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Spannungswelten

Tür des Todes – Kapitel 5

John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 5
Gewissheit

Gegenüber Eleanor und Carl Ballion, zu denen wir draußen stießen, gab Norse nur spärliche Informationen preis. Er erklärte lediglich, dass seine Untersuchungen in Greyhouse vorerst abgeschlossen seien, dass keine Verhaftung vorgenommen worden sei, dass er morgen zur gerichtlichen Leichenschau zurückkehren werde und dass das Haus in der Zwischenzeit unter Überwachung bleibe. Er sprach in einer Weise, die keine Fragen zuließ.

»Ich nehme an«, fuhr er fort, »dass Sie, Miss Graham, das Haus verlassen möchten. In diesem Fall lassen Sie meinem Büro bitte Ihre neue Adresse zukommen.«

Doch darin irrte er sich, denn sie äußerte die Absicht, bis nach der Beerdigung in der Nähe der Leiche ihrer Schwester zu bleiben. Weiterlesen

Dem Seewolf trotzen – Kapitel 1

Dem Seewolf trotzen
Oder: Thad in der Klemme
Von einem alten Seebären geschrieben

Personen in dieser Geschichte

Thad, Oliver und Simple Simon: Die drei Jungen-Kameraden, die sich aufmachten, um Ruhm zu ernten und der Menschheit zu dienen, indem sie den berüchtigten Captain Kidd gefangen nehmen – den meistgefürchteten Schrecken der Meere zu jener Zeit, als New York noch eine kleine Stadt war. Thad war der anerkannte Anführer des tapferen Trios, und Simon erwies sich oft als gar nicht so einfältig, da er ein kühnes Herz besaß und bereit war, viel für das Recht zu riskieren.
Captain Kidd: Der berüchtigtste Pirat der frühen Tage, dessen Name seit jeher mit dunklen Taten entlang der Ostküste in Verbindung gebracht wird – von Maine bis zu den sonnigen Küsten der tropischen Westindischen Inseln; und besonders im Zusammenhang mit verschiedenen vergrabenen Schätzen, die er an zahllosen einsamen Orten während seines Kriegszuges gegen den Handel auf den blauen Meeren hinterlassen haben soll.
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Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 5

Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861

Kapitel 5

Ein Polizeirat

Gegen fünf Uhr morgens beabsichtigte der Ochsenhändler Joachim Nettelberg abzureisen. Der Hausknecht, obschon noch schläfrig, versah pünktlich seinen Dienst: Bereits um vier Uhr war er erwacht, hatte Stiefel und Kleider der Gäste gereinigt und schickte sich nun, fünf Minuten vor halb fünf, an, den Ochsenhändler zu wecken.

Er klopfte an die Tür. »Herr Nettelberg, es ist Zeit!«

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Mörder und Gespenster – Band 1 – 22. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder

Kapitel 3

Am Abend desselben Tages blicken wir in das elende Kämmerchen, in dem die alte Frau Walter wohnt. In ihrem eigenen Bett, das die Grausamkeit des Sohnes ihr nicht hatte vorenthalten können und das noch von besseren Tagen zeugt, liegt die alte Frau. Sie atmet schwer und scheint bereit, jeden Augenblick vor ihren höheren Richter zu treten. Neben ihr auf einem Schemel sitzt das junge Mädchen, das sich ungefragt ihrer Pflege angenommen hat. Als elternlose Waise hatte sie schon seit einigen Jahren im Ort gedient. Da sie gerade ohne Stelle war, weihte sich das gute Geschöpf dieser freiwilligen Aufgabe. Sie verwandte ihr weniges Erspartes gern dazu, das Leid der Greisin zu lindern, der sie wie ein hilfreicher Engel erschienen war. Von ihrer eigenen Herkunft wusste sie nichts; sie war ein ausgesetztes Kind, das eine Bäuerin gefunden und dem Waisenhaus übergeben hatte.

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Das Astoria-Abenteuer – Teil 5

Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912

Widerwärtigkeiten – Besorgnisse – Der Beginn einer großen Leidensgeschichte

Mr. Hunt war herzlich froh, als sich die Arikara endlich verabschiedeten. Er trieb dann aus Vorsicht so sehr zur Eile, dass manche der Jäger, die sich nicht zum Besten beritten fühlten, gar sehr brummten; aber man legte so an diesem Tage noch zwanzig Meilen zurück. Der Weg führte über mehrere Nebenflüsse des Missouri und über unermessliche, von Bäumen gänzlich entblößte Prärien. Diese großen Grassteppen hatten inzwischen von ihrem frischgrünen Anblick wieder erheblich eingebüßt, denn man befand sich jetzt so ziemlich im Scheitel des Sommers. Die Reisenden hätten bei diesen oft ganz nackten Ebenen unfehlbar erliegen müssen, wenn nicht den Tag über ein stetig wehender Wind, der von den fernen Gebirgen herüberzog, ihre Stirnen gekühlt und sie so einigermaßen erfrischt hätte.

Gleichwohl wurde Ramsay Crooks schon in den ersten Tagen derart von Unwohlsein befallen, dass er nicht mehr zu Pferde Weiterlesen