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Detektiv Nobody

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 16

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 1
Flederwisch und Wetterhexe

Seit einem halben Jahr hatte Mr. H. P World die Angewohnheit angenommen, beim Sprechen sich immer schmunzelnd die Hände zu reiben, und er hatte allen Grund dazu.

Bisher war er in New York nur ein lumpiger Millionär gewesen, welcher von allen denen, bei denen der wirkli­che Mensch erst mit der hundertsten Million beginnt, ver­ächtlich über die Achsel angesehen wurde. Aber nicht lange mehr, so würde auch Mr. World zu dieser exklusiven Gelda­ristokratie gehören, die Einkünfte eines hundertfachen Mil­lionärs hatte er bereits! Was allein diese Annoncen ein­brachten! Vier Seiten Unterhaltung, vierzig Seiten Annon­cen und Reklamen, die Zeile zwei Dollar! Und wenn er dieses ideale Ziel eines jeden echten Yankees nicht mehr er­reichte, dann doch ganz bestimmt seine Kinder und Kindes­kinder. Die Gründung einer neuen Weiterlesen

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 15

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 10

»Ein Mann wünscht Sie zu sprechen, Sir Clane. Er sieht aus wie ein Fischer oder Seemann.«

Schon seit langer Zeit war der Rechtsanwalt rastlos in seinem von zwei Gaslampen erleuchteten Arbeitszimmer auf und ab gewandert, als ihm sein Diener diese Meldung machte.

»Bringt er eine Nachricht über Keigo Kiyotaki?«, fragte er hastig.

»Ich weiß nicht, Sir …«

»Oder ist sonst nichts über den Japaner eingelaufen? Ist sein Aufenthalt noch nicht ermittelt worden?«
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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 14

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 9

Deacons Haus war entsiegelt worden und wurde von einer richterlichen Kommission betreten – höchst vorsichtig, denn Nobody hatte sich nicht weiter ausgelassen. Er blieb bei seiner Behauptung, der Mörder stecke noch in der Wohnung. Nun glaubte jeder der Herren, den Mörder plötzlich hinter einer Ecke hervorspringen zu sehen.

»Hier riecht es aber übel«, meinte ein Herr, als das erste Zimmer geöffnet wurde.

»Nein, hier stinkt es sogar ganz tüchtig«, sagte Nobody trocken.

Als nun aber die Tür des Zimmers, in dem der Mord geschehen war, aufgeschlossen wurde, schlug ihnen eine wahre Pestlust entgegen.

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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 13

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 8

Dann noch etwas anderes, was dem Leser ebenfalls nur angedeutet werden kann.

In derselben Nacht, welche diesem Tage folgte, öffnete sich in der dritten Etage eines Hauses, dessen Eingang in der Bedford Street lag, das Fenster eines Hinterzimmers. Ein Mensch bog sich heraus, blickte in den dunklen Hof hinab und sah zu dem finsteren Himmel hinauf, und dann kam eine Hand zum Vorschein und tastete seitwärts nach dem Blitzableiter, und im nächsten Augenblick hing an diesem Blitzableiter zwischen Himmel und Erde die Gestalt eines dunkel gekleideten Mannes, der wieder im nächsten Moment mit der Gewandtheit eines Affen den Blitzableiter emporkletterte, und als er das Dach erreicht hatte, verwandelte sich der Affe in eine Katze, denn mit der Geschicklichkeit einer solchen setzte er seinen Weg auf dem Dache fort, und da gab es kein Hindernis, welches er nicht durch Springen oder Kriechen zu überwinden gewusst hätte.
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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 12

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 7

Wir versetzen uns in das bescheidene Empfangszimmer der Villa von Sir Edward Clane – für einen Mann mit solchen Einkünften war es zumindest bescheiden eingerichtet. Denn wenn er es sich leisten konnte, dann ließ sich dieser Rechtsanwalt sehr gut für seine Verteidigung bezahlen – aber nicht für sich selbst. Er übergab alles einer Arbeitsanstalt für entlassene Sträflinge. Er selbst war völlig anspruchslos. In seinem Beruf hatte er nicht einmal Zeit zum Heiraten. Eine alte Köchin und ein Diener genügten ihm. Und die große Villa benötigte er nur wegen seiner reichen Büchersammlung.

»Fred M. Beken, Philadelphia«, stand auf der Visitenkarte, die der Gentleman abgegeben hatte. Er wartete in einer Vormittagsstunde in diesem Empfangszimmer auf die Rückkehr des Dieners oder den Eintritt des Hausherrn.

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