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Sabine Hofmann – Weiße Westen, schwarze Nächte

Sabine Hofmann – Weiße Westen, schwarze Nächte

Deutschland, Mitte der 60er Jahre. Der Krieg ist zu Ende, Ost und West stehen sich in Warschauer Pakt und Nato unversöhnlich gegenüber, und Westdeutschland befindet sich im Aufwind des Wirtschaftswunders.

In der Verwaltung, der Polizei und beim Militär des Landes arbeiten durchaus noch viele Leute, die auch schon zurzeit der Nazis dort Posten hatten, und die Entnazifizierung dieser Bereiche hat längst nicht alle Ecken und Enden erreicht.

Die Geheimdienste von BRD und DDR stehen sich gegenüber, und sogar in Bonn, der provisorischen Hauptstadt der Bundesrepublik, sind die feindlichen Agenten aktiv und werden von ihren Gegnern unbarmherzig bekämpft.

Neben den Agenten arbeiten in den Ministerien und im Parlament auch ganze Horden von Industrielobbyisten und versuchen, ihren Firmen Staatsaufträge zu verschaffen, an denen sie gut verdienen können.

Im Ruhrgebiet der 60er Jahre, genauer gesagt in Essen, lebt Hedy Voss, eine gewitzte junge Frau, die durchaus auf sich allein Weiterlesen →

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 24

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 4, Teil 2
Die Geheimnisse von Red Castle

Geschrieben und zur Post gegeben war der Brief schon vor fast drei Wochen; er hatte ja seinen Weg über New York zurück nach England genommen.

Nobody lachte aus vollem Hals.

»Nein, wahrhaftig, diese Mrs. Joke Mitchell möchte ich kennenlernen! In England hat man mich bisher nur verspottet; diese Frau macht meine Bekanntschaft durch drei Pfund amerikanisches Apfelmus, abonniert sofort auf meine Zeitung und kommt mir gleich mit solchem Vertrauen entgegen. Nein, wahrhaftig, diese Glaubensseligkeit sollte wirklich belohnt werden! Hawksen, haben Sie Weiterlesen →

Die Virginier – Erster Band – 16. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
16. Kapitel
In welchem Gumbo seine Geschicklichkeit mit der alten englischen Waffe beweist

Da unser junger Virginier diese Geldbeträge von seinem Vetter und dem Schlossprediger gewonnen hatte, war er ehrenwörtlich verpflichtet, ihnen eine Gelegenheit zu geben, ihr Geld zurückzugewinnen; und ich fürchte, seine Mama und andere strenggesinnte Moralisten hätten seinen Lebenswandel kaum gebilligt. Er spielt viel zu viel Karten. Neben dem täglichen Whist oder Quadrille mit den Damen, das bald nach dem Mittagessen um drei Uhr begann und bis zum Abendessen dauerte, gab es Spiele, bei denen ganz erhebliche Summen gewonnen oder verloren wurden und an denen alle Herren, einschließlich Mylord, teilnahmen. Seit ihrem Sonntagsgespräch war Sein Lordship mit seinem Verwandten leutseliger und vertraulicher als zuvor, wettete ganz umgänglich mit ihm und verwickelte ihn in Partien von Backgammon und Piquet. Mr. William und der Schlossprediger schätzten ein kleines Hasardspiel; Weiterlesen →

Die Gespenster – Vierter Teil – 49. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Neunundvierzigste Erzählung
Von Merkurial-Geistern, die einen unterirdischen Schatz bewachen

Ich lernte in Hannover einen inzwischen im hohen Alter verstorbenen Sprachlehrer kennen, dessen Name mir zwar entfallen ist, für dessen Wahrheitsliebe und moralischen Charakter jedoch gewiss mehrere Hannoveraner bürgen würden – sofern sie sich beim Lesen dieser von ihm oft erzählten Geschichte an ihn erinnern sollten. Dieser Mann bereiste in seiner Jugend einen Teil Spaniens und kam einst völlig ermüdet in einer Stadt an, wo er sich vergeblich nach einem Wirtshaus umsah und vergebens darum bat, für sein Geld auch nur eine einzige Nacht beherbergt zu werden. Dies brachte ihn in nicht geringe Verlegenheit, denn es war schon zu spät am Tag, Weiterlesen →

Im Nebel

Im Nebel
Eine mystische Kurzgeschichte von Lon Wolfe

An jenem Abend war der Nebel weit mehr als bloß ungemütliches Wetter. Er wirkte belebt, ursprünglich und bedrängend. Wie eine feuchte, undurchlässige Schicht hatte er sich über die gesamte Landschaft ausgebreitet. Die Vegetation an den Wegrändern war kaum mehr wahrnehmbar, als hätte der Nebel sie einfach verschluckt. Selbst die Schritte auf dem Untergrund wurden gedämpft und dumpf. Der Mann befand sich völlig isoliert, eingehüllt in eine weiße Atmosphäre, in der die Sicht aufgehoben war.

Da plötzlich alles Vertraute verschwunden war – keine Gebäude, keine Färbung, keine definierten Konturen –, überkam ihn ein Gefühl der Beklemmung. Er suchte krampfhaft nach Orientierungspunkten, auf die er sich besinnen konnte, fand aber nichts vor. Seine rationale Urteilskraft versagte ihm in diesem Moment. Ein Gefühl von Verletzlichkeit und Desorientierung durchdrang ihn, als sei er aus der gewohnten Wirklichkeit hinausgerissen worden.

Unvermittelt durchbrach ein Lichtstrahl die weiße Barriere vor ihm.

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