Tür des Todes – Kapitel 6
John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 6
Renaissance-Studien
Eine gefühlskalte Person hätte eine solche Niederlage, wie sie Norse ereilt hatte, einfach achselzuckend abgetan oder sie mit Prahlerei überspielt. Er jedoch ertrug sie tapfer. Er zeigte keinerlei Regung. Nicht, dass er die Demütigung nicht spürte, sondern weil er sie tief empfand – zutiefst existenziell. Ich glaube, er war für eine Weile im wahrsten Sinne des Wortes wie gelähmt. Doch dann wandte er sich ruhig an Roose.
»Haben Sie die Vorderseite des Hauses patrouilliert?«
»Ja, Sir.«
Schlafgast aus der Hölle
Larry Moore
Schlafgast aus der Hölle
In der tiefsten Nacht erwachte Leona in jenem alten, dunklen Haus – und musste feststellen, dass ihr Bett von einem Wesen heimgesucht worden war, dessen grausige Leidenschaften nicht von dieser Welt waren!
Als Leona in die gelbgefleckten Achat-Augen von Talbot Rhone blickte, meinte sie den Griff eisiger Finger an ihrem Herzen zu spüren.
»Du willst mich also nicht heiraten«, sagte er in einem seltsamen, gepressten Ton. »Du bestehst darauf, in diesem unheimlichen alten Haus zu leben?«
»Ich habe dir immer gesagt, dass ich dich nicht heiraten kann, Talbot, und ich werde ganz sicher in dem komfortablen Heim leben, das ich geerbt habe«, behauptete sie bestimmt, fest in ihrem Entschluss, obwohl sich die Kälte von ihrem Herzen über ihren ganzen Körper ausbreitete. »Als Arzt hast du mir versichert, dass ich mich in einem Zustand der Erschöpfung befinde, dass Weiterlesen
Der Welt-Detektiv – Band 13 – 5. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
5. Kapitel
Ein tückischer Anschlag
Jäh erinnerte sich Sherlock Holmes an den Drohbrief. Wie schloss er doch gleich? Aha, ja: Sollten Sie bis sechs Uhr Gut Buckin nicht verlassen haben, werden Sie um sechs Uhr eine Minute ein toter Mann sein. Das rote Triangel.
Der Weltdetektiv lachte spöttisch auf. Das Gut zu verlassen, hieße, dem Mörder einen Freibrief auszustellen. Aber immerhin: Es war eine Kühnheit ohnegleichen, dass es der Unbekannte überhaupt wagte, sich noch hier irgendwo in der Nähe aufzuhalten – selbst dann, wenn er unter dem Personal Helfer besaß. Ihn, den erfahrenen Kriminalisten, schreckte der Drohbrief nicht. Er besaß eine ganze Kollektion solcher und ähnlicher Schreiben.
Wahrheit im Fadenkreuz: Eine Kritik zu Under Fire (1983)
Wahrheit im Fadenkreuz: Eine Kritik zu Under Fire (1983)
Nicaragua, 1979: Russell Price ist ein erfolgreicher, amerikanischer Kriegsfotograf und möchte als neutraler Beobachter über den tobenden Bürgerkrieg berichten. Doch schon nach kurzer Zeit muss er seine naive Objektivität aufgeben und wird gezwungen eine moralische Entscheidung zu treffen, mit der er zwischen die Fronten gerät. Mit einem gestellten Foto verhindert Price eine große Waffenlieferung der USA an die nicaraguanische Regierung und schlägt sich somit auf die Seite der Sandinisten. Inmitten der Revolution beginnt er ein Verhältnis mit der Reporterin Claire Stryder, die mit seinem besten Freund und Kollegen Alex Grazier verheiratet ist. Vor der zermürbenden Kulisse des Bürgerkriegs entwickelt sich zwischen den Journalisten eine komplizierte Dreiecksbeziehung. Gleichzeitig wird Price immer weiter in den Konflikt verwickelt und gerät schließlich selbst in Lebensgefahr …
Roger Spottiswoodes Under Fire ist nicht einfach nur ein Kriegsfilm; es ist ein brennendes Plädoyer über die moralische Grauzone des Journalismus und die gefährliche Macht der Bilder.
Im Zentrum steht der Fotojournalist Russell Price, ein Mann, der den Krieg durch den Sucher seiner Nikon betrachtet. Er ist ein Weiterlesen
Al Capone – Band 39
Al Capone
Band 39
Ahrens flieht vor den Gangstern
1. Kapitel
Hymie Weiß wird gebrandmarkt
Der Pole Hymie Weiß starrte mit angstvollen Augen auf Capone; dieser bedrohte ihn jedoch gar nicht mehr mit dem Revolver, den er vorher auf ihn gerichtet hatte.
Nein, Scarface hatte die Waffe auf einen neben ihm stehenden Tisch gelegt, schlug die Arme übereinander und sagte:
»Dein Leben hängt in diesem Augenblick ab von dem Evelines und dem ihres Vaters. Wenn diese beiden tot sind oder wenn ihnen auch nur der geringste Schaden zugefügt worden ist, dann bereite dich darauf vor, mir dein elendes Fell auszuliefern, Hymie Weiß!«
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