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Guido von Scharfenstein – Kapitel VI

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

VI.

Nach einem scharfen Ritt erreichten am folgenden Tag die Ritter den Wohnsitz des Zauberers Gundelbart, wo der Unhold eben den gescheiterten Anschlag seiner Schwester vernahm und nun zitterte vor dem, der da kam mit starkem ritterlichen Arm und gewappnet gegen alle Hexen- und Zauberkünste.

Wie Bruno Gundelbarts Schloss beschrieben hatte, so fand es sich auch. Es stand frei ohne Mauern und Wälle, aber von einem breiten Sumpf umgeben, an dessen innerem Rand die Ungeheuer des Zauberers Wache hielten. Weiterlesen

Guido von Scharfenstein – Kapitel V

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

V.

Ritter Guido und seine Begleiter ritten eben durch einen Wald, an dessen Ausgang sie eine Herberge zu finden hofften, wo sie die letzte Nacht zubringen wollten; denn morgen, ehe es Mittag würde, meinte Bruno, müssten sie das Raubnest des Zauberers Gundelbart erreichen. Plötzlich vernahm Guido ein ängstliches Hilfegeschrei und das Geklirr von Schwertern dazwischen. Da der dichte Wald es unmöglich machte, zu Pferd zu jener Stelle zu gelangen, woher der Hilferuf kam, sprang Guido eilig vom Pferd und drang mühsam durch das Gebüsch. Seine Weiterlesen

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 52

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Ein Wunderarzt fordert in der Apotheke für sechs Pfennige Allerlei und für sechs Pfennige Racketei.

Unter der Garnison in Calbe (im Saalkreis) befand sich ein gemeiner Soldat, Namens Graf, der sich für einen Exjesuiten ausgab, und alle sieben Jahre einmal drei Monate die Gabe zu besitzen vorgab, alle menschliche Gebrechen heilen zu können. Dieser Wundermann kam zwar eigentlich als Soldat dahin, aber ein Gestirn hatte ihn, wie er sagte, bei seiner Ankunft belehrt, dass Calbe der Ort sei, wo er sein Talent würde geltend machen können. Er war kaum einige Tage da, als sich der Geruch seiner Wunderkraft so sehr verbreitete, dass nicht bloß aus Weiterlesen

Guido von Scharfenstein – Kapitel IV

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

IV.

In seinem Eulennest saß der Zauberer Gundelbart in seiner scheußlichen unnatürlichen Gestalt, und neben ihm in gleich liebenswürdiger Missgestalt seine Schwester, die Hexe Gundelberta. Er beratschlagte mit ihr, wie es ihm wohl gelingen möchte, die gefangene Utta, des Schlangenritters schönes Weib, in sein Netz zu locken. Nebenbei unterließ das Geschwisterpaar nicht, sich in kräftigen und schmähsüchtigen Worten darüber zu äußern, warum ihre Mutter, die Hexe Kanda, sie in so hässlicher und widernatürlicher Gestalt zur Welt gebracht habe.
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Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 51

Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796

Rosenfeld hat die Schlüssel des Paradieses und das Buch des Lebens mit sieben Siegeln verschlossen.

Rosenfeld fing im Jahr 1762, als er 31 Jahre alt war, eine herumstreifende Lebensart an. Er hatte Wohlleben, Gemächlichkeit etc. immer geliebt. Wo er nur hinkam, fing er an, von Religionssachen zu sprechen, gab sich für einen Propheten, der in der Bibel verkündet sei, endlich für den Heiland der Welt, den wahren Messias, für Gott selbst aus. Er fand viel Glauben, Beifall und Anhang und trieb dieses Werk, um sich füttern zu lassen, Geschenke zu bekommen, Jungfrauen zur Erfüllung seines Wunsches zu bereden und fand darin große Bereitwilligkeit. Eltern Weiterlesen

Guido von Scharfenstein – Kapitel III

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

III.

Drei Tage bereits war Ritter Guido mit seinen drei Knappen unterwegs. Der Anweisung Leutholds folgend, zog er immer gegen Süden, ohne dass ihm bisher das geringste Abenteuer zugestoßen wäre.

Ein majestätischer Urwald nahm soeben unseren Ritter auf. Die hohen Eichen rauschten vom frischen Frühlingswind angeregt. Die Einsamkeit des Waldes machte Guido nachdenklich. Er ließ das Haupt auf die Brust sinken und dachte an Rosamunde.
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