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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 28

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Treffliche Wirkung des kalten Wassers

Eine Weibsperson, 41 Jahre alt, die Ehefrau eines Schusters in einem Dorf unweit Linz namens Anna Maria war seit 18 Jahren im österreichischen Land als vom Teufel leibhaftig besessen beschrieben worden. Es hieß, in den ersten drei Jahren habe der Teufel sie nur dann und wann gequält, in den folgenden fünfzehn Jahren aber habe sie weder Tag noch Nacht Ruhe gehabt. Niemand zweifelte demnach an der Wahrheit einer wirklichen Besitzung derselben, indem die gelehrtesten und frömmsten Geistlichen solches aufs Feierlichste beteuerten. Im Frühling des Jahres Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 27

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Zwei Geschichten von einem Schlag

Ein verabschiedeter Soldat, M. Matthiesen, wurde dem leichtgläubigen Züchnermeister T. als ein großer Schatzgräber empfohlen. Diesem war mit der Bekanntschaft gar sehr gedient, weil ihn eben eine auf dem Land wohnende Freundin, welche einen Schatz in ihrem Garten vermutete, ersucht hatte, ihr einen solchen Mann zu schaffen. Sie gingen zusammen dahin. Es wurde aber kein Schatz gegraben, weil M. verschiedene Hindernisse vorschützte. Eben dadurch aber gab er dem Meister T. eine schlechte Meinung von seiner Geschicklichkeit.

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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 26

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Die Kluge kommt

In einem ansehnlichen, nicht weit von Crossen in der Neumark belegenen Dorf begab es sich 1789, dass die Kühe des dortigen Predigers seit geraumer Zeit entweder wegen schlechten Futters oder anderer Ursachen, schlechte blaue Milch gaben. Je blauer die Milch wurde, desto mehr verringerte sich auch überhaupt ihr Zufluss in den Eutern der Kühe. Die Frau Pastorin war hierüber nicht wenig verlegen und hielt mit ihrem Eheherrn, dessen Glaube an den Einfluss des Satans in die göttliche Regierung der Welt ihr bekannt sein musste, im Beisein ihrer alten Magd, die Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 25

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Bald wird man die Hexe vor der Schleifmühle tanzen sehen.

In einem Ort, wo Messer, Schlösser und andere dergleichen Waren angefertigt werden, ereignete sich ein Zufall, der ein neues Schauspiel versprach. Bekanntlich sind an solchen Fabrikorten Schleifmühlen, auf welchen Messer und Gabeln geschliffen werden. Die Schleifsteine dieser Mühlen werden von einem Kammrad, das mit dem Wasserrad wie in Mahlmühlen an ein und derselben Welle befestigt ist, angetrieben. Über diesen Schleifsteinen ist ein Sessel befestigt, auf welchem der Schleifer sitzt und sich mit der Klinge oder Gabel in der Hand abwärts auf Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 24

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Jeder Gewinner schafft sich ein neues Kleid und ein Paar große Steifstiefel an.

Im Oktober des Jahres 1788 kam ein schlecht gekleideter Mann mit seiner Frau nach N. im Nassauischen, mietete sich in einem Bauernhaus ein und gab vor, er hätte von der Herrschaft die Erlaubnis, sich niederzulassen und sein Geld zu verzehren, in welchem Ort er wolle. Seine Heimat gab er nie recht an, sondern sagte nur, dass er wegen verübter Wilddieberei habe flüchten müssen. Er gab sich nun für einen Kollektor zum Wiesbadener Lotto aus. Die Bauern, die zum Teil schon lange ihr sauer erworbenes Geld in dieses Lotto getragen hatten, brachten also ihr Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 23

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Einige Unteroffiziere zitieren die Gespenster aus dem Brunnen herauf.

Gegen Weihnachten 1791 starb in Halle der Böttchermeister Hildebrant ein stiller und arbeitsamer Bürger und guter Vater von sieben ihm ähnlichen Kindern. Die beiden Jüngsten, ein Sohn von dreizehn und eine Tochter von siebzehn Jahren, welche diesen Verlust aufs Schmerzlichste fühlten, blieben bis auf ein paar Mietsleute nur allein in ihrem väterlichen Haus. Nach einiger Zeit erhoben sich in der Nacht ein fürchterliches Poltern auf dem Boden und Werfen und Stoßen an den Türen. Nahe Blutsfreunde beteuerten, dies sei der Vater, er habe keine Ruhe usw.

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