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Slatermans Westernkurier

Slatermans Westernkurier 03/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch die XIT-Ranch?

Sie lag im Nordwesten von Texas, entlang der Grenze zu Neu-Mexiko, erstreckte sich über beinahe ein Dutzend Countys und war mit Tausenden von Meilen Stacheldraht umgeben.

Ihr Brandzeichen = XIT = bedeutete X = 10, I = in, T = Texas, also 10 Countys in Texas.

Wobei die amerikanische Publizistin Carol Ellis die Meinung vertritt, dass dies so nicht ganz richtig ist. Einzig das Parmer County gehörte fast gänzlich, angeblich zu 99,8 Prozent, zum Gebiet der Ranch, bei den anderen Countys war das lediglich ein zwei bis drei Meilen breiter Landstreifen. Aber das ist Auslegungssache, Tatsache ist und bleibt, die XIT war die größte Ranch der Welt.
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Slatermans Westernkurier 02/2020

Auf ein Wort, Stranger,

wenn man sich mit dem Thema Recht und Gesetz im Wilden Westen beschäftigt, dauert es meist nicht lange, bis man auch auf Begriffe wie Gesetzeshüter, Banditen und Verbrecherbanden stößt. Vor allen Dingen letztgenannte bieten auch heute noch genügend Stoff für eine lang andauernde Diskussionsrunde. Schließlich waren Banditenbanden zur damaligen Zeit so zahlreich wie die Blätter eines Ahornbaumes und es gibt kaum jemanden, der die Jesse-James-Bande nicht kennt, oder die Daltons, die Doolin-Bande, die Wild Bunch oder die Rufus-Buck-Gang, um nur einige zu nennen.

Was dabei auffällt, ist, dass die meisten von ihnen selbst in unserer heutigen Zeit noch eine gewisse Heldenverehrung umgibt und von verwegenen, tollkühnen und abenteuerlichen Männern die Rede ist, wenn Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 01/2020

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch das Märchenland des Grafen Pourtales?

Im ersten Moment sicherlich eine seltsame Frage für eine Kolumne, die sich mit der Pionierzeit Amerikas beschäftigt. Aber sie hat ihre Berechtigung, denn gerade Pourtales’ Schicksal zeigt auf, dass der Wilde Westen viel mehr war als nur Cowboys und Indianer.

Diese Epoche war facettenreicher, großartiger, aber auch härter und grausamer, als man es sich heute vorstellen kann.

Zum besseren Verständnis dieser Ereignisse muss man jedoch einige erklärende Dinge vorausschicken.

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Slatermans Westernkurier12/2019

Auf ein Wort, Stranger, schon mal was von einer Necktie-Party gehört?

Wenn nein, dann tröste dich, du hast trotzdem nichts verpasst.

Mit Necktie ist nicht nur, wie in den meisten Fällen, die bauschige, zumeist rote Seidenkrawatte gemeint, die zum Sonntagsanzug eines jeden anständigen Cowboys dazugehört wie der Truthahn zum Thanksgiving Day. Dieser Ausdruck gilt ebenso, wenn auch umgangssprachlich etwas geschönt, für das Treiben eines Lynchmobs, also ein aus mehreren Männern bestehendes Hanfkrawattenaufgebot, welches einen anderen ohne jedes gerichtliche Urteil aufhängt.
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Slatermans Westernkurier11/2019

Auf ein Wort, Stranger, erinnerst du dich noch an Rufus Cannon?

Als Präsident Grant am 10. Mai 1875 den ehemaligen Kongressabgeordneten und früheren Obersten Richter von Utah, Charles Isaac Parker, die Ernennungsurkunde zum Bundesrichter für den westlichen Distrikt von Arkansas und das Indianerterritorium Oklahoma überreichte, ahnte noch niemand, dass damit das Ende des sogenannten Wilden Westens eingeläutet wurde.

Was am 1. September 1896 nach Parkers Pensionierung blieb, war eine Epoche, die fortan der Vergangenheit angehörte, und die Namen einiger weniger Protagonisten, die noch heute einen legendären Ruf genießen.

US-Marshal Bill Tilgham, die Doolin-Bande, Marshal Chris Madsen oder Heck Thomas sind nur einige von ihnen.

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Slatermans Westernkurier10/2019

Auf ein Wort, Stranger, wer kennt eigentlich noch Ida Wells?

Die Pionierzeit Amerikas hat unbestritten eine wahre Fülle an Helden und Lichtgestalten hervorgebracht. Helden des Alltags, die jedoch im Heer der vielen Namenlosen alsbald wieder untertauchten und bis heute vergessen sind, und Helden, die eigentlich gar keine Helden waren, sondern nur das Glück hatten, dass andere das bisschen Ruhm, das sie umgab, regelrecht ausschlachteten und sie dadurch unsterblich machte.

Als Paradebeispiel, allerdings im negativen Sinne, gelten heute noch Männer wie Wyatt Earp, Buffalo Bill Cody oder Wild Bill Hickok. Der eine ein mittelmäßiger Hilfspolizist, der ohne seinen Freund Doc Holliday und der Sache am O.K. Corral wohl nie die Aufmerksamkeit bekommen hätte, die ihm auch heute noch entgegengebracht wird, der andere ein Büffelschlächter, der ein paar Indianer über den Haufen geknallt hat und dank dem Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 09/2019

Auf ein Wort, Stranger, wer oder was ist eigentlich ein Bronco Buster?

Ein Bronco Buster ist ein Mann, der Wildpferde zureitet.

Eine harte Arbeit, besser gesagt ein Scheißjob, bei dem man für einen Hungerlohn nicht nur Dutzende von gebrochenen Knochen riskierte, sondern oftmals auch sein Leben. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass man in jenen Tagen bei der Ausübung dieser Tätigkeit mit 40 entweder tot war oder als körperliches Wrack dahinvegetierte, war genauso groß wie jene, dass der Pfarrer bei der Sonntagspredigt das Wort Amen ausspricht.

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