Des Teufels eigener Reiter
Des Teufels eigener Reiter
Das blutige Erbe von Arkansas Dave
Der Wilde Westen war kein Ort für Chorknaben, aber selbst unter den härtesten Desperados gab es Gestalten, bei deren Namen ehrbaren Bürgern das Blut in den Adern fror. Einer von ihnen war David Rudabaugh. Die Geschichte verpasste ihm später die Beinamen Arkansas Dave oder Dirty Dave – angeblich wegen seines strengen Körpergeruchs und seines ungepflegten Äußeren, aber das ist wohl Geschmackssache der Historiker. Popkulturellen Ruhm brachte ihm erst Hollywood im Spätwestern Young Guns II. Doch der echte Rudabaugh brauchte keine Kinoleinwand: Er war ein eiskalter Outlaw, der sein Leben lang auf Kriegsfuß mit dem Gesetz stand.
Geboren wurde der Knabe wohl am 14. Juli 1854 als David Radenbach in Fulton City, Illinois. Im Zuge der großen Westexpansion wurde aus dem deutschen Namen ganz pragmatisch Rudabaugh – man schrieb eben, wie man es hörte. Nachdem der Vater im Bürgerkrieg geblieben war, zog die Mutter die Familie über Kansas nach Ohio und wieder zurück nach Kansas. Doch Dave hielt es nicht am heimischen Herd. Mitte der 1870er Jahre tauchte er in Arkansas auf – und fand schnell Gleichgesinnte für das ganz Weiterlesen
Der Astronaut – Project Hail Mary
Andy Weir
Der Astronaut – Project Hail Mary
Science-Fiction, Roman, Taschenbuch, Heyne Verlag, München, 18. Februar 2026, 560 Seiten, 14,00 EUR, ISBN 9783453324329
Folgende Ausgangslage: Du erwachst aus einem ziemlich langen Winterschlaf. Das der sämtliche heimelige Mittagsschläfchen schlägt, bestätigen die beiden mumifizierten Personen in den Schlafkojen nebenan. Sekunde, mumifiziert? Die Schläuche, die in diversen Körperöffnungen deinerseits stecken, dämpfen das Entsetzen einstweilig. Das Horchen an der Matratze wohl doch weniger aus freien Stücken. Aber für wie lange warst du in der Hibernation? Und wozu? Ist das ein Experiment? Bist du das unfreiwillige Meerschweinchen für diabolisch-selbstüberschätzte Wissenschaftler? Ob der Bordcomputer dir wohl hilft? Was, ein Bordcomputer? Befindest du dich etwa an Bord eines … Raumschiffs?
Nein, in der Haut des sanftmütigen Lehrers und Ich-Erzählers Ryland Grace möchte man bestenfalls bedingt stecken. Lichtjahre entfernt von der Erde und mit einem Gedächtnis, so rammdösig wie der eigene Körper nach Beendigung des wohl induzierten Weiterlesen
Al Capone – Band 43
Al Capone
Band 43
Weiberschlauheit
1. Kapitel
Capone berichtet von Mac-Swiggings Ermordung
Wir haben erzählt, dass Capone Dorothy und Percy aus der Opiumhöhle befreite und sie nun nach seinem Hause brachte, damit sie dort in Sicherheit sein sollten.
Niemand verwehrte ihnen den Zutritt zu dem Gebäude. Sofort brachte sie der Fahrstuhl in das Stockwerk, wo Al Capone seine Büroräume hatte, den Sitz seines Unternehmens, das er im Schatten des Gesetzes betrieb.
Capone entschloss sich, als seinen Namen den des Doktor Brown anzugeben, den die Jungverheirateten sicher nicht kannten, denn sie konnten nicht wissen, dass Al Capone, wenn er feine wahre Persönlichkeit verbergen wollte, viele Namen sich zulegte; er Weiterlesen
Die MetropolCon 2026 in Berlin – Ein Interview mit Con Chair Claudia
Interview anlässlich der bevorstehenden MetropolCon 2026 in Berlin
Vom 2. bis 5. Juli 2026 wird Berlin zum Treffpunkt für Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Fans aus ganz Europa. Die MetropolCon 2026 im silent green Kulturquartier verbindet als diesjährige Eurocon Literatur, Wissenschaft und Kunst auf internationalem Niveau. Kurz vor dem Start des viertägigen Event-Marathons stand uns Con Chair Claudia Rede und Antwort.
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Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 2 – Episode 8 – Kapitel 2
Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
Band 2
Achte Episode
Das Geisterauto
Zweites Kapitel
Die Schankwirtschaft Zum Großen Wigwam
Nachdem man eine verriegelte Tür durchschritten hatte, die aus Brettern von Verpackungskisten bestand und deren Scharniere aus Lederstücken gefertigt waren, befand man sich in einem langen, niedrigen und verrauchten Raum, in dem das Auge und die Nase gleichermaßen unangenehm gereizt wurden. Es herrschte dort ein abscheulicher Gestank nach Räucherfisch, vermischt mit dem Odeur von schlechtem Alkohol und ranzigem Fett. Der Rauch der Pfeifen, zusammen mit dem des Kamins, entwich durch ein Loch im Dach, nachdem er die gesamte Atmosphäre des Raumes in einen so dichten Nebel gehüllt hatte, dass man die Hand vor Augen kaum sehen konnte.

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