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Im Original George W.M. Reynolds

Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 18

George W. M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 18
Die Gaunerschänke

»Komm rein«, rief Bill. »Ich wette, das ist Dick Flairer.«

»Na, Bill Bolter, alter Kumpel – da bist du ja endlich«, rief der Ankömmling. »Ich schätze, du wusstest, dass ich heute Abend vorbeikommen würde. Selbst wenn du mir neulich nicht die Nachricht durch den jungen Küchenschleicher1geschickt hättest, der aus dem Coldbath-Knast2; entlassen wurde, wäre ich trotzdem gekommen. Ich wusste noch ganz genau, dass du dafür sechs Monate aufgebrummt bekommen hattest, und ich hab die Tage und Wochen richtig zusammengezählt.«

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Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 17

George W. M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 17
Eine Höhle des Schreckens

Wie schmutzig, ungesund und abstoßend die gesamte Umgebung der West Street (Smithfield), Field Lane und Saffron Hill heute auch erscheinen mag, so war sie vor einigen Jahren doch noch weitaus schlimmer. Es gab damals nur wenige Senkgruben; und kaum eine der existierenden verfügte über einen Abfluss. Die Abdeckereien von Cow Cross und die Betriebe in der Castle Street, in denen Pferdefleisch zu Futter für die Hunde und Katzen der Metropole verkocht wird, verströmen heute, wie damals, einen üblen und krank machenden Gestank, der von einem empfindlichen Magen unmöglich ertragen werden könnte. An den Fenstern dieser Betriebe hängen die Knochen der Tiere zum Bleichen und beleidigen das Auge ebenso sehr, wie der entsetzliche Gestank des Fleisches abstoßend auf die Nerven wirkt. Oft werden in jeder dieser Stätten täglich über sechzig Pferde geschlachtet; und Weiterlesen

Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 16

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 16
Der Beginn des Unglücks

Es war acht Uhr am Morgen nach der Szene in der Hölle. Während Richard sich noch im Gewahrsam der Polizei befand, eilten Sir Rupert Harborough und der ehrenwerte Arthur Chichester in einem stattlichen Cabriolet, das Ersterem gehörte, in Richtung Markham Place.

Das Gespräch dieser Herren während der Fahrt wird dazu dienen, ein wenig Licht auf ein oder zwei vorangegangene Vorfälle zu werfen, die dem Leser vielleicht etwas rätselhaft erschienen sind.

»Ich frage mich, was letzte Nacht aus ihm geworden ist«, sagte Chichester.

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Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 15

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 15
Das Polizeigericht

Der Morgen war regnerisch, kalt und trübe.

Markham erwachte nicht erfrischt von seinem Schlaf, der vom Geist des jungen Offiziers heimgesucht worden war, welcher im Hell Selbstmord begangen hatte. Er schauderte und fühlte sich nervös, als stünde er unter dem Eindruck einer drohenden Gefahr, deren Art er nicht ganz definieren konnte. Durch die Vermittlung von Crisp erhielt er die Möglichkeit, sich zu waschen und seine Toilette zu ordnen, bevor er vor dem Polizeigericht erscheinen musste; dieselbe Intervention verschaffte ihm ein gutes Frühstück. Da er jedoch keinen Bissen essen konnte, verzehrte Mister Crisp es sehr freundlich und rücksichtsvoll ganz für ihn.

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Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 14

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 14
Das Bahnhofsgebäude

Von all den Personen, die sich im Spielhaus befanden, als die Polizei – alarmiert durch den Pistolenschuss – die Türen einschlug, wurde Richard Markham als Einziger gefasst. Die anderen, die auf solche Notfälle vorbereitet waren, waren über die Treppen auf das Dach geflohen. Durch die angrenzenden Häuser gelangten sie ins Freie und schlichen sich einzeln davon, sobald es auf der Straße wieder ruhig war.

Der Polizist führte Markham zur nächsten Wache. Sie betraten einen niedrigen, dunklen und düsteren Raum, der durch eine dicke Holzbarriere in zwei Hälften geteilt war. In einem Sessel am kargen Kaminfeuer saß der Inspektor – ein kleiner, untersetzter Mann Weiterlesen