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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 4

Die Zwölften zur Weihnachtszeit und Frau Harke

Wenn zur Weihnachtszeit die Tage anfangen, wieder länger zu werden, dann atmet der Landmann auf. Ihm däucht der schlimmste Teil des Winters vorüber zu sein. Das war auch der Grund, weshalb unsere heidnischen Vorfahren schon zu dieser Zeit ein Fest begingen, nämlich das der sogenannten Wintersonnenwende. Man nannte diese Zeit und nennt sie noch heute in der Mark, wie meist auch im übrigen Norddeutschland, die Zwölften und rechnet sie von Weihnachten bis Groß-Neujahr, d. h. bis zum 6. Januar. Weiterlesen

Ein Ostseepirat Band 2 – Kapitel 20

Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer Roman, Zweiter Band
XX. Die Eispartie

Als die Baronin sich von ihrer Mutter getrennt und in ihrem Zimmer angelangt war, ging sie in demselben heftig erregt mehrmals hin und her.

»Da hätte ich mich fast verraten«, murmelte sie dabei, »wie war das möglich, ich muss durchaus mehr auf mich achten.«

Nach diesen Worten schritt sie an den Schreibsekretär, entnahm demselben ein Paket Papier, dessen Format, Weiterlesen

Das Buch vom Rübezahl – Teil 21

Das Buch vom Rübezahl
Neu erzählt von H. Kletke
Breslau, 1852

22. Wie Rübezahl den Wirt macht

Bisweilen fiel es Rübezahl ein, auf dem Ge­birge in irgendeinem Haus, welches gerade unbewohnt war, seine Wohnung zu nehmen. Als er sich einst in einem solchen aufhielt, kamen etliche vornehme Leute vorbeigereist, die der Meinung waren, dies Haus sei eine Herberge, darin zu Nacht bleiben wollten. Rübezahl, welcher in guter Laune war, benahm ihnen diese Meinung nicht, sondern lud sie freundlich ein, bei ihm abzutreten. Als die Gäste in die Stube traten und alles leer fanden, glaubten sie, jede Hoffnung auf eine gute Mahlzeit aufgeben zu müssen. Der Weiterlesen

Slatermans Westernkurier 06/2022

Auf ein Wort, Stranger,

heute tauchen wir ein wenig in die Geschichte der Arizona Rangers ein.

Die Gründung der Arizona Rangers geht auf eine Empfehlung von Gouverneur Murphy an die Legislative von 1901 zurück. Der erste ernannte Captain war Burton C. Mossman, ein Viehzüchter aus dem nördlichen Arizona, der mit Dayton Graham aus Cochise County als First Lieutenant eine Kompanie aufstellte, die zunächst nur aus zwölf Männern bestand. Mossman gestaltete seine Truppe völlig unpolitisch und suchte nach Männern, die sich als tüchtige Officer, gute Schützen und landeskundige Grenzgänger erwiesen. In einigen Fällen wurden Männer rekrutiert, deren frühere Leistungen ihnen keine besondere Beachtung in einer Sunday School Weiterlesen

Vincent Kliesch – Bis in den Tod hinein

Vincent Kliesch – Bis in den Tod hinein

Der Krimi beginnt damit, dass der Serienmörder, um dessen Taten und Ergreifung es im weiteren Verlauf geht, einen jungen Mann in einem Auto verbrennen lässt, das dieser selbst angesteckt hat, weil er seit längerer Zeit als Brandstifter agiert. Der junge Mann ist auch bereits als solcher aktenkundig. Er ist mit seinen Händen an das Lenkrad gekettet, nachdem der Täter ihn mit einem Elektroschocker niedergestreckt hat, und das Feuer, das zuerst die Reifen ergriffen hat, die er selbst entzündete, tötet am Ende ihn selbst.

Sein Mörder liest ihm, als er noch bei Bewusstsein ist, in einem bizarren Singsang etwas vor, wirft am Ende einen Stein in seinen Schoss und fotografiert das Opfer mehrfach, bis er vom Tatort verschwindet. Er hört noch die Schreie des jungen Mannes. Dann ist es vorbei, und er steigt in sein Auto.
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Der Hexer 35

Robert Craven (Michael Schönenbröcher)
Der Hexer, Band 27
Todesvisionen

Horror, Grusel, Heftroman, Bastei, Bergisch-Gladbach, 15. April 1986, 64 Seiten, 1,70 DM, Titelbild: Espinosa

Der Laut kam mit dem Wind heran, leise erst, kaum wahrnehmbar; ein Raunen in der Ferne, weit hinter den zerklüfteten Felsen und jenseits der Schlucht, in der wir unser Lager aufgeschlagen hatten. Dann schwoll er an, wurde lauter und lauter- und schien sich gleich darauf zu entfernen. Fast wie das Rauschen des Ozeans, der sich an einem fernen Gestade bricht… Mit einem Ruck fuhr ich fuhr ich auf, als ich endlich erkannte, was es war. STIMMEN! Ein monotoner Singsang wie aus Hunderten von Kehlen; ein dumpfer Ton, der einen fast hypnotischen Weiterlesen