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Einsendeschluss 31.05.2021

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Marshal Crown – Band 41

Nachts, wenn die Zaunschneider reiten

Hamilton County, Texas, 31.Oktober 1876

Charles Dawley saß in seinem Schaukelstuhl, den er sich auf die Veranda gestellt hatte, und genoss die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages. Er wusste, dass sein lieb gewonnenes, spät nachmittägliches Ritual schon bald der Vergangenheit angehören würde, denn der Herbst neigte sich seinem Ende zu und in den Nächten wurde es bereits empfindlich kalt.

Deshalb wollte er nach seinem Tagewerk die wenigen verbleibenden Sonnenstunden des ausklingenden Jahres noch so lange genießen, wie es ging. Er machte die Beine lang, zog sich den Hut in die Stirn und lauschte dem Gurgeln und Glucksen des nahen Leon Rivers.
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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 11

Wir blieben etwa zehn Tage an der Nordspitze des Cache Valley, in einer kleinen Bucht, die oftmals Ogden’s Hole genannt wird, um einem Gentleman mit diesem Namen von der Hudson Bay Company zu ehren, der ihr seit einigen Jahren einen Besuch abstattete. In der Zwischenzeit amüsierten sich die Männer auf verschiedene Weise, mit Trinken, Pferderennen, Glücksspiel usw. Zur gleichen Zeit berichtete mir Mr. J. H. Stevens, ein intelligenter und hoch geschätzter junger Mann, von seinen Abenteuern mit Robidoux, was von anderen Mitgliedern der Gruppe bestätigt wurde.

»Nachdem wir Sie verlassen hatten«, sagte er, »kamen wir an die Quelle von Ham’s Fork, überquerten Smith’s Fork und trafen dort auf eine Gruppe von Irokesen, die uns darüber informierten, dass Smith, Sublette und Jackson, drei Partner, die seit einigen Jahren im Geschäft dieses Landes tätig waren, sich an eine neue Firma, die Rocky Mountain Fur Company, beteiligt hatten. Diese Vereinbarung wurde am Wind River, einer Quelle des Big Weiterlesen

Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 10

Am 20. September verließen fünf von uns die Gruppe, um an mehreren kleinen Bächen in der Nähe des Bear River zu jagen.  Wir begaben uns zur Mündung des Muddy und folgten dem Bear River fünfzehn Meilen bis zur Mündung von Smith’s Fork, wo wir vor Kurzem Spuren von Fallenstellern und Indianern sahen.  Am selben Abend wurde ich von meinem Pferd geworfen, wobei mein Gewehr so beschädigt wurde, dass es völlig nutzlos war.  Die Gefühle eines Trappers kann man sich besser vorstellen als hier beschreiben, nachdem er seine einzige Lebens- und Verteidigungsgrundlage verloren hat und ganz auf die Nächstenliebe seiner Kameraden angewiesen war. Sollte er einmal unbeabsichtigt von ihnen getrennt werden, muss er entweder jämmerlich zugrunde gehen oder Entbehrungen und Qualen erleiden, verglichen mit denen, die den Tod als Gnade empfinden, bevor er die Gefährten finden kann.

Von Smith’s Fork gingen wir hinunter zur Talma’s Fork, – so benannt zu Ehren des großen französischen Weiterlesen

Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 9

Am sechzehnten Tag brach ich mit Mr. Dripps und drei weiteren Personen nach Cache Valley auf.  Wir passierten den Fluss einige Meilen flussaufwärts, überquerten ihn und folgten einem Bach westwärts bis zu seiner Quelle im Berg, den wir dann bis zu seinem Gipfel bestiegen.  Der Kamm des Berges war mit einigen verstreuten Zedern geschmückt, hier und da mit einem kleinen Espenhain und gelegentlich mit wildem Salbei.  Von dieser Höhe aus konnte man in allen Richtungen schneebedeckte, pyramidenförmige Granitgipfel sehen, die in die Wolken ragten.  Erhaben, feierlich, majestätisch erhoben sich auf allen Seiten diese gigantischen Formen, überblickten und bewachten die Armee der kleineren Hügel und Berge, die unten lagerten, und zeigten stolz auf ihre schneebedeckten Kämme, auf denen die Sterne im Abendlicht die Feuer der Ewigkeit entzündeten.

Von der steilen Westseite der Höhe, auf der wir standen, bot sich uns eine der angenehmsten Aussichten, die man sich vorstellen kann, und bestätigte unsere Vision.  Es war der Little Lake, der sich vom Fuße des Berges Weiterlesen

Marshal Crown – Band 40

Zwei Kugeln für den Frieden

Es war kalt und es regnete, als sich an diesem späten Novembernachmittag fünf Reiter von Süden her der kleinen Postkutschenstation am Trinity River näherten.
Genauer gesagt regnete es schon den ganzen Tag, zwar nicht besonders stark, aber dafür stetig. Das ganze Land glich inzwischen einer einzigen großen Wasserpfütze.
Die Männer hatten sich deshalb weit im Sattel vorgebeugt, ihre Ölmäntel bis zum Hals zugeknöpft und die Hüte tief in die Gesichter gezogen. Aber ausweichen konnten sie dem Regen trotzdem nicht, sie ritten genau gegen den Wind.
Die Reiter lenkten ihre Pferde durch den knöcheltiefen Morast des Overland Trails bis zu einem überdachten Unterstand seitlich des Stationsgebäudes. Dort stiegen sie aus den Sätteln und schlangen die Zügel ihrer Pferde Weiterlesen

Marshal Crown – Band 39

Fünf gegen Texas

In Te­xas ist der Teu­fel los.

Ob­wohl der Krieg ge­gen Me­xi­ko be­reits mehr als zwei Jahr­zehn­te zu­rück­liegt, ha­ben ei­ni­ge fa­na­ti­sche Ha­zi­en­de­ros die Nie­der­la­ge im­mer noch nicht ver­wun­den. Mit Geld und Be­zie­hun­gen pla­nen sie eine Re­vol­te, die ih­nen ihre ver­lo­ren ge­gan­ge­nen Pri­vi­le­gi­en und Län­de­rei­en zu­rück­brin­gen soll.

Waf­fen­trans­por­te und Nach­schub­de­pots wer­den über­fal­len, Ar­mee­of­fi­zie­re ge­tö­tet.

Als US-Mar­shal Jim Crown Wind von der Sa­che be­kommt, ist es be­reits fünf vor zwölf und in Te­xas bren­nen schon die Lun­ten.
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