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Einsendeschluss 31.05.2021

Dark Empire

Lese-Tipp

Der Fackelzug

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Marshal Crown

Marshal Crown – Band 42

Fahr zur Hölle, Ethan Osgood!
Chronologie eines Weidekrieges Teil 2

US-Marshal Jim Crown erreichte die Farm am späten Nachmittag.

Die Gebäude duckten sich oberhalb des Leon Rivers an den Fuß eines schneebedeckten Hügels. Das Anwesen der Talbots war nicht besonders groß, Wohnhaus, Stall und Schuppen, mehr gab es dort nicht. Trotzdem zügelte Crown sein Pferd vorerst im Schatten eines Felsens, der in Sichtweite der Heimstätte lag.

Nachdenklich und mit gerunzelter Stirn beobachtete er die Farm mehrere Minuten lang.

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Marshal Crown – Band 41

Nachts, wenn die Zaunschneider reiten
Chronologie eines Weidekrieges Teil 1

Hamilton County, Texas, 31.Oktober 1876

Charles Dawley saß in seinem Schaukelstuhl, den er sich auf die Veranda gestellt hatte, und genoss die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages. Er wusste, dass sein lieb gewonnenes, spät nachmittägliches Ritual schon bald der Vergangenheit angehören würde, denn der Herbst neigte sich seinem Ende zu und in den Nächten wurde es bereits empfindlich kalt.

Deshalb wollte er nach seinem Tagewerk die wenigen verbleibenden Sonnenstunden des ausklingenden Jahres noch so lange genießen, wie es ging. Er machte die Beine lang, zog sich den Weiterlesen

Marshal Crown – Band 40

Zwei Kugeln für den Frieden

Es war kalt und es regnete, als sich an diesem späten Novembernachmittag fünf Reiter von Süden her der kleinen Postkutschenstation am Trinity River näherten.
Genauer gesagt regnete es schon den ganzen Tag, zwar nicht besonders stark, aber dafür stetig. Das ganze Land glich inzwischen einer einzigen großen Wasserpfütze.
Die Männer hatten sich deshalb weit im Sattel vorgebeugt, ihre Ölmäntel bis zum Hals zugeknöpft und die Hüte tief in die Gesichter gezogen. Aber ausweichen konnten sie dem Regen trotzdem nicht, sie ritten genau gegen den Wind.
Die Reiter lenkten ihre Pferde durch den knöcheltiefen Morast des Overland Trails bis zu einem überdachten Unterstand seitlich des Stationsgebäudes. Dort stiegen sie aus den Sätteln und schlangen die Zügel ihrer Pferde Weiterlesen

Marshal Crown – Band 39

Fünf gegen Texas

In Te­xas ist der Teu­fel los.

Ob­wohl der Krieg ge­gen Me­xi­ko be­reits mehr als zwei Jahr­zehn­te zu­rück­liegt, ha­ben ei­ni­ge fa­na­ti­sche Ha­zi­en­de­ros die Nie­der­la­ge im­mer noch nicht ver­wun­den. Mit Geld und Be­zie­hun­gen pla­nen sie eine Re­vol­te, die ih­nen ihre ver­lo­ren ge­gan­ge­nen Pri­vi­le­gi­en und Län­de­rei­en zu­rück­brin­gen soll.

Waf­fen­trans­por­te und Nach­schub­de­pots wer­den über­fal­len, Ar­mee­of­fi­zie­re ge­tö­tet.

Als US-Mar­shal Jim Crown Wind von der Sa­che be­kommt, ist es be­reits fünf vor zwölf und in Te­xas bren­nen schon die Lun­ten.
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Marshal Crown – Band 38

Bete, wenn die Bandoleros kommen

Sie kamen mit den ersten Strahlen der Morgensonne.

Zwölf sonnenverbrannte, hagere Gestalten, unrasiert, verkommen, mit zerschlissenen Kleidern und ausgetretenen Stiefeln. Sieben Amerikaner, zwei Mexikaner, zwei Halbblutindianer und ein dunkelhäutiger Hüne, dessen kahl geschorener Schädel wie eine blank polierte Kanonenkugel in der Sonne glänzte.

Sie sahen aus, als hätte sie die Hölle ausgespuckt.

Das einzige Gepflegte an ihnen schienen ihre Waffen zu sein.

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Marshal Crown – Band 37

Hetzjagd auf den Rustlerking

Der Morgennebel lag wie ein milchiger Schleier über dem Land am Canadian River. Die Luft war noch klamm vom Tau und auf den Gräsern und Sträuchern glitzerte der Reif im ersten Licht der aufgehenden Sonne.

Unweit des Flusses stand ein einsamer Wachposten am sandigen Ufer. Das Holz seines heruntergebrannten Lagerfeuers war mit einer stumpfgrauen Ascheschicht überzogen und spendete längst keine Wärme mehr. Der Mann hatte sich deshalb den breitkrempigen Sombrero tiefer in die Stirn gezogen und zum Schutz vor der morgendlichen Kühle eine bunt gewebte Decke um die Schultern geschlungen.

Seine Händen krampften sich um den Lauf seines altertümlichen Hinterladers, während er versuchte, gegen den Schlaf anzukämpfen, der gerade in dieser Stunde zwischen Tag und Tau geradezu übermächtig war. Immer Weiterlesen