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Einsendeschluss 31.05.2021

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Slatermans Westernkurier

Slatermans Westernkurier 09/2020

Die Walla Walla Story –  Teil 2

Vom Krieg der Yakima, dem Untergang der Rogue-Indianer und von einem General, der das sinnlose Blutvergießen beenden wollte und dafür von seinem Posten abberufen und gesellschaftlich ruiniert wurde.

Die Unterhändler und Häuptlinge der Indianerstämme des ehemaligen Oregon-Territory waren kaum in ihre Dörfer zurückgekehrt, als Gouverneur Isaac Stevens entgegen der Verträge, die er mit ihnen geschlossen hatte, ihre Gebiete nicht erst in ein oder zwei oder gar vier Jahren zur Besiedelung freigab, wie er es hoch und heilig versprochen hatte, sondern dies bereits nach zwei Wochen anordnete.

Die Yakima waren die Ersten, die ihren Unmut darüber äußerten. Zunächst richtete sich ihr Ärger gegen einen der Ihren, der den Verhandlungen mit Stevens beigewohnt hatte. Kamiakin war zwar ein Häuptling, aber er hatte nicht Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 08/2020

Auf ein Wort, Stranger, was sagt dir der Name Walla Walla?

Wahrscheinlich nicht besonders viel, denn was weiß man schon großartig über diesen kleinen Indianerstamm aus der Sprachgruppe der Sahaptin oder über das gleichnamige Städtchen im Südosten des heutigen Bundesstaates Washington, deren beider Heimat unweit der Grenze zu Oregon am Fuß der nordwestlich abfallenden Berge der Blue Mountains liegt?

Walla Walla ergeht es wie vielen anderen Namen, die zwar eine geschichtsträchtige Vergangenheit aufweisen Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 07/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du schon die Geschichte von dem Krieg zwischen den Eichelhähern und den Spechten?

Keine Angst, der Westernkurier hat sich seit seiner letzten Ausgabe nicht in ein Magazin für Ornithologie verwandelt, sondern bleibt seinen Wurzeln nach wie vor treu. Dies ist also erneut eine Story über den wahren und wirklichen Wilden Westen.

Auch wenn die Überschrift so manchen erstaunt oder gar schmunzelnd zurücklässt, die Geschichte, die hinter dieser Frage steht, ist leider, wie oftmals bei Berichten über diese Zeit, alles andere als lustig.

Sie erzählt von einer Fehde, die sich anno 1889 im Fort Bend County in Texas zugetragen hat und in deren Verlauf mehr als ein halbes Dutzend Männer ihr Leben ließen und mehr als dreimal so viel zum Teil schwer verletzt wurden.
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Slatermans Westernkurier 06/2020

Auf ein Wort, Stranger, ein Leben im Fort ist ein Leben in der Hölle, stimmt das?

Ein Soldat an der Frontier verbrachte für gewöhnlich die eine Hälfte des Jahres auf Feldzügen gegen die Indianer, die übrige Zeit hielt er sich im Fort auf.

Doch nur manch einer war froh, wenn er nach Wochen oder Monaten im Feld wieder in seine Bleibe zurückkehrte. Viele sehnten beim Anblick der Palisaden einen Angriff der Indianer wieder herbei, und selbst erfahrene Soldaten meldeten sich oft als Begleitung oder Kurier, obwohl sie diese Aufgabe durch Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 05/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch die schwarze Mary?

Eine Zeitlang, so schien es jedenfalls, war der Westen der ideale Ort für eine Frau, um sich selbst zu verwirklichen. Fast alle Berichte, die den Frauen im Osten zu Ohren kamen, schilderten die Siedlungen im Grenzland als zwanglos, hilfsbereit, tolerant und erstaunlich frei. Die Menschen des Westens wurden, und das völlig zu Recht, als ausgeprägte Individualisten geschildert, was darauf schließen ließ, dass sie keinem Neuankömmling, selbst einer Frau nicht, das begehrte Recht verweigern würden, in Frieden das zu tun, was ihm gefiel. Die Folge war, dass der Westen ein wahres Heer nonkonformistischer Frauen anzog.

Außenseiterinnen, Einzelgängerinnen, Abenteuerinnen, Exzentrikerinnen.

Mary Fields, der diese Kolumne gewidmet ist, war eine von ihnen.
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Slatermans Westernkurier 04/2020

Auf ein Wort, Stranger,
Mahlzeiten, Mädchen und Moneten ist heute unser Thema.

In den Anfängen des Eisenbahnverkehrs hatten die Züge in Richtung des Westens Amerikas selbst bis weit in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts hinein oft nur zehn Minuten Aufenthalt und auch das nur auf den größeren Bahnhöfen.

Das waren genau sechshundert Sekunden, die den Reisenden verblieben, um sich nach stundenlanger Fahrt aus den überfüllten Abteilen zu quälen, den Bahnsteig entlang zu hasten, sich in der Schlange der Wartenden einzureihen, um in der Bahnhofsgaststätte etwas zu trinken oder ein Sandwich zu kaufen und danach wieder zurück zum Zug zu laufen, dessen Lokführer sich keinen Deut um verspätete Fahrgäste kümmerte, sondern Weiterlesen