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Mythen & Wirklichkeiten

Aus dem Wigwam – Ampata Saba

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Ampata Saba

n der Nähe von Qutario, neun Meilen oberhalb Fort Snelling, begegnen wir den Wasserfällen von St. Anthony, welche von den Dakota Minnehaha oder Lachendes Wasser genannt werden. Die Franziskanermönche waren die ersten Weißen, welche diese prachtvolle Gegend durchstreiften und unter den Rothäuten Proselyten für das Christentum zu werben suchten oder auch, um sich ad majorem dei gloriam die Kopfhaut abschälen zu lassen.

Die Minnehahafälle brechen sich Bahn durch eine Reihe malerischer Felsen, deren größter den Indianern häufig als Opferstätte dient. Jedem Indianer ist dieses ein heiliger Ort, an den er allerlei interessante Legenden zu knüpfen weiß. Nur eine davon, die von der Frau Ampata Saba, Der dunkle Tag, sei hier mitgeteilt. Ampata Saba war mit einem Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 34

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

VI.
Nixen, Elben, Hexen

Der Wassermann

Im Wittgenbörner Teich wohnt ein Wassermann, von dem wäre viel zu erzählen. Unten im Wasser hat er seine köstliche Wohnung, darin haust er zusammen mit seiner Magd. An schönen lichten Tagen kommt er aus der nassen Tiefe herauf. Man hat ihn dann oft gesehen, wie er auf dem Wasser saß mit seinen grünen Haaren und sich Weiterlesen

Der Konstanzer Hans Teil 4

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Viertes Kapitel

Hans wird kaiserlicher Soldat und entweicht dreimal.

Die ganze geschlossene Gesellschaft bestand aus elf Personen und wurde zunächst nach Spaichingen und gleich darauf nach Rottenburg am Neckar abgeführt. Sie gaben sich gegenseitig das Versprechen, einander nicht zu verraten. In letzterer Stadt angekommen, hatten sie gleich die Aufmerksamkeit des kaiserlichen Werbeoffiziers auf Weiterlesen

Elbsagen 30

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

30. Die Zwerge im Hutberg bei Weißig

In der Nähe des Dorfes Weißig bei Eschdorf erhebt sich der sogenannte Hutberg beinahe 1000 Fuß über der Meeresfläche. Vor langen, langen Jahren war dieser Berg von einem Zwergengeschlecht bewohnt, das ruhig und freundlich mit den Bewohnern der umliegenden Gegend verkehrte und sich besonders durch das Tragen von runden Spitzhütchen auszeichnete. In dem Berg war Reichtum an Silber und oft kamen Leute aus der Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Der Totenvogel

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Totenvogel

uf dem linken Ufer des Mississippi, zwei Meilen unterhalb Little Crow’s Village, liegt die sogenannte rote Felsenprärie, die von den Indianern göttlich verehrt und häufig mit Tabak, Waffen, Esswaren usw. versorgt wird. Dicht bei jenem Dorf liegen zwei kleine Inseln, von denen eine die Jungferninsel getauft ist, weil die Rothäute dort früher jährlich ihr Jungfernfest abgehalten haben sollen. Wenn sich Japanerinnen gegen die Keuschheit vergehen, so bestrafen sie sich auch selbst dafür und geben sich zuweilen den Tod, indem sie sich von einem hohen Felsen hinunterstürzen oder an einem ganz dünnen Baum aufhängen. Einen dünnen Baum wählen sie nämlich deshalb, weil sie glauben, sie müssten denselben bei der Seelenreise ins Jenseits beständig nachschleppen. Von dieser Insel erzählt man sich folgende Geschichte:
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 33

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Else ihr Keller am Bilstein

Am nordöstlichen Ende des Bergrückens, dessen höchste Spitze der Bilstein bildet, ragen hoch erhaben oder geborsten mächtige Felsen empor. Zu ihnen findet sich auch eine in den Berg gehende nicht unbedeutende Höhle. Das ist der Else ihr Keller oder ihre unterirdische Wohnung, woselbst sie ihr Bett aus Laub und Moos hat. Mitunter tut sich eine Spalte auf, dann sieht man sie sitzen und spinnen. Zieht der Nebel blau um die Felsen, dann kocht sie ihr Mahl. Liegen noch einzelne Schneeblacken unter den dort befindlichen Bäumen, so trocknet sie ihre Wäsche. Weiterlesen