Ausschreibung

Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

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Aus dem Wigwam – Kosmogonie der Wyandotte

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Kosmogonie der Wyandotte

ie Götter mögen es wissen, wie lange es schon her ist, dass ein Mädchen in einem Kanu auf dem Wasser, mit dem damals die ganze Erde bedeckt war, umherfuhr. Als dasselbe groß geworden war, wurde es eine berühmte Prophetin und verrichtete allerlei Wunderdinge. Sie verwandelte auch einen Teil des Wassers in Land und setzte einige Indianer darauf. Trotzdem derselben noch sehr wenige waren, so war ihnen die Insel zum Jagen doch zu klein. Als dies die Prophetin sah, setzte sie sich an ihr Feuer und betete zum Großen Geist. Derselbe erhörte ihre Bitte und befahl den Schildkröten und Wasserratten, Erde aus der Tiefe des Ozeans zu holen. Bald hatte dann die Erde ihre jetzige Größe.

Um dieselbe Zeit kamen auch häufig die Engel vom Himmel und unterhielten sich mit den Vorvätern der Wyandotte. Weiterlesen

Im Gespräch mit Olaf Brill über WEGA 3: Im Garten des Unsterblichen

Alexandra Trinley: Olaf, du hast Band 3 der Perry Rhodan-Miniserie Wega geschrieben. Warst du auch am Entwurf des Titelblatts beteiligt?

Olaf Brill: Titel und Untertitel entstanden in einem Ping-Pong zwischen mir und Chefredakteur Klaus Frick. Nachdem das ein paar Mal hin und her geht, sind wir uns eigentlich immer sehr schnell einig und haben am Ende eine Lösung, die uns beiden gefällt.

Das Titelbild entstand in der Kommunikation zwischen Redaktion und Zeichner. Ich glaube, ich hab lediglich einmal in einer Mail angedeutet, dass »Raumjäger vor Gol« ein gutes Motiv wäre.

Alexandra Trinley: Was zeigt das Titelbild?

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Aus dem Wigwam – Unterhaltung eines Indianers mit einem Missionar

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Unterhaltung eines Indianers mit einem Missionar

in presbyterianischer Missionar, der zur Bekehrung der Indianer ausgeschickt worden war, machte eines Tages die Bemerkung, dass nur die selig werden könnten, die Gott dazu ausersehen habe.

»Und wie wird es den anderen Leuten ergehen?«, fragte ihn ein Indianer.

»Sie werden zur Hölle fahren!«

»Das ist sehr unrecht von Gott; ich glaubte immer, er sei viel gerechter. Setzen wir den Fall, ich hätte zwei Söhne und bände dem einen mit einem Strick Arme und Beine zusammen und sagte dann zu beiden: »Jetzt geht auf die Jagd, Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 96

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Rosenblätter

Aus Schotten kam ein Bettelweib den Weg herauf nach Busenborn und sah links vom Eingang des Dorfes auf einem Acker ein großes weißes Tuch liegen und etwas darauf, was von Weitem nicht zu erkennen war. Darüber erstaunte sich die Person, weil es in den letzten Tagen des Herbstes war und man nirgends jemand dabei erblickte. Sie ging deshalb hinzu und sah auf dem Tuch lauter frische grüne Rosenblätter liegen. In den ersten Häusern, wo sie sich ein Stück Brot forderte, sprach sie von dem, was sie gesehen hatte. Die Leute eilten zu dem Weiterlesen

Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Alexandra Trinley: Ben, du schreibst ja auch eigene Romane. Bei Wega tauchst du aber in die Vorstellungswelt des Exposéautors ein. Wie fühlt sich der Übergang an?

Ben Calvin Hary: Das ist für mich eigentlich das Standardszenario. Klar habe ich auch für Maddrax und Ikarus geschrieben und drei eigene Buchromane veröffentlicht, wo man sich seine Exposees selbst schreibt. Aber mein erster Profi-Roman war ja für Perry Rhodan-Arkon, und davor schrieb ich schon Fan-Fiction in der Dorgon-Serie. Das Schreiben nach Vorgabe ist daher für mich die Norm.

Ehrlich gesagt ist der »Übergang« gar nicht so krass, wie man denken würde. Mit ein paar Wochen Abstand, wenn die Distanz zum Text wächst, fühlt sich auch das eigene Exposee an, als hätte es ein anderer geschrieben. Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Eine Hexengeschichte

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Eine Hexengeschichte

in junger Mann, der sich einst auf der Jagd überhitzt und danach ein kaltes Bad genommen hatte, war fieberkrank geworden. Da seine Freunde glaubten, dass er besiegt sei, ließen sie den alten Zauberer Trezue holen. Derselbe war ebenfalls ihrer Meinung, sagte aber, er könne in dieser Angelegen­heit nicht eher etwas tun, bis sie ihm eine Flasche Rum aus dem nächsten Kramladen geholt hätten.

Dies geschah denn auch. Nachdem der Alte manchen herzhaften Schluck getan hatte, gab er die verlangte Auskunft. Der Patient hatte nämlich einem seiner Hunde nicht genug zu essen gegeben, worüber sich derselbe tief beleidigt gefühlt hatte und zu den Wölfen gelaufen war, die darauf beschlossen, den grausamen Herrn zu behexen.
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