American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 5
American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 5
Auf der Fährte
Nachdem Bowser und seine Männer beim Zusammentreiben des durchgegangenen Viehs erfahren hatten, dass sich die Öffnungen im Umzäunungszaun auf der Südseite befanden, ritten sie in diese Richtung. Dabei breiteten sie sich in einem weiten Halbkreis aus, um so viel Gebiet wie möglich abzudecken und dadurch die Fährte der fünfzig noch nicht gefundenen Rinder schneller ausfindig zu machen.
Die Bezwinger des Erdinneren – 1.02
Grigori B. Adamow
Die Bezwinger des Erdinneren
Aus dem Russischen
Erster Teil
Das außergewöhnliche Projekt
Kapitel 2
Ein Treffen unter Freunden
Vor drei Jahren hatten sich die Wege von Marejew und Bruskow nach zwölf Jahren gemeinsamer Ausbildung und Arbeit getrennt. Marejew blieb Geologe und Bergbauingenieur. Bruskow wechselte vom Bergbaumaschinenbau zur Elektrotechnik und ging nach Turkmenistan in das Labor des Aschgabat-Forschungsinstituts.
Nun saßen sie wieder in Marejews Zimmer. Dessen Ausstattung erinnerte ein wenig an den Raum des Clubs der neue Energien. Auf dem Tisch, auf dem Fensterbrett und hinter den Schränken lagen zu Rollen zusammengelegte Zeichnungen unterschiedlicher Weiterlesen
Einbrecher aus Leidenschaft – Ein Gaunerstück – Teil 1
E.W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft
Ein Gaunerstück
Teil 1
Ganz London sprach damals von einem Mann, dessen Name heute nur noch ein Name ist und nichts weiter. Reuben Rosenthall hatte seine Millionen auf den Diamantenfeldern Südafrikas gemacht und war in die Heimat zurückgekehrt, um sie nach seiner Fasson zu genießen. Wie er dabei zu Werke ging, dürfte kaum einem Leser jener billigen Abendblätter entgangen sein, die sich in endlosen Anekdoten über seine einstige Mittellosigkeit und seine gegenwärtige Verschwendungssucht ergingen, abgewechselt mit pikanten Einzelheiten über das außergewöhnliche Anwesen, das sich der Millionär in St. John’s Wood eingerichtet hatte. Hier hielt er sich ein Gefolge von Kaffern, die buchstäblich seine Sklaven waren; und von hier aus pflegte er auszuziehen, kolossale Diamanten auf dem Hemde und am Finger, im Geleit eines Preisboxers von denkbar schlechtestem Ruf, welcher jedoch keineswegs das fragwürdigste Element in Rosenthalls Entourage darstellte. So jedenfalls raunte es der Klatsch; die Wahrheit dieser Gerüchte wurde jedoch durch das Einschreiten der Polizei bei mindestens einer Gelegenheit hinreichend untermauert, Weiterlesen
Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 57
Der Versuch, eine schreckliche Schlucht zu durchqueren – Einem Grizzlybären die Stirn bieten – Die tiefgründigen Überlegungen eines Grauwolfs
Am 30. März betraten wir den Canyon eines tiefen Bachlaufs und versuchten, eine der wohl schrecklichsten Schluchten zu durchqueren, die es überhaupt gibt. Zu beiden Seiten des engen Raums am Boden, der gerade einmal dreißig Schritte breit war, ragten riesige, senkrechte Wände bis zu einer geschätzten Höhe von tausend Fuß empor. Sie waren von mächtigen Kiefern gekrönt, die aus dem Abgrund darunter wie bloße Zweige wirkten. Wir waren nicht weit über den Eingang dieser finsteren Höhle hinausgekommen – deren düstere Gewölbe wohl noch nie von menschlichen Schritten erforscht wurden und deren verborgene Winkel in ein Leichentuch ewiger Nacht gehüllt sind –, als wir feststellten, dass ein weiteres Vorankommen mit unseren Pferden aufgrund unzähliger Hindernisse, die den Pfad versperrten, unmöglich war.
Ich stieg ab und kämpfte mich ein Stück weit über Schneewehen, die den Bach vollständig überbrückten – über riesige Bruchstücke gewaltiger Felsen, die vom Gipfel der Wände herabgestürzt und auf dem steinigen Boden in Stücke zerfallen waren – sowie über hochgewachsene Kiefern, die von herabkommenden Lawinen entwurzelt worden waren. Diese Lawinen sammeln sich an den steilen Weiterlesen
Kommissar Rosic – Band 1.04
Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 4: Monsieur Rosic
Es war vier Uhr morgens, als Rosic in den Schnellzug sprang, der ihn eine Stunde später am Bahnhof von Valence absetzte. Er hatte genug Zeit gehabt, über diesen Fall nachzudenken, der ihm alles in allem klarer erschien als Quellwasser. Sicherlich würde er seine glänzenden Fähigkeiten als Polizist nicht gerade an dem Verbrechen im B-14 unter Beweis stellen können. Der Mörder war ein Engländer, der wie sein Opfer aus Indien kam. Er hatte seine Tat lange im Voraus geplant und ruhig ausgeführt, sobald der B-14 in Fahrt gekommen war. In Avignon war er verschwunden und hatte nun einen Vorsprung. Man würde ihn niemals wiederfinden. Was diese Geschichte mit dem verschwundenen Kopf anging, von der der arme Monsieur Boulard so viel Aufhebens machte, so war das eine Räuberpistole, die er schnell aufklären würde.

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