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Einbrecher aus Leidenschaft – Das Schicksal der Faustina – Teil 2

E. W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft
Das Schicksal der Faustina

Teil 2

Der Samstag brachte jedoch die Nachricht, dass der Graf an diesem Wochenende nicht kommen würde, da er geschäftlich in Rom sei und nicht rechtzeitig zurückkehren könne; für einen ganzen Sonntag war uns also Frieden versprochen, und entsprechend kühne Pläne schmiedeten wir. Es hatte keinen Wert mehr, diese Sache länger heimlich zu halten.

Wer sie gewinnt, der mag Faustine nehmen und behalten.

Ja, aber er sollte sie offen gewinnen oder sie verlieren und zur Hölle fahren! Am Sonntag wollte ich es also mit ihren Leuten ausfechten – und mit dem Grafen und Stefano, sobald sie ihre Nasen zeigten. Ich hatte keinerlei Anreiz, jemals wieder in ein heimliches Leben zurückzukehren, das nur eine Taxifahrt vom Gefängnis in Wormwood Scrubbs entfernt war. Faustina und die Weiterlesen

Das Geisterschiff – Kapitel 29

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 29
Endlich zu Hause!

Wer als Seemann oder Weltenbummler durch die Lande zieht, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass die Welt weitaus kleiner ist, als Daheimgebliebene vermuten würden. Man kann kaum einen Schritt tun, ohne jemanden zu treffen, den man meilenweit entfernt oder hinter einem Ozean wähnte.

Ich war kaum in den Zug von Southampton nach London gestiegen – auf dem Weg nach Liverpool, nachdem ich erst am selben Morgen vom Postdampfer aus Colon gelandet war –, als mir in der gegenüberliegenden Ecke des Abteils ein Mann auffiel. Er war groß, hatte struppiges Haar und einen dichten braunen Bart. Ich hätte ihn nicht im Geringsten einordnen können, hätte er mich nicht einen Moment lang genau gemustert. Dann erhellte ein breites Grinsen sein Gesicht, und seine Augen funkelten so drollig, dass ich ihn sofort erkannte, noch bevor er seinen unverwechselbaren irischen Akzent hören ließ.

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Al Capone – Band 47

Al Capone
Band 47
Ein Gangstermädchen stirbt

1. Kapitel
Graziellas Befreiung

Wir befinden uns im Hotel Metropol, in den Räumen des Multimillionärs Rothschild. Am Kopfende des Bettes von Baron Friedrich steht einer der berühmtesten Ärzte Chicagos. Neben ihm wartet Alfonso Capone mit angespannter Miene. Der Arzt, eine der größten Kapazitäten seines Fachs, hat Baron Friedrich Rothschild soeben eingehend untersucht.

»Ich bitte Sie«, sagte der Multimillionär, der über eine erstaunliche Seelenstärke verfügte, »mir bezüglich meiner Gesundheit nichts vorzumachen. Ich wünsche, dass Sie in meiner Gegenwart ohne jede Beschönigung über meinen Zustand sprechen.«

»Das werde ich tun!«, erwiderte der Arzt lächelnd. »Aber in diesem Fall fällt mir die Aufgabe gar nicht schwer. Ich kann Sie und Weiterlesen

Das Geheimnis zweier Ozeane – Erster Teil – Kapitel 8

Grigori B. Adamow
Das Geheimnis zweier Ozeane
Ein wissenschaftlich-phantastischer Roman
Originaltitel: Тайна двух океанов
Erster Teil
Ein außergewöhnliches Schiff
Kapitel 8
Marats Projekt

Zoi erinnert sich noch genau an seine graue, freudlose Kindheit in einer halb verfallenen, spärlich gedeckten Hütte in einer Randstraße von Jilin. Die Stadt war der getreue Begleiter seiner Kindheitsjahre. Die Erinnerungen an die Demütigung, an die ewige Unterwürfigkeit seines Vaters – eines Schusters – gegenüber dem Geldverleiher und Besitzer des Nachbarladens, gegenüber dem Polizisten an der Straßenecke, jedem japanischen Soldaten und jedem Auto, das sich selten in diese Außenbezirke verirrte, weckten in Zois Seele bis heute Scham, Bitterkeit und Zorn. Der arme Koreaner war ein Nichts, Staub unter jedem festen Stiefel Weiterlesen

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 2 – Episode 8 – Kapitel 5

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
Band 2

Achte Episode
Das Geisterauto
Fünftes Kapitel
Zwei vorbildliche Bedienstete

Slugh hatte gerade Edward Edmond, den Hausmeister von Mr. Fred Jorgell, verlassen, nachdem er bei der Auszählung der letzten Post dabei gewesen war. Gelassen und eine Zigarre rauchend kehrte er in das möblierte Hotel zurück, in dem er im irischen Viertel wohnte. Von Zeit zu Zeit kehrte er in eine Bar ein, genoss einen Whiskey-Soda und setzte dann gemächlich seinen Weg fort. Er war auf seine Weise sehr maßvoll und legte an einem Abend nie mehr als drei solcher Zwischenstopps ein. So legitim er es auch fand, sich in Maßen zu erfrischen, so sehr verabscheute er die Trunksucht, die er als das widerlichste aller Laster betrachtete. Hätte sich jedoch jemand anderes im Laufe des Tages in ähnlicher Weise erfrischt, wäre dieser unweigerlich noch vor Weiterlesen