Das schwarze Schiff – Kapitel 11
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 11
Wieder im Hafen
Die Zeit hatte mit ruhiger Hand das Requiem vieler Jahre geläutet. Die Wolken des Krieges verdunkelten das Land nicht mehr. Die Krieger hatten ihre Schwerter beiseitegelegt, denn in jedem Haus herrschte Frieden. Amerika war frei und hatte seinen Platz unter den Nationen eingenommen – mit dem Versprechen, eine große und mächtige Republik zu werden.
Es war früher Frühling. Die ersten Blumen begannen, ihre Schönheit zu entfalten. Die Knospen, das Zwitschern der Vögel und die duftende Luft versprachen die intensive Freude, mit der eine großzügige Vorsehung alles um sich herum zu überschütten schien.
Die Aufmerksamkeit des Lesers wird erneut auf die Landzunge in der Nähe des Flusses Medway gelenkt. Weit draußen auf dem blauen Weiterlesen
Das schwarze Schiff – Kapitel 10
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 10
Aus dem Gefängnis, und doch nicht frei
Es war mittlerweile weit nach Mitternacht, aber niemand dachte daran, den Besuch im Gefängnis zu verschieben. Seine Lage war in jeder Hinsicht vorteilhaft. Und obwohl das Gefängnis gut bewacht wurde, würde Johns Charakter, den er so leicht annehmen konnte, ihn sicher hindurchbringen, da Dutch Peter oft spät in der Nacht herumstreifte.
»Wir sind fast da, Ronald«, bemerkte sein Begleiter schließlich und durchbrach damit das Schweigen. »Wie ich schon sagte, ich weiß, dass Mr. Merton sich in diesem Gebäude befindet, aber in welchem Teil, weiß ich nicht.«
»Nun gut«, antwortete der Schotte entmutigt. »Was sollen wir dann tun?«
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Das schwarze Schiff – Kapitel 9
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 9
Ronald auf der Suche
In einer dunklen, stürmischen Nacht einige Monate nach den im letzten Kapitel geschilderten Ereignissen eilte ein Mann durch die Straßen von New York. Er schien sich nicht um die Regenfluten zu kümmern, die auf ihn niederprasselten. Er zog seinen großen Umhang enger um sich, eilte weiter und murmelte leise seinen Unmut. Der Wind wehte in unregelmäßigen Böen um die Straßenecken, klapperte an den Fensterläden und ließ die Schilder knarren, als wären es die traurigen Schreie eines umherirrenden Geistes. Die Straßenlaternen warfen ein krankhaftes, flackerndes Licht auf die durchnässten Gehwege und machten den Weg des Reisenden noch trostloser. Im Hintergrund war das entfernte Plätschern und Rauschen der North und East River zu hören, wenn ihre aufgebrachten Wellen an die Ufer schlugen.
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Das schwarze Schiff – Kapitel 8
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 8
Der Doppelkonflikt
Der Zeitpunkt, an dem die jungen Kolonien ihre erste offene Schlacht gegen das Land schlagen sollten, dessen Banner auf allen Meeren wehte, rückte immer näher. Der 22. August kam.
Die gesamte britische Armee landete auf Long Island. Diese Nachricht verbreitete sich sofort über die Kette der Außenposten, aber als ob sie den Mut der 8.800 tapferen Söhne Amerikas, die sich entschlossen hatten, zu siegen oder zu sterben, stärken sollte, kam die erfreuliche Nachricht von der entscheidenden Abwehr der englischen Flotte bei Fort Moultrie. Vier Tage später war die feindliche Armee zum Angriff bereit. Ihre Linie erstreckte sich von der Küste zwischen Gravesend und Utrecht bis nach Flatbush und Flandern.
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Das schwarze Schiff – Kapitel 7
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 7
Abenteuer an Land
Am Morgen nach den zuletzt geschilderten Ereignissen konnte man schon früh drei Männer sehen, die auf der Suche nach jemandem zu sein schienen, den sie jederzeit treffen konnten. Sie waren in die Uniform der britischen Marine gekleidet und bewegten sich in jener eigentümlichen Weise, die für den typischen alten Seebären charakteristisch ist. Sie waren so gut getarnt, dass sie ohne die verräterische Stimme von Ronald und den ungestümen Humor von Conway als Fremde im Land durchgegangen wären. Ihr Begleiter war kein anderer als Leutnant Merton.
»Haltet die Augen offen, denn ihre Vorposten können nicht weit sein, und ich möchte ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Weiterlesen
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