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Mythen & Wirklichkeiten

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 47

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Das Paradies der Tetonen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Ursprung des weißen, roten und schwarzen Mannes

ls Florida sich als Territorium der Vereinigten Staaten organisierte, war die erste Sorge des Gouverneurs William P. Duval darauf gerichtet, die Eingeborenen für die Zivilisation zu gewinnen. Zu diesem Zweck berief er einst eine Versammlung der Häuptlinge der Seminolen und sagte ihnen, es sei der Wunsch des Großen Vaters, dass sie Lehrer und Schulen haben und dass ihre Kinder gerade so wie die der Weißen unterrichtet werden sollten. Die Häuptlinge hörten mit großer Aufmerksamkeit zu und baten sich nach beendeter Rede einen Tag Bedenkzeit aus. Am folgenden Tag erschienen sie zur festgesetzten Zeit wieder. Einer derselben redete den Gouverneur im Namen der Übrigen wie folgt an:

»Mein Bruder! Wir haben uns den Vorschlag unseres Großen Vaters gut überlegt und sind ihm sehr dankbar für Weiterlesen

Schinderhannes – Siebentes Kapitel

Leben und Taten des berüchtigten Johann Bückler, genannt Schinderhannes
Für Jung und Alt zur Lehre und Warnung aufs Neue geschrieben von W. Fr. Wüst, Reutlingen 1870
Druck und Verlag von Fleischhauer & Spohn

Siebentes Kapitel

Jakob Ofenloch wird wieder Schinderhannes.

Plötzlich erschien Schinderhannes wieder auf der linken Seite des Rheins und ging in die Wälder des Hunsrücks. Unter seinen alten Bekannten war Benzel der Erste, den er traf, und der kam ihm gerade zu rechter Zeit. Es war nämlich Markt in Kreuznach, auf dem sich immer noch viele Kaufleute einfanden. Da war ein Fang zu machen. Die Räuber stellten sich auf die Lauer. Richtig ritt ein Kaufmann aus Sobernheim des Weges daher. Dem forderten sie Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 46

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Elbsagen 15

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

15. Mutter und Kind

Am Palmsonntag früh zur Messezeit, wo, wie bekannt, die Schätze blühen, ging eine junge Bauerfrau ans Falkendarf mit ihrem kaum einjährigen Kind auf dem Arm der Stadt Tetschen zu. Als sie zum Hainhübel kam, sah die plötzlich ein altes Gemäuer am Bergrand und eine Tür drin, die offen stand. Das verwunderte sie, denn so oft sie auch den Weg gemacht hatte, noch nie war ihr das Mauerwerk aufgefallen. Sie trat näher und wie freudig Weiterlesen

Aus dem Wigwam – Das Paradies der Tetonen

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig.1880

Das Paradies der Tetonen

enn man an einem sternenhellen Abend im Monat des Blätterwelkens seine Augen zur Gegend des Jägersterns (Nordstern) und des ewigen Schnees richtet, wird man den Himmel oft mit einer zarten Röte, ähnlich der Röte auf den Wangen einer Jungfrau, wenn der Name ihres Geliebten erwähnt wird, geschmückt sehen. Auch wird der aufmerksame Beobachter dann und wann ein geheimnisvolles halb unterdrücktes Lachen hören und zuweilen auf die lustigen Gestalten der froh Lachenden, die in der Umgebung der Sterne ihre freudenvollen Tänze aufführen, bemerken. Dieser Anblick erfüllt die Brust des Indianers stets mit der höchsten Freude, denn er glaubt, die Geister seiner verstorbenen Freunde zu sehen, die sich dort oben in ihren Lieblingsspielen ergehen.

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