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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Serien

Marshal Crown – Band 45

Jim Crowns Todesschwur

Jesse Gibson richtete sein Fernrohr auf die Farm, während die silberne Sichel des Mondes immer höher gen Himmel stieg und das Land allmählich mit seinem kalten Licht überzog.

Yard um Yard studierte er das Anwesen, bis er schließlich zufrieden nickte.

Dann blickte er über die Schulter zurück und wartete, bis seine Männer herangekommen waren und ihre Pferde zügelten.

»Und?«, fragte Ricardo Perez, der vorderste der Reiter.

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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 18

Nach einem langwierigen und mühsamen Marsch lagerten wir schließlich am 13. in einer Prärie, die den zentralen Teil eines großen, halb mit hohen Kiefern bewachsenen Tals bildet, das von einer der größten und westlichsten Quellen des Salmon River bewässert wird.  Hier fanden wir eine Gruppe von Root Diggers, Shoshone ohne Pferde.  Sie ernähren sich vom Fleisch der Elche, Hirsche und Bighorns sowie vom Lachs, der zu den Quellen dieses Flusses aufsteigt und hier in großer Zahl gefangen wird.  Diese werden zuerst zerteilt und getrocknet und dann für den Wintervorrat zerkleinert.  Wenn sie nicht in der Lage sind, Fische oder Wild zu beschaffen, sammeln sie oft große Mengen von Wurzeln als Nahrung, daher ihr Name.  Wir fanden sie äußerst erpicht darauf, Lachs gegen Büffelfleisch einzutauschen, das sie sehr mögen und das sie in diesem Land nie bekommen, es sei denn, sie kaufen es von ihren Freunden, die gelegentlich aus den Ebenen kommen, um mit ihnen zu handeln.  Seit wir das Tal des Gordiez River verlassen haben, haben wir nicht eine Spur von Büffeln gesehen.

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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 17

Das Glücksspiel scheint in der Religion der Flathead nicht verboten zu sein, oder vielleicht gehört es auch nicht zu den tödlichen Vergehen, denn sie sind diesem Laster unheilbar verfallen und spielen oft die ganze Nacht hindurch. Es kommt nicht selten vor, dass Einzelne alles verlieren, was sie besitzen. Ihr Lieblingsspiel wird von den Jägern Hand genannt und von vier oder mehr Personen gespielt. Die Wettenden, die mit kleinen Stöcken ausgestattet sind, schlagen den Takt zu einem Lied, in das sie alle einstimmen. Die Spieler und Wettenden setzen sich ihren Gegnern gegenüber, und das Spiel wird von zwei Spielern, einem auf jeder Seite, eröffnet, die jeweils mit zwei kleinen Knochen ausgestattet sind, von denen einer der echte und der andere der falsche ist. Diese Knochen schieben sie einige Augenblicke lang mit großer Geschicklichkeit von Hand zu Hand und halten dann ihre geschlossenen Hände auseinander, damit ihre jeweiligen Gegner erraten können, in welchem der echte Knochen verborgen ist. Dies signalisieren sie durch Zeigen mit dem Finger. Sollte einer von ihnen richtig raten und der andere falsch, hat der erste Anspruch auf beide echte Knochen und auf einen Punkt im Spiel. Die Punkte werden Weiterlesen

Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 16

Die Flathead haben einige Vorstellungen von Religion entweder von frommen Händlern oder von vorübergehenden Geistlichen, die den Columbia River besucht haben, erhalten.  Ihr alter Aberglaube ist den aufgeklärteren Ansichten des christlichen Glaubens gewichen. Sie scheinen tief und gewinnbringend von den großen Wahrheiten des Evangeliums beeindruckt, sehr fromm und ordnungsliebend zu sein und essen, trinken oder schlafen nie, ohne Gott zu danken.  Die Lehren, die sie empfangen haben, sind wesentlich für ihr Glück und ihre Sicherheit in einem zukünftigen Daseinszustand, aber sie stehen ihrer Sicherheit und ihrem Wachstum in dieser Welt entgegen, und das fast auf fatale Weise.  Man hat sie gelehrt, niemals zu kämpfen, außer zur Selbstverteidigung, oder wie sie es ausdrücken, niemals hinauszugehen, um ihre eigenen Gräber zu schaufeln, sondern zu Hause zu bleiben und ihre Frauen und Kinder mannhaft zu verteidigen, wenn sie angegriffen werden.  Diese Politik ist die schlechteste, die man annehmen könnte, und ist in der Tat ein Fehler von tödlichem Ausmaß, denn die Folge ist, dass ein zahlreicher, gut bewaffneter, wachsamer und gnadenloser Feind, mit dem sie von jeher im Krieg waren, Weiterlesen

Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 15

Von der Mündung des Blackfoot River aus wendet sich der Snake River allmählich in Richtung Nordosten ab. In einer Entfernung von zwanzig Meilen verschwinden seine mit Gras bewachsenen Böden und Baumgruppen völlig und machen einer raueren und sterileren Grenze Platz, wo wir anstelle eines reichen Bodens und einer üppigen Vegetation nur Felsen und Sand finden, mit einer gelegentlichen Zwergzeder, verstreuten Kaktusfeigen und einem gigantischen Wachstum dessen, was dort gedeiht, wo nichts anderes gedeihen kann, dem ewigen Wermutkraut oder, wie er hier immer genannt wird, Salbei. Zwanzig Meilen weiter oben kommen wir an die Einmündung des Grays Creek, eines kleinen, spärlich mit vereinzelten Weidenbüschen gesäumten Baches, der in Gray’s Hole zwischen dem Blackfoot und Salt River entspringt und von dort dreißig Meilen nach Norden und zwanzig Meilen nach Westen zu seiner Vereinigung mit dem Snake River fließt. Fünfzehn Meilen oberhalb der Mündung des Grays Creek befinden sich die Forks of the Snake River, ansonsten der Zusammenfluss von Lewis River und Henrys Fork. Der Erstgenannte fließt aus einem Einschnitt im Berg in südöstlicher Richtung, der Letztere entspringt mit Weiterlesen

Marshal Crown – Band 44

Prärieratten

»Wo willst du hin?«

Conrad Lindemann hatte seine Decke zurückgeschlagen und war gerade im Begriff sich zu erheben, als ihn die Stimme seiner Frau mitten in der Bewegung verharren ließ.

Langsam drehte er sich um.

»Ich will nur kurz nach den Tieren sehen, sie sind plötzlich so unruhig.«

Henriette, seine Frau, richtete sich jäh von ihrem gemeinsamen Nachtlager auf, das sie nach Einbruch der Weiterlesen