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Das Astoria-Abenteuer – Teil 5

Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912

Widerwärtigkeiten – Besorgnisse – Der Beginn einer großen Leidensgeschichte

Mr. Hunt war herzlich froh, als sich die Arikara endlich verabschiedeten. Er trieb dann aus Vorsicht so sehr zur Eile, dass manche der Jäger, die sich nicht zum Besten beritten fühlten, gar sehr brummten; aber man legte so an diesem Tage noch zwanzig Meilen zurück. Der Weg führte über mehrere Nebenflüsse des Missouri und über unermessliche, von Bäumen gänzlich entblößte Prärien. Diese großen Grassteppen hatten inzwischen von ihrem frischgrünen Anblick wieder erheblich eingebüßt, denn man befand sich jetzt so ziemlich im Scheitel des Sommers. Die Reisenden hätten bei diesen oft ganz nackten Ebenen unfehlbar erliegen müssen, wenn nicht den Tag über ein stetig wehender Wind, der von den fernen Gebirgen herüberzog, ihre Stirnen gekühlt und sie so einigermaßen erfrischt hätte.

Gleichwohl wurde Ramsay Crooks schon in den ersten Tagen derart von Unwohlsein befallen, dass er nicht mehr zu Pferde zu sitzen vermochte. Man fertigte für ihn eine Art Sänfte an: Zwischen zwei Pferden befestigte man zwei lange Stangen, die man mit Matten belegte. Auf diese bettete man den Kranken. Über seinem Haupt hatte Jonathan Waterson mit kunstgeübter Hand aus Zweigen eine Art Laube geflochten, die den Patienten vor der Glut der Sonnenstrahlen recht gut schützte. So zog man weiter und lagerte am 23. Juli an den Ufern des Big River. Hier traf man endlich wieder auf größere und kleinere Gehölze sowie auf eine Menge frischer Büffelfährten. Man beschloss, einige Tage zu verweilen, einerseits um dem Kranken Erholung zu gönnen, zum anderen, um sich mit frischem Fleisch zu versorgen.

Aber aus der geplanten kleinen Rast wurde ein Aufenthalt von zwei Wochen. Als sich nämlich John Day mit einigen Jägern auf der Jagd befand, stießen sie unversehens auf ein Indianerlager. Es stellte sich heraus, dass es Cheyenne waren – Angehörige desselben Stammes, die jene Gesandtschaft zu den Arikara entsandt hatten. Darüber herrschte natürlich auf beiden Seiten große Freude, die bei den Weißen noch stieg, als sie gewahrten, dass in der Nähe des Indianerlagers eine große Menge Pferde weidete.

»Das kommt wie gerufen und gibt noch einen großen Handel«, sagte John Day alsbald zu seinen Genossen, als sie von den Cheyenne in der freundlichsten Weise in ihre Wigwams geführt und dort gastlich bewirtet wurden. Mr. Hunt ließ denn auch, nachdem die Friedenspfeife in der üblichen Weise geteilt worden war, in seiner Begrüßungsrede durchblicken, dass er und seine weißen Brüder gerne noch einige Pferde besitzen möchten; dagegen wären sie sehr wohl in der Lage, manche Wünsche ihrer roten Freunde zu befriedigen.

Die Folge war, dass das Lager der Weißen am Big River ganze vierzehn Tage nicht leer wurde. Die Indianer benahmen sich bei dem lebhaft geführten Handel durchaus höflich und anständig. Die Männer waren alle schöne, kräftige Gestalten, an denen die edel geschnittenen Adlernasen besonders auffallen mussten. Viele gingen fast nackt; sie waren von einem Ebenmaß, dass sie einem Bildhauer hätten als Modell dienen können. Manche trugen lange Gamaschen und Mokassins aus Hirschhaut sowie Mäntel aus Büffelfellen, die sie sehr malerisch über die Schulter geworfen hatten. Die größte Freude bereitete es ihnen, rote Farbe zu erhalten, womit sie sich dann auch gleich ihre nackten Oberkörper über und über bemalten.

Während dieser Zeit hatten die Weißen oftmals Gelegenheit, die Kunstfertigkeit und Grazie zu bewundern, mit der diese Indianer ihre Pferde tummelten. Viele von ihnen boten einen wahrhaft überraschenden Anblick, wenn sie und ihre Rosse in vollem Kriegsschmuck erschienen; denn der Cheyenne pflegte sein Pferd fast noch mehr als sich selbst mit allerlei Zierrat zu schmücken. Oftmals schlossen sie sich der Jagd der weißen Jäger an und vollführten dabei so gewagte Reiterkunststücke, dass die Weißen nicht selten bangten, Ross und Reiter müssten sich die Hälse brechen.

Am 6. August sagten unsere Reisenden den Cheyenne Lebewohl und machten sich wieder auf den Weg. Sie hatten die Genugtuung, einen Zuwachs von sechsunddreißig Pferden zu verzeichnen. Man konnte jetzt die mitgeführten Vorräte und die Waren viel vorteilhafter verteilen und hoffte, so von nun an schneller vom Fleck zu kommen. Aber die Widerwärtigkeiten, die sich dem Fortgang der Reise bisher schon entgegengestellt hatten, sollten kein Ende nehmen. Neue Besorgnisse traten auf.

Eines Abends, kurz vor dem Dunkelwerden, saß Mr. Hunt in seinem Zelt, als der Vorhang zurückgeschlagen und der Kopf Jonathan Watersons in der Spalte sichtbar wurde.

»Was bringt Ihr so spät noch?«, fragte Mr. Hunt.

»Nichts Gutes«, erwiderte Waterson mit gedämpfter Stimme, indem er es sich ohne Umstände bequem machte. »Ihr wisst ja, dass die roten Gentlemen mein edles Haupt übel zugerichtet haben, dass ich mich aber trotzdem über die Schärfe meiner Sinne und darunter vornehmlich des Gehörs nicht beklagen kann. So ist es mir unter Umständen, die nichts weiter zu bedeuten haben, gelungen, ein Gespräch zu belauschen, das mir wenig erbaulich erscheinen will.«

Mr. Hunt, dem die Sorge für das Gelingen seiner Aufgabe über alles ging und ihn Tag und Nacht beschäftigte, spitzte mächtig die Ohren. »Nun, dann ersuche ich Euch: Spannt mich nicht lange auf die Folter. Sagt, was ist vorgefallen?«

»Ihr wisst«, begann Jonathan Waterson, »dass wir unter unseren Leuten einen Mann namens Eduard Rose haben, von dem die Sage geht, dass er einst einer Bande angehörte, die auf den Inseln des Mississippi regelrecht Wegelagerei betrieben haben soll.«

»Leider ist dem so! Als ich vor Jahresfrist in Saint Louis Leute für die Expedition anwarb, handelte es sich darum, möglichst leistungsfähige Leute zusammenzubekommen, die den Gefahren und Beschwerden einer großen Reise durch die Wildnis gewachsen schienen. Ich habe Euch ja längst sattsam geschildert, dass mir die dortige Missouri Company dabei die größten Schwierigkeiten in den Weg legte und dass ich daher in der Auswahl mehr, als mir lieb war, beschränkt wurde. Ich musste froh sein, wenn ich wieder einmal einen Menschen bekam, der brauchbar zu sein schien.«

»Das ist begreiflich, und so war es Euch entgangen, dass eben jener Rose eine recht bedenkliche Vergangenheit hinter sich hat«, fuhr Waterson fort. »Zudem: Als vor Jahren jenen Banden das Handwerk gelegt wurde, flüchtete er in die Wildnis und gesellte sich den Crow zu; ja, er hat von diesen Wilden, die nicht gerade im besten Ruf stehen, sogar ein Weib genommen.«

»Den Crow? Jenen räuberischen Sippen, denen wir uns eben jetzt nähern?«

»So ist es! Aber das wäre an sich nicht das Schlimmste; im Gegenteil, man könnte sogar auf den Gedanken kommen, dass die Bekanntschaft Roses uns unter Umständen sogar nützlich werden mag. Das Bedenkliche, worauf ich Euch aufmerksam machen will, ist, dass dieser Mensch im Begriffe steht, zahlreiche Leute der Expedition abtrünnig zu machen, indem er ihnen vorschwatzt, es sei gar nicht daran zu denken, dass die Überquerung des Felsengebirges gelinge. Entweder würden wir in jenen unwirtlichen Gegenden, wo alles fehle, verhungern oder von übel gesinnten Wilden überfallen und niedergemacht werden.«

»Und die Leute hören auf den Mann?«

»Leider nur zu sehr! Er scheint bereits eine Anzahl dafür gewonnen zu haben, zu gegebener Zeit einige Packpferde mit den Waren zu stehlen und damit zu den Crow überzugehen. Ich selber habe es mitangehört, wie er den Leuten vorspiegelte, sie würden bei jenen Indianern die beste Aufnahme finden und unter ihnen sehr angesehene Menschen werden.«

»Ihr bringt da allerdings eine Nachricht, die uns noch mancherlei Kopfschmerzen bereiten kann«, entgegnete Mr. Hunt, offenbar sehr beunruhigt und besorgt. »Ich muss zugeben, dass auch mir schon Dinge zu Ohren kamen, die tatsächlich dafür sprechen, dass es unter den Leuten einige Männer gibt, die keine Lust mehr haben, mit über das Gebirge zu kommen. Auch anderes spricht dafür; ist es doch sattsam bekannt, dass das Leben unter den Wilden für viele einen großen Reiz hat. Da wird es nur gut sein, Jonathan Waterson, wenn wir allen solchen Gelüsten und Absichten sehr energisch entgegentreten. Wozu ratet Ihr?«

»Wozu? Das ist nicht leicht zu sagen … Es fragt sich, ob wir mit schnellem, kraftvollem Handeln oder mit Diplomatie weiterkommen. Fast möchte ich unter den gegebenen Verhältnissen für Letzteres stimmen, und so frage ich: Wie wäre es, wenn wir von der Sache vorläufig weiter kein Aufheben machen, dafür aber die Augen umso mehr offen halten? Ich kalkuliere: Bis wir das Gebiet der Crow betreten, vergehen immer noch einige Tage; also bliebe noch Zeit genug, uns den Fall, um ja nichts zu überstürzen, in aller Ruhe zu überlegen.«

Dieser Rat gefiel Mr. Hunt. Er war, wenn die Umstände es zuließen, stets dafür, die Dinge immer erst zu wägen und dann zu wagen. Also beschlossen die beiden, alle Teilhaber und die Verlässlichen unter den Jägern ins Vertrauen zu ziehen und sie aufzufordern, all jene Leute, die in Betracht kamen, zu beobachten und zu überwachen.

Als man an einem der nächsten Tage Halt machte, um das Nachtlager aufzuschlagen, stellte sich ein neues Missgeschick ein. Peter Dorion hatte sich mit zwei Jägern auf die Büffelsuche begeben und war nicht wiedergekehrt. Da man indessen allen Grund hatte, Dorion für einen tüchtigen Pfadfinder zu halten, beunruhigte man sich nicht weiter, sondern beschränkte sich darauf, am anderen Morgen, als man wieder aufbrach, ein Lagerfeuer brennen zu lassen, dessen Rauchsäule den Vermissten als Wegweiser dienen sollte. Am Abend, als man wieder lagerte, wurde auf der Spitze eines Hügels abermals ein Signalfeuer angezündet und am anderen Morgen mit grünem Holz so genährt, dass es den Tag über anhalten und einen starken Rauch entwickeln musste. Man tat das zwar sehr ungern, weil man befürchtete, dass die Crow auf die Spur der Reisenden geleitet werden könnten. Aber die kameradschaftliche Hilfe, die man den Vermissten schuldete, überwog schließlich alle Bedenken. Und so hielt man das noch volle acht Tage durch, ohne dass sich auch nur die geringste Spur der Vermissten zeigte.

Unterdessen hatte man auf Rose und alle diejenigen, deren Treue man für verdächtig hielt, ein scharfes Auge, doch fiel nichts vor, das zu unmittelbaren Besorgnissen Anlass gegeben hätte. Gleichwohl fingen Mr. Hunt und die übrigen Teilhaber immer mehr an einzusehen, wie leicht es dem finsteren und verwegenen Landstreicher werden könnte, ihnen zu schaden, wenn sie erst die Engpässe der Gebirge beträten, die ihnen völlig unbekannt waren.

Mac Lellan, der auf die roten Männer und alles, was mit ihnen im Zusammenhang stand, sehr schlecht zu sprechen war, schlug vor, kurzen Prozess zu machen und den Burschen Rose als Verräter einfach vor ein Kriegsgericht zu stellen – den Vorsitz aber ihm, Mac Lellan, zu übertragen. Er verbürge sich dafür, den Mann unschädlich zu machen, ohne der Gerechtigkeit den geringsten Abbruch zu tun. Mr. Hunt kannte jedoch den Hass, den Mac Lellan allen Rothäuten gegenüber hegte, und zog es daher vor, selber mit dem Mann zu verhandeln. Er ließ ihn zu sich kommen und erinnerte ihn in aller Güte daran, dass er ihn seinerzeit hauptsächlich als Dolmetscher und Führer durch das Gebiet der Crow angenommen habe. Er ermahnte ihn jetzt, da sie diesen Landstrich zu betreten im Begriffe seien, sich seiner Pflicht bewusst zu sein.

Zugleich eröffnete er ihm aber auch, dass man jenseits dieses Gebietes seiner Dienste eigentlich nicht mehr bedürfe. Da man wisse, dass er diesem Stamm durch Heirat verbunden sei, wolle man ihm keinen Zwang antun, sondern ihm die Freiheit geben. Mr. Hunt versprach ihm, bei der Trennung für die bisher geleisteten Dienste einen halben Jahreslohn auszuzahlen und ihm außerdem ein Pferd sowie mehrere Biberfallen zu überlassen. Da zeigte es sich wieder, dass man mit weiser Mäßigung oft viel weiter kommt als mit Gewaltmaßregeln. Die unerwartete Freigebigkeit entwaffnete den Landstreicher derart, dass in seinem Wesen ein völliger Umschwung eintrat. Er wurde von Stunde an freundlicher und machte in der Tat keinen Versuch mehr, die Kameraden abwendig zu machen.

Am 18. August erreichte man endlich den Saum der Schwarzen Berge. Hier war es, als man das Nachtlager errichtete, dass plötzlich ein Freudengeschrei erhob: Die vermissten drei Jäger kamen müde und abgetrieben auf ihren Pferden an. Sie schilderten heißhungrig, wie sie in der Hitze der Jagd einen Büffel so weit verfolgt hatten, dass sie den Rückweg nicht mehr fanden, da ihre Fährte durch andere Büffelherden vollständig zertreten worden war. Erst vor wenigen Tagen hatten sie die Spur der Reisegesellschaft wiederentdeckt. Es war eine Freude zu sehen, wie an diesem Abend alle Hände wetteiferten, den Genossen die Lage zu erleichtern.

Am nächsten Morgen hatten sich die Wiedergefundenen bereits so weit erholt, dass sie baten, ihretwegen keinen Aufenthalt zu machen. Also stieg man zu Pferde und betrat mit ebenso viel Mut wie stillem Kopfschütteln die Schwarzen Berge. Das Gebirge erwies sich alsbald als sehr schroff und von seltsamsten Felsenformen geprägt. Zuweilen glaubten die Reisenden, riesige Mauern und ganze Städte mit zackigen Zinnen vor sich zu sehen. Wenn um die Gipfel Wolken türmten, glaubten die Rothäute der Prärien, dass dort böse Geister ihre Wohnungen hätten. Sie versäumten nie, eine Opfergabe unter die Bäume zu legen, um sich den Schutz der unsichtbaren Herren der Berge zu sichern. Dieser Aberglaube mag auch durch Naturerscheinungen wie den furchtbaren Knall herabstürzender Steinmassen genährt worden sein – ein Vorgang, für den den roten Männern die natürliche Erklärung fehlte.

Mr. Hunt bemühte sich mehrere Tage lang vergeblich, einen Reitpfad über das Gebirge zu finden. Man beschloss nun, die unwegsame Gebirgskette rechts liegen zu lassen und in südwestlicher Richtung an ihr vorüberzuziehen. Als Wegweiser dienten dabei einige Bergspitzen fern am Horizont, die man für die Kette des Bighorn hielt. Nun begann eine nicht minder beschwerliche Wanderung. Es fehlte oft tagelang an Wasser, sodass Menschen und Tiere unter entsetzlichem Durst litten. Auch der graue Bär zeigte sich jetzt öfter und machte den Jägern zu schaffen.

Endlich, am 22. August, stieß man auf Spuren einer Horde Biber und eines Zuges Crow. Da diese Spur einen sicheren Weg zu versprechen schien, beschloss man, ihr zu folgen. Sie führte jedoch über fast nackte, wasserlose Berge. Dazu strahlte eine entsetzliche Hitze vom Himmel. Je näher sie den Bergspitzen kamen, desto mehr mussten sie erkennen, dass es die höchsten Erhebungen einer mächtigen Gebirgskette waren. Bald erkannten sie einen Teil jener riesigen Granitberge, die wegen ihrer kahlen Spitzen den Namen Rocky Mountains – Felsengebirge – erhalten hatten. Die Indianer nannten sie in ihrer blumenreichen Sprache die Spitzen der Welt und glaubten, dass der Herr des Lebens dort seinen Wohnsitz habe.

Hier am Rande dieses Gebirges stieß man endlich mit den Crow zusammen. Dank dem diplomatischen Geschick Mr. Hunts und den Einwirkungen von Eduard Rose kam man ziemlich ungerupft davon. Man erhandelte sogar eine Anzahl guter Pferde und wurde schließlich Rose selbst los, der darauf brannte, seinen Lohn zu erhalten und bei den Indianern zu bleiben.

Froh über diesen Ausgang betrat man die rauen Gebirgspässe. Doch auch hier stellten sich neue Schwierigkeiten entgegen. Die Hochebenen erwiesen sich oft als einzige große Sandwüste aus Geröll. Der Amerikaner nennt jene Gegend daher auch heute noch die große amerikanische Wüste. Doch es ging vorwärts, wenn auch langsam. Der Jubel war groß, als man nach zehntägiger Wanderung an das Ufer eines klaren, reißenden Flusses gelangte: den Windfluss. Hier gab es endlich wieder Wasser und Wild im Überfluss.

Fünf Tage lang verfolgte man den Lauf des Gewässers stromaufwärts. Edward Robinson, der beste unter den Führern, versicherte Mr. Hunt, dass man nur noch eine einzige Gebirgskette zu übersteigen habe, um an die Quellen des Columbia zu gelangen. Als die Gabelung erreicht war, folgte man einem Indianerpfad. Schließlich erreichten die Reisenden eine Anhöhe mit großartiger Aussicht.

»Seht dort«, rief Edward Robinson und deutete auf drei schneebedeckte Spitzen. »Das sind die Berge oberhalb einer Gabel des Columbia! Ich kalkuliere, wir müssen nur noch Boote bauen, um bequem zu unseren Kameraden hinab zu schwimmen.« Nun erhob sich unter den Reisenden ein unbeschreiblicher Jubel; besonders die Kanadier tanzten vor Freude einen wilden Indianertanz.

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