Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 13
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 13
Die Entführung
Chief Harmon, der Anführer der Vigilanten, wollte die Fährte der Cowboys an dieser Stelle noch nicht aufgeben. Er ließ sich auf eine Diskussion mit Frank Reade jr. ein, wobei seine Argumente durchaus logisch waren.
»Denk doch nur mal scharf nach«, erklärte er. »Die Soldaten werden es keineswegs leicht mit Cliff und seinen Leuten haben. womöglich wenden die Cowboys das Blatt noch. Ich sage dir, es war vorschnell von dem Oberst, uns so rasch sich selbst zu überlassen.«
»Dennoch sollte er seine eigenen Kräfte am besten einschätzen können«, erwiderte Frank.
»Ich glaube nicht, dass er das kann.«
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 12
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 12
Kriegsglück
Genau in jenem Moment, als der tapferen kleinen Truppe von Vigilanten die völlige Vernichtung drohte, traten die US-Soldaten auf den Plan. Nichts hätte gelegener kommen können. Es war die Rettung in letzter Sekunde. Die Gefühle aller beim Anblick der glitzernden Uniformen kann man sich leicht vorstellen.
Ein gewaltiger Triumphschrei ertönte. Ein Aufschrei des Entsetzens kam von den Cowboys.
Dann folgten das Klirren von Stahl und das Blitzen von Säbelklingen. Welcher Streitmacht hätte diesem Angriff standhalten können? Rückwärts wurden die Anhänger von Artemus Cliff gedrängt. Vergebens versuchte der Schurke, sie wieder zu sammeln. Sie gehorchten ihm nicht. Die Übermacht war zu groß, sie brachen ein und flohen in wilder Verwirrung. Im nächsten Moment Weiterlesen
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 11
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 11
Bei den Viliganten
Jeden Moment hätte der Dampf-Mann in die Reihen der Vigilanten stürmen können. Es wäre ein großer Erfolg gewesen, denn Cliff wäre nun in ihrer Gewalt, und der Weg, Jim Travers vor dem Galgen zu retten, wäre geebnet. Aber es sollte nicht sein. Der Bösewicht war zwar eingestiegen, doch wie der schlaue Kerl, der er war, hatte er sich unbemerkt auf den Boden des Wagens gelegt. Er hatte alles beobachtet, und als er sah, dass der Dampf-Mann sicher entkommen würde, wusste er, dass nur eine verzweifelte Aktion ihn jetzt noch retten konnte.
Während Frank und Barney an ihren Posten beschäftigt waren, machte er einen blitzschnellen Sprung zur Käfigtür. Unglücklicherweise hatte Barney sie nicht verriegelt. Ein kurzer Warnschrei kam von Bessie, doch es war zu spät. Der Bösewicht riss die Tür auf und sprang hinaus. Er überschlug sich den Abhang hinunter – teilweise absichtlich, um den Kugeln auszuweichen, Weiterlesen
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 9
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 9
Pomps Fehler
Frank Reade, jr. fühlte sich wie in eine Decke eingerollt und schlief ein. Er glaubte nicht, dass der Bandit Cliff in der Lage sein würde, sie in dieser Nacht zu behelligen. Es war Barneys erste Wache. Der Hibernier hielt bis Mitternacht im Käfig gewissenhaft Ausschau. Dann rief er Pomp, um ihn abzulösen. Der Schwarze hielt bis in die frühen Morgenstunden gut Wache. Die Dunkelheit war überaus dicht. Um diese Zeit verspürte Pomp eine flaues Gefühl in der Magengegend und ein großes Verlangen nach Wasser. Sein Durst wurde immer verzehrender, und es schien ihm, als müsse er ihn um jeden Preis stillen. Doch als er in den Tank sah, stellte er fest, dass dieser leer war. Es gab keinen Schluck kaltes Wasser mehr im Wagen. Angesichts dieser ernüchternden Feststellung wurde Pomp nachdenklich.
»Ich denke mir bloß, wenn ich ein bisschen Wasser hätte, wäre alles wieder gut«, murmelte er; »aber wie zum Teufel soll dieser Weiterlesen
Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 8
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 8
Auf zur Ranch V.
Pläne wurden rasch geschmiedet. Man beschloss, aus strategischen Gründen vorzugehen, da ihre Truppe weitaus schwächer war als die von Cliff.
»Seht ihr, wenn wir die Ranch V. zu einem Zeitpunkt angreifen können, an dem Cliff und der Großteil seiner Männer in den Bergen sind, können wir den Ort einnehmen«, erklärte Frank scharfsinnig.
»Das hat Hand und Fuß«, pflichtete Harmon bei, »aber Sie sind der Boss. Ich sehe schon, dass Sie ein klügeres Köpfchen haben als ich, Mister Reade.«
»Das wollen wir so nicht stehen lassen«, sagte Frank bescheiden, »lassen Sie uns lieber zusammenarbeiten, Mr. Harmon.«
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