Das Mahlen der Finsternis
Der Westen blutet, das Licht verreckt,
vom Schattenleichentuch jäh zugedeckt.
Kein sanftes Gehen – die Nacht bricht ein,
um Fleisch und Welt vom Sein zu befrei’n.
Sie saugt das Bunte aus der Welt,
bis nur das fahle Skelett noch hält.
Es ist nicht die Schwärze, die mich erstickt,
nicht das Dunkel, das stumm von den Wänden nickt.
Es ist der Abgrund, der im Herzschlag gähnt,
und sich nach meiner Auslöschung sehnt.
Ein hohles Schweigen, das die Ordnung frisst,
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Der Welt-Detektiv – Band 13 – 5. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
5. Kapitel
Ein tückischer Anschlag
Jäh erinnerte sich Sherlock Holmes an den Drohbrief. Wie schloss er doch gleich? Aha, ja: Sollten Sie bis sechs Uhr Gut Buckin nicht verlassen haben, werden Sie um sechs Uhr eine Minute ein toter Mann sein. Das rote Triangel.
Der Weltdetektiv lachte spöttisch auf. Das Gut zu verlassen, hieße, dem Mörder einen Freibrief auszustellen. Aber immerhin: Es war eine Kühnheit ohnegleichen, dass es der Unbekannte überhaupt wagte, sich noch hier irgendwo in der Nähe aufzuhalten – selbst dann, wenn er unter dem Personal Helfer besaß. Ihn, den erfahrenen Kriminalisten, schreckte der Drohbrief nicht. Er besaß eine ganze Kollektion solcher und ähnlicher Schreiben.
Al Capone – Band 39
Al Capone
Band 39
Ahrens flieht vor den Gangstern
1. Kapitel
Hymie Weiß wird gebrandmarkt
Der Pole Hymie Weiß starrte mit angstvollen Augen auf Capone; dieser bedrohte ihn jedoch gar nicht mehr mit dem Revolver, den er vorher auf ihn gerichtet hatte.
Nein, Scarface hatte die Waffe auf einen neben ihm stehenden Tisch gelegt, schlug die Arme übereinander und sagte:
»Dein Leben hängt in diesem Augenblick ab von dem Evelines und dem ihres Vaters. Wenn diese beiden tot sind oder wenn ihnen auch nur der geringste Schaden zugefügt worden ist, dann bereite dich darauf vor, mir dein elendes Fell auszuliefern, Hymie Weiß!«
Der Welt-Detektiv – Band 13 – 4. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
4. Kapitel
Um sechs Uhr …
Ein Blick auf das Zifferblatt seines Chronometers belehrte ihn, dass an der angegebenen Zeit noch siebzehn Minuten fehlten. Brot, Butter und Aufschnitt verloren plötzlich an Reiz für ihn. Er stand auf und schleuderte den Stuhl zurück. Er polterte zu Boden und lockte den alten Kammerdiener herbei.
»Wer hat im Laufe der letzten halben Stunde den Speisesaal betreten?«, fragte Sherlock Holmes ihn kurz.
»Niemand, Mr. Holmes!«
Al Capone – Band 38
Al Capone
Band 38
Das Zimmer der Rache
1. Kapitel
Auf der Spur der Entführten
Wir haben berichtet, dass Ed Weller die Befürchtung hegte, es könne Eveline Ahrens und ihrem Vater während seiner und Capones Abwesenheit in dem Antiquitätengeschäft von Scarface etwas zugestoßen sein.
Capone, Weller und Kline begaben sich daher sogleich nach ihrer Flucht aus dem Gefängnis zu dem Laden, und Ed riss die nur angelehnte Tür auf. Tiefes Schweigen hing über dem Raum.
Die drei Männer, die Pistole in der Hand, gingen vorsichtig auf den Hintergrund des Ladens zu, wo ein dichtes Gerümpel alter Möbel stand, das vorzüglich für einen Hinterhalt geeignet war, indem man von dort die Eintretenden überfallen konnte.

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