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Des Teufels Sohn

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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 15

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

In den Apothekerbüchsen ist Rat wider weibliche Untreue.

Ein Bauer kam 1788 in Schweinfurth in die Apotheke und verlangte eine Arznei, welche die Kraft habe, seine junge Frau, die ihm untreu sei, wieder treu zu machen; in der Meinung, dass in einer der vielen Büchsen auch wider seine Herzensnot Hilfe sein müsse, und man hier auch Liebe und Treue feil habe. Der Apothekergeselle hatte seinen Spaß mit ihm und gab ihm ein unschädliches Pulver, welches er von einem Zuckerbäcker in etwas backen lassen hatte und seiner Frau zu essen geben sollte. Der Zuckerbäcker verstand den Spaß und backte das Pulver für 30 Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 14

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Der Engel, der Fisch zu Geißmannshof, will mir helfen!

Zu Geißmannshof, einem keinen Dorf bei Nürnberg, das nach Fürth eingepfarrt ist, befand sich noch ein Landmann namens Fisch, welcher vorgab, die Leute entzaubern zu können. Daher war er in dortiger Gegend weit und breit in großem Ansehen. Alle, welche verzaubert zu sein wähnten, nahmen zu ihm ihre Zuflucht. Ein junger Mensch bat den Arzt, dass er doch seinen Vater, einen Witwer und Handwerksmann von einigen 60 Jahren besuchen möchte, weil er krank wäre und dabei glaubte, seine Krankheit sei die Folge und Wirkung einer Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 13

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Ein Pechpflaster soll weibliche Fruchtbarkeit fördern

Im Jahr 1788 saß in Halle an der Saale eine weise Frau im Zuchthaus. Eines dortigen Leinewebers hinterlassene Frau, die nach einem jährigen Witwenstand wieder geheiratet hatte, wünschte nämlich auch Kinder zu haben und zog nach mehreren fruchtlos gebrauchten Mitteln auch die Nageln, so hieß die sogenannte weise Frau, zu Rate. Diese verkündete ihr aus der Schale die baldige Erfüllung ihrer Wünsche und lockte ihr so viel Geld ab, dass sie ein Stückchen ihrer Sachen nach dem anderen vertrödelte. Zuletzt verwies sie die Frau an ihren Sohn, der ihr gewiss Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 12

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Mikita verlangt ein großes Opfer

Im Jahr 1788 ereignete sich in Galizien, vier Meilen von Lemberg, mit einigen pfälzischen Kolonien, die ihrer Liederlichkeit wegen den gehofften Vorteil bei der Landeskultur nicht sahen, folgende Begebenheit:

Verschiedene Männer hatten sich im Sommer des benannten Jahres beredet, mit Frauen und Kindern wieder heimlich fort und zurück in das Reich zu gehen. Nur die Ausführung hatte Schwierigkeiten, die sie gern ohne viele Mühe auf die Seite schaffen wollten. Dazu schien ihnen nichts bequemer, als Unsichtbarkeit. Diese wollten sie von Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 11

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Gespensterbannen ist eine saure Mühe.

Ein Bauer im Amt Hunteburg im Hochstift Osnabrück bemerkte 1788 einige Zeit einen Geist in seinem Haus, der ihn nebst seinen Angehörigen nicht wenig beunruhigte. Der Bauer wurde des Spukens müde und ging daher zu einem ebenfalls in Hunteburg wohnhaften Teufelsbanner mit Namen M…, welchen er ersuchte, den Geist aus seinem Haus zu verbannen, wofür er ihn reichlich belohnen wollte. M… nahm es in Überlegung und äußerte nachher, dass es der Beschreibung nach einer der hartnäckigsten Geister sein müsste, den er zu vertreiben sich Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 10

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Ein Rezeptbuch macht einen Soldaten zum Doktor.

In Chemnitz warf sich 1788 ein gemeiner Soldat als Arzt auf, da er ein altes Rezeptbuch auf einer Auktion gekauft hatte, woraus er seine Kunst schöpfte. Er kurierte auch fast alles, was ihm vorkam, aus einerlei Büchse; und doch gab es Leute genug, die sich von ihm kurieren lassen wollten. Die wahren Ärzte versuchte er bei seinen Kunden dadurch verächtlich zu machen, dass er jedem, der einen von ihnen gebraucht hatte, zu schwitzen eingab, um, wie er sagte, die Arznei des Doktors erst aus dem Leib zu schaffen, weil sonst die seine nicht wirken könne.