Die Ribbon Society: Ursprung und konfessioneller Konflikt
Die Ribbon Society: Ursprung und konfessioneller Konflikt
Die Ribbon Society war ein katholischer Geheimbund, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts als militantes Gegengewicht zum protestantischen Orange Order entstand. Letzterer hatte seit seiner Gründung im Jahr 1796 in ganz Ulster massiv an Mitgliedern und politischem Einfluss gewonnen. In ihrer Tradition knüpfte die Ribbon Society an die Defenders und Whiteboys an – Gruppierungen, die bereits in früheren Phasen der unruhigen Geschichte Ulsters aktiv gewesen waren.
Das primäre Ziel der Gesellschaft war der Widerstand gegen die prekären Lebensbedingungen der katholischen Pachtbauern und Landarbeiter. Die Ungleichheit jener Ära war tief verwurzelt: Katholiken besaßen kaum Rechte, während skrupellose Grundbesitzer ihre Pächter oft willkürlich und ohne Vorwarnung von Haus und Hof vertrieben. Zudem belastete die Pflicht zur Zahlung von Zehntabgaben an die protestantische Staatskirche die Bevölkerung; eine Institution, von der die Katholiken weder geistlichen Beistand noch Gehör für ihre sozialen Nöte erfuhren.
Zusätzlichen Zündstoff bot eine großangelegte Kampagne zur Konvertierung irischer Katholiken zum Protestantismus – die erste Weiterlesen
Nordische Mythologie – Band 1 – Teil 2
Benjamin Thorpe
Nordische Mythologie, umfassend die wichtigsten Volksüberlieferungen und den Volksglauben Skandinaviens, Norddeutschlands und der Niederlande Zusammengestellt aus Original- und anderen Quellen. In drei Bänden
Band 1
London 1851
Abschnitt I.
Erster Teil
Eine Betrachtung der Mythologie des Nordens beginnt mit der Schöpfung. Am Anfang der Zeit existierte im Norden eine Welt namens Niflheim (Niflheimr), in deren Mitte ein Brunnen namens Hvergelmir lag, aus dem zwölf Flüsse1 entsprangen. Im südlichen Teil gab es eine andere Welt, Muspellheim (Muspellzheimr)2, eine helle und heiße, eine flammende und strahlende Welt, deren Grenze von Surt (Surtr) mit einem flammenden Schwert bewacht wurde.
Sagen der mittleren Werra 104
In Möhra lebte vor noch nicht allzu langer Zeit eine Hexe, die in dem ganzen Dorf gefürchtet war, und der kein Mensch bei Leib und Leben auf eine ihrer Fragen mit Ja oder Nein geantwortet hätte; denn viele hatten deutlich gesehen, wie Hans oft des Nachts als ein mit einem Feuerschein umgebener schwarzer Klumpen durch den Schornstein zu ihr spill (d. h. auf Besuch) gegangen war.
Einmal hatte es jedoch eine junge Bauerntochter versehen, der Gefürchteten gerade mit Ja geantwortet und sich damit in die Gewalt der Hexe gegeben. Da merkte das Mädchen bald, was sie getan hatte, denn sie wurde von Stund an so krank, dass sie das Bett nicht mehr verlassen konnte. Dazu kam noch, dass sie während ihrer Krankheit jedes Mal in der dritten Nacht einen barbarischen Hasen zum Spillgast bekam, der sich zu ihr auf das Bett setzte und sie gar gewaltig ängstigte.
Als sie nun dieses ihrem Vater klagte und dieser öffentlich auf die Hexe loszog, wurde ihm noch dazu sein ganzes Vieh im Stall aufstößig, sodass es kein Futter mehr zu sich nehmen konnte.
Ja, bei dem nächsten nächtlichen Besuch fing der Hase sogar zu reden an und sprach: »Ja, ja, mein Liebchen, das wird wohl noch Weiterlesen
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 30
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
VII. Lähnhaus
1. Der Burgname
Die Burg Lähnhaus ist an Stelle einer verfallenen heidnischen Veste von Herzog Boleslaus (III.) dem Schiefmäuligen (1102–1139) erbaut worden. Von dem Erbauer wurde die Burg Spörnchen genannt. Die alte Burg hat aber Wlan geheißen und das Volk, welches sich immer noch dieses alten Namens erinnerte, soll Wlen und endlich Lähn daraus gemacht haben.
2. Die Birke im Stadtwappen
Unter der Burg Lähn liegt das Städtchen gleichen Namens. Dasselbe führt eine Birke in seinem Wappen, welche es zum Andenken in demselben aufgenommen haben soll, weil es in uralten Zeiten aus einem Dorf Birkenau hervorgegangen sei, ehe es von Heinrich dem Bärtigen Stadtrechte erhielt.
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Einige Osterbräuche weltweit
Ostern beginnt am Karfreitag und ist das wichtigste Fest im christlichen Kirchenjahr. In Großbritannien ist es Tradition, Geschichten über den Osterhasen zu erzählen, Schokoladeneier und Osterkarten zu verschenken – aber es gibt noch viele andere Traditionen zu entdecken!
Hot Cross Buns sind eine beliebte Osterspezialität. Es handelt sich um ein süßes, gewürztes Gebäck mit Korinthen oder Rosinen, das auf der Oberseite mit einem Kreuz markiert ist. Das Essen von Hot Cross Buns markiert das Ende der Fastenzeit, da sie mit Milchprodukten zubereitet werden, die während dieser Zeit (traditionell) verboten sind.
Die Ostereiersuche ist eine lustige Art, Ostern mit den Kleinen zu feiern. Versteckt werden die Eier im Haus oder Garten, damit die Kinder sie suchen können. Als Alternative zu Schokolade können auch Eier versteckt werden, die mit kleinen Spielzeugen oder Ideen für Aktivitäten gefüllt sind, um die Kinder über die Osterfeiertage zu beschäftigen.
Klassischerweise ist Lamm das Fleisch, das zu Ostern gegessen wird. Diese Tradition rührt von der Verfügbarkeit der ersten Weiterlesen


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