Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 35
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
IX. Schmiedeberg und Umgegend
1.Der Stadtname
Die Stadt Schmiedeberg erhielt ihren Namen durch die Ansiedlung einer großen Anzahl von Schmieden rund um das Eisenbergwerk; eigentlich soll er Schmiede am Berg bedeuten.
Nach einer anderen Sage soll der Ort zuerst Smedewerge geheißen haben, weshalb er demnach eigentlich Schmiedewerke geschrieben werden müsste.
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 34
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
VIII. Hirschberg und Umgebung
14. Das städtische Goldbergwerk
Um 1569 besaß Hirschberg ein eigenes Goldbergwerk beim Dorf Grunau. Die einheimischen Bauern verjagten die Bergleute jedoch mehrfach, da diese ihren Grund zerstörten. Im Dreißigjährigen Krieg verschütteten und ebneten sie die Schächte schließlich vollständig, sodass der genaue Ort heute vergessen ist.
Der Mythos Tempelritter – Teil 3.21
Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 200
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
278. Gottliebe
Im Jahre unseres Herrn 1074 wohnte in der Grafschaft Boulogne zu Longfort ein braver Ritter namens Hemfried mit seiner Frau Ogine. In ihrer Ehe hatten die beiden drei Töchter: Ogine, Adele und Godelieve (Gottliebe), die ihren Eltern an Tugend und Gottesfurcht in nichts nachstanden. Vor allen zeichnete sich jedoch die Jüngste, Gottliebe, als ein Vorbild an Heiligkeit aus. Sie liebte die Armen so sehr, dass sie ihnen alle Speisen und Getränke gab, deren sie habhaft werden konnte; nicht selten sparte sie sich selbst das Essen am Munde ab, um es den Bedürftigen zu bringen.
Der Hofmeister ihres Vaters war damit jedoch gar nicht zufrieden, da es häufig an Speisen fehlte, wenn Herr Hemfried sich zu Tisch setzen wollte. Er forschte nach, wo das Essen blieb, und als er erfuhr, dass Gottliebe es stets den Armen gab, passte er scharf auf, um Weiterlesen
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 33
Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung
VIII. Hirschberg und Umgebung
7. Der Zweikampf
Im Herbst 1621 überrannten wilde Kriegerhorden das schöne Hirschberger Tal. Als sie am 22. November vor die Stadt zogen, fanden sie die Bürger jedoch gut gerüstet auf den Mauern vor. Einen überraschenden Überfall hätten die feindlichen Scharen gern gewagt, vor einer regelrechten Erstürmung schreckten sie jedoch zurück. Stattdessen boten sie den Städtern einen Zweikampf zwischen einem ihrer Krieger und einem Bürger an.
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