie besser von dort verschwinden sollte. Er sollte versuchen, Maroney dazu zu bewegen, sie in den Westen zu schicken – wenn möglich nach Chicago. Er erzählte Maroney, er fürchte, dass einige der Express-Leute seine Frau beobachteten, und dass sie, wenn er nicht aufpasse, dazu verleitet werden könnte, ihn zu verraten und alles auszuplaudern. Er betonte seine Abneigung, in die Angelegenheiten Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 29

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 29

In Jenkintown gab es keine Atempause; der Kampf war in vollem Gange und verlief hervorragend. Das Frühstück im Hause Cox fiel spärlich aus. Selbst die Kinder wurden vernachlässigt, da alle Erwachsenen des Haushalts nach dem Buchhändler Ausschau hielten.

»Schwester Ann! Schwester Ann! Siehst du schon jemanden kommen?«, rief man immer wieder.

Ab und zu ging jemand zum Tor und blickte besorgt die Straße hinunter in Richtung Philadelphia. Mrs. Maroney wartete ungeduldig auf die Ankunft von Madam Imbert. Sie musste sich nicht lange gedulden, denn die Madam kam gleich nach dem Frühstück herunter. Mit ihrer gebieterischen Erscheinung und ihrem entschlossenen Gesichtsausdruck wirkte sie wie ein General, der Befehle erteilt. Sie war Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 28

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 28

Die Zeit verging, und am dritten Tag nach dem Ausflug nach Philadelphia war Madame Imbert bei Mrs. Maroney, die ununterbrochen davon sprach, das Geld herauszugeben. Sie spielte auf Cox’ Haltung in dieser Frage an. Er hatte erklärt, dass er White das Geld niemals geben würde; er kenne den Mann nicht und würde niemandem vierzigtausend Dollar anvertrauen. Er betonte, dass er das Geld nun in seinen Händen habe und es auch behalten werde. Sie bestand darauf, dass man ihr die Angelegenheit überlassen sollte, um sie nach ihren eigenen Vorstellungen zu regeln. Mrs. Cox war – genau wie ihr Ehemann – fest dazu entschlossen, dass White das Geld nicht bekommen sollte. Alles sprach gegen die Chance, dass White an das Geld gelangen würde.
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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 27

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 27

»White, ich werde meiner Frau einen Brief schreiben, der Ihnen den Weg ebnen wird, ihr vollstes Vertrauen zu gewinnen.«

»Wie wollen Sie das anstellen?«, fragte White.

»Ich werde ihr schreiben, dass Sie kommen und dass Sie sich ausweisen werden, indem Sie ihr einen Brief von mir überreichen.«

»Ja, aber was, wenn sie das Geld nicht herausgibt? Ich könnte nicht noch einmal zurückgehen, da einige der Detektive mich verdächtigen und in Gewahrsam nehmen könnten.«
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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 26

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 26

Am 27. Januar hatte ich einen sehr arbeitsreichen Tag, und unter zahlreichen anderen Paketen gab es vier, die meine Aufmerksamkeit erregten: eines für Charleston, South Carolina, über 2500 Dollar und drei für Augusta, Georgia, über 30.000, 5.000 beziehungsweise 2500 Dollar. Chase sollte am Morgen auf Tour gehen, und das war der Moment zum Handeln. Ich besorgte mir einen alten Koffer, der im Büro herumlag, und packte ihn voll mit verschiedenen Gegenständen, darunter vier Kisten Zigarren. Früh am Morgen war ich bereits im Büro. Chase kam bald herein, zog seinen Safe an den Schalter und begann, die auf dem Frachtbrief vermerkten Pakete abzuhaken, während ich sie aufrief und in den Beutel legte. Hätte er die Firmenvorschriften befolgt, hätte er jedes Paket einzeln in die Hand nehmen und in den Beutel legen müssen, aber er erlaubte mir leichtfertig, die Beträge aufzurufen und die Pakete selbst zu Weiterlesen →