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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 22

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Die Toten stehen auf.

Frau Bärbel: »Wie gesagt, keinen Tropfen mehr! Der Wächter hat schon elf gerufen. Ihr wisst, morgen ist Allerseelentag. Meine Leute müssen früh zur Kirche, und es ist schon spät in die Nacht.«

Ein Bauer: »Ei, was schert uns das? Ihr seid Wirtin, und hiermit holla! Eine Kanne noch.«

Ein Fischer: »Und eine Bohle Branntwein, hört Ihr’s!«

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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 21

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Der Hexenmeister

Der Glaube, dass gewisse Menschen, vorzüglich alte Weiber, die man auf dem Brocken oder Blocksberg zu Hexen graduiert, durch die Gewalt des Teufels Donnerwetter, Regengüsse, und tausend andere Wunderdinge hervorbringen können, herrscht ungeachtet unseres philosophischen und aufgeklärten Jahrhunderts noch so ziemlich unter uns Adamssöhnen und besonders unter den Töchtern Evas. Ich kenne Amtleute und Ökonomen, die sich recht ordentlich bekreuzigen, wenn ihnen von ungefähr ein Mütterlein begegnet, das so ein dreiviertel Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 20

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Posaunenton eines hochberühmten Okulisten, Operateurs, Leib- und Wundarztes

In Hessen zog 1789 ein Operateur umher, der sich selbst einen hochberühmten Okulisten, Operateur, Leib- und Wundarzt nannte, der in verschieden Königreichen und berühmten Hauptstädten (jetzt war er mit Dörfern zufrieden) viele hundert Menschen kuriert hatte und jederzeit glücklich gewesen war. Er rühmte von sich, dass er die meisten Blindheiten in einer Viertelstunde kuriert habe. Wörtlich hieß es in seinem Zettel so: »Er heilt auch alle offenen Schäden oder Salzflüsse an Armen und Beinen, Hasenscharten oder um sich fressenden Krebs, Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 19

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Frage: Was verlangst du? Antwort: Gesundheit. Frage: Von wem? Antwort: Von Gott. Gut! Ich gebe die die Gesundheit, gib du mir deine Krankheit, welche ich in fremde Länder schicke.

Im April 1789 hielt sich in Querfurt ein sogenannter Wunderdoktor einige Wochen auf. Er bekam außerordentlichen Zulauf, besonders deswegen, weil ein gewisser angesehener Mann durch sein scheinheiliges frömmelndes Wesen        eingenommen wurde. Dieser Mann scheint in der Einbildung kränker gewesen zu sein, als er wirklich war. So konnte er sich leicht auch einbilden, die Zauberkraft des Doktors habe ihm geholfen, und Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 18

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Schlage du nur einen Hufnagel von einem schwarzen Hengst in einen Baum.

In Lodersleben war im Jahr 1788 ein Knabe nach der vor einigen Jahren an ihm versuchten und nicht gelungenen Einimpfung der Kinderblattern sehr elend geworden. Die bisher gebrauchten Arzneimittel waren von keiner besonderen Wirkung gewesen. Daher entschlossen sich die Eltern desselben endlich, die Sympathie zu versuchen. Ein Dorfhirt nimmt den Patienten nach Sonnenuntergang mit in ein Holz und schlägt einen Hufnagel von einem schwarzen Hengst (bei Weibspersonen muss er von einer Stute sein) in einen Baum, nachdem er mit dem Nagel Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 17

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Der getreue Hauspudel wird für einen Wechselbalgträger gehalten.

Bei einer Wöchnerin klopfte in den ersten Nächten ihrer Niederkunft etwas an der Tür so stark, dass sie dadurch aus ihrem freilich leisen Schlaf geweckt und veranlasst wurde, die bei ihr wachende Wartfrau zu fragen, was das sei oder was geschehen wäre. Da indessen dieses Klopfen wiederholt wurde, die furchtsame Wartfrau aber alles Bittens, Zuredens, Versicherung und Erklärung, dass es gewiss natürlich zugehe, ungeachtet, durchaus nicht an die Tür wollte, vielmehr der ohnehin in ihrem Zustand reizbar empfindlichen Frau, statt ihren Befehl zu erfüllen, ihr Weiterlesen