Die Odyssee – eine Heldenreise in 70 mm
Homers Die Odyssee ist eines der ältesten und einflussreichsten Epen der abendländischen Literatur. Es erzählt die zehnjährige Irrfahrt des Königs Odysseus von Ithaka nach dem Trojanischen Krieg sowie die dramatischen Ereignisse bei seiner Rückkehr in die Heimat.
In Christopher Nolans bildgewaltigem Historienspektakel Die Odyssee wird Homers antikes Epos nicht als reine Heldenerzählung inszeniert, sondern als vielschichtiges, non-lineares Drama über Kriegstraumata, Schuld und die Entfremdung von der Heimat.
Zehn Jahre nach dem Fall Trojas gilt Odysseus, der König von Ithaka, als verschollen. Während seine Frau Penelope und sein Sohn Telemachos verzweifelt hoffen, dass er noch lebt, wird der königliche Palast von skrupellosen Freiern unter der Führung von Antinoos besetzt. Sie plündern die Vorräte des Reiches und drängen Penelope zur Wiederverheiratung, um die Macht an sich zu reißen. Der junge Telemachos bricht schließlich auf, um Gewissheit über das Schicksal seines Vaters zu erlangen.
Gleichzeitig befindet sich Odysseus gefangen auf der Insel der Nymphe Kalypso. Von den Schrecken des Trojanischen Krieges gezeichnet und seiner eigenen Erinnerungen durch Lotosblüten beraubt, sucht er nach seinem inneren Kompass. Erst als die Weiterlesen
Kapitän Tenkes – Folge 3 – Buga Jakab
KAPITÄN TENKES (ungarisch: A Tenkes kapitánya) ist eine ungarische Fernsehserie, die von 1963 bis 1964 produziert wurde. Die Serie spielt zur Zeit des Rákóczi-Freiheitskampfes Anfang des 18. Jahrhunderts, als das Königreich Ungarn gegen die Habsburger Herrschaft kämpfte. Sie erzählt die Geschichte von Eke Máté, einem ungarischen Adligen und Rebellenführer, der gegen die habsburgischen Truppen kämpft und die Bevölkerung vor deren Unterdrückung schützt.
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The 60s: Der Fälscher von London
Retro-Kino par excellence
Warum Der Fälscher von London der atmosphärische Höhepunkt der Wallace-Ära ist
Ein Millionär, ein düsterer Landsitz, Schreie in der Nacht und eine Druckerpresse im Geheimgang: Am 15. August 1961 erblickte ein Film das Licht der Kinoleinwand, der unter Edgar-Wallace-Fans bis heute als absolutes Juwel gilt. Der Fälscher von London, inszeniert von Regisseur Harald Reinl (der später mit den Winnetou-Filmen Kinogeschichte schreiben sollte), bricht erfrischend mit den starren Mustern der damaligen Kriminalfilme.
Anstatt die klassische Ermittlungsarbeit von Scotland Yard in den Fokus zu rücken, entfaltet sich hier ein packendes psychologisches Drama rund um ein frisch vermähltes Ehepaar.
Die Geschichte beginnt wie eine Romanze, wandelt sich aber schnell zum Albtraum: Der wohlhabende Millionenerbe Peter Clifton und seine schöne Frau Jane verbringen ihre Flitterwochen auf dem düsteren Landsitz Longford Manor. Doch das junge Glück bröckelt rasant. Jane entdeckt nachts eine Geheimtür, hinter der ihr Mann wie in Trance an einer Gelddruckpresse arbeitet – am Weiterlesen
Serien-Meilensteine I
Serien-Meilensteine I
Warum die erste Folge von Die Leute von der Shiloh Ranch TV-Geschichte schrieb
Am 19. September 1962 flimmerte die erste Folge von Die Leute von der Shiloh Ranch (The Virginian) über die US-Bildschirme, im ZDF am 13.01.1979. Die Pilotfolge Die Henker (The Executioners) war kein normaler TV-Western – sie war eine echte Revolution. Warum diese Episode das Fernsehen für immer verändert hat, erfahrt ihr hier in einem Überblick.
Wie schmeckt das Blut von Dracula (1970)

Wie schmeckt das Blut von Dracula (1970)
Der vierte Teil der Hammer-Dracula-Reihe markiert das Kinodebüt von Regisseur Peter Sasdy. Die vorliegende Kritik untersucht das Spannungsfeld zwischen Sasdys atmosphärischer Inszenierung und den strukturellen Defiziten im Drehbuch von John Elder. Im Fokus stehen dabei die detaillierte Charakterzeichnung der ersten Filmhälfte sowie die zunehmende Marginalisierung der Titelfigur innerhalb der etablierten Studio-Formel.
Wie schmeckt das Blut von Dracula ist der vierte Teil der legendären Hammer-Reihe, kann sich jedoch kaum mit der Qualität des Originals Dracula (1958) messen. Er stellt zwar eine Steigerung gegenüber dem schwachen Vorgänger Draculas Rückkehr dar, leidet aber massiv unter dessen übernommenen Mängeln. Dennoch repräsentiert das Werk wohl das Beste, was man innerhalb der engen Grenzen der Hammer-Formel und der recht starren Vorstellung des Studios vom Dracula-Mythos erwarten kann.
Das Werk profitiert spürbar von der Regie Peter Sasdys und – wie gewohnt – von der charismatischen Präsenz Christopher Lees. Das Drehbuch von John Elder lässt beiden jedoch kaum Spielraum. Elder (eigentlich Hammer-Produzent Anthony Hinds) leistete immerhin bewundernswerte Arbeit dabei, das bizarre Ende des Vorgängerfilms schlüssig mit der neuen Geschichte zu verknüpfen.


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