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Wolfgang Brandt

Die Ribbon Society: Ursprung und konfessioneller Konflikt

Die Ribbon Society: Ursprung und konfessioneller Konflikt

Die Ribbon Society war ein katholischer Geheimbund, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts als militantes Gegengewicht zum protestantischen Orange Order entstand. Letzterer hatte seit seiner Gründung im Jahr 1796 in ganz Ulster massiv an Mitgliedern und politischem Einfluss gewonnen. In ihrer Tradition knüpfte die Ribbon Society an die Defenders und Whiteboys an – Gruppierungen, die bereits in früheren Phasen der unruhigen Geschichte Ulsters aktiv gewesen waren.

Das primäre Ziel der Gesellschaft war der Widerstand gegen die prekären Lebensbedingungen der katholischen Pachtbauern und Landarbeiter. Die Ungleichheit jener Ära war tief verwurzelt: Katholiken besaßen kaum Rechte, während skrupellose Grundbesitzer ihre Pächter oft willkürlich und ohne Vorwarnung von Haus und Hof vertrieben. Zudem belastete die Pflicht zur Zahlung von Zehntabgaben an die protestantische Staatskirche die Bevölkerung; eine Institution, von der die Katholiken weder geistlichen Beistand noch Gehör für ihre sozialen Nöte erfuhren.

Zusätzlichen Zündstoff bot eine großangelegte Kampagne zur Konvertierung irischer Katholiken zum Protestantismus – die erste Weiterlesen

Old Wide West History – Daniel Boone: Das Vermächtnis von Berks County

Daniel Boone: Das Vermächtnis von Berks County

Am 2. November 1734 wurde in einer bescheidenen Blockhütte in Berks County, Pennsylvania, ein Junge geboren, dessen Name zum Synonym für den amerikanischen Pioniergeist werden sollte. Die Hütte war über einer unversiegbar scheinenden Quelle errichtet worden – ein Symbol für die Lebenskraft eines Mannes, dessen Karriere fast jeder amerikanische Jugendliche in seinen Träumen nacheifern möchte.

Daniel Boone war nicht nur ein Waldläufer; er war Amerikas vorderster Pfadfinder, ein strategischer Indianerkämpfer und ein unermüdlicher Entdecker. Seine Wege führten ihn zu Fuß und zu Pferd durch unberührte Wildnis, von Pennsylvania über North Carolina bis nach Florida, Tennessee, Kentucky und schließlich Missouri. Doch trotz der weiten Horizonte blieb die Farm bei Baumstown, neun Meilen südlich von Reading, der Ort, den Daniel nie vergaß. Hier, in der Geborgenheit des Oley Valley, verbrachte er die ersten 16 Jahre seines Lebens – eine Zeit, die ihn mehr prägte als jede Universität es gekonnt hätte. Die Natur war sein Laboratorium, und der Wald sein Lehrmeister.

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Wenn die Schatten der Rhön lebendig werden

Wenn die Schatten der Rhön lebendig werden

Düstere Folkhorror-Anthologie feiert Premiere auf dem Marburg-Con

Am 25. April 2026 wird es unheimlich auf dem Marburg-Con: Mit RHoN erscheint eine neue Folkhorror-Anthologie, die ihre Leser in die Abgründe einer kriegsversehrten Mittelgebirgsregion entführt. Elf schaurig-makabre Kurzgeschichten versprechen Gänsehaut und bieten zugleich einen ersten Ausblick auf das kommende gleichnamige OSR-Rollenspiel.

Die Anthologie, herausgegeben von Philipp Lohmann und basierend auf der Welt von Matthias Platzer, schöpft ihre Inspiration aus den Sagen und Legenden der spätmittelalterlichen Rhön. Die Leser erwartet eine düstere Reise durch ein Land, in dem der Krieg zwar verstummt ist, das Grauen in den Wäldern jedoch erst erwacht.

Die Geschichten decken die vielfältige Bandbreite des Folkhorrors ab: von okkulten Mordserien und rachsüchtigen Untoten über Hexerei bis hin zu wahnsinnigen Albträumen. Jedes Werk fängt das raue Flair der RHoN-Welt ein.

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Expedition ins Ewige Eis: Wo die Mythen lebendig werden

Expedition ins Ewige Eis: Wo die Mythen lebendig werden

Grönland ist nicht bloß die größte Insel der Erde – es ist ein Grenzland. Hier, wo der Permafrost die Zeit konserviert und das Nordlicht wie flüssiges Magie-Feuer über den Himmel tanzt, ist die Membran zwischen unserer Welt und dem Jenseits so hauchdünn wie das erste Eis im September. In der endlosen arktischen Nacht, in der der Wind nicht bloß weht, sondern in vergessenen Dialekten flüstert, haben die Inuit eine Mythologie gewoben, die so unerbittlich und faszinierend ist wie die Gletscher selbst.

Willkommen in der Welt der Geister und Monstren. Wir werfen einen ersten Blick hinter den Schleier des grönländischen Schreckens.

Sassuma Arnaa: Die Herrin der Abgründe

Sie ist die unangefochtene Regentin des Nordatlantiks. Während wir sie im Rest der Welt oft als Sedna kennen, nennen die Grönländer sie ehrfurchtsvoll Sassuma Arnaa – die Mutter des Meeres.

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Einige Osterbräuche weltweit

                                                               Großbritannien

Ostern beginnt am Karfreitag und ist das wichtigste Fest im christlichen Kirchenjahr. In Großbritannien ist es Tradition, Geschichten über den Osterhasen zu erzählen, Schokoladeneier und Osterkarten zu verschenken – aber es gibt noch viele andere Traditionen zu entdecken!

Hot Cross Buns sind eine beliebte Osterspezialität. Es handelt sich um ein süßes, gewürztes Gebäck mit Korinthen oder Rosinen, das auf der Oberseite mit einem Kreuz markiert ist. Das Essen von Hot Cross Buns markiert das Ende der Fastenzeit, da sie mit Milchprodukten zubereitet werden, die während dieser Zeit (traditionell) verboten sind.

Die Ostereiersuche ist eine lustige Art, Ostern mit den Kleinen zu feiern. Versteckt werden die Eier im Haus oder Garten, damit die Kinder sie suchen können. Als Alternative zu Schokolade können auch Eier versteckt werden, die mit kleinen Spielzeugen oder Ideen für Aktivitäten gefüllt sind, um die Kinder über die Osterfeiertage zu beschäftigen.

Klassischerweise ist Lamm das Fleisch, das zu Ostern gegessen wird. Diese Tradition rührt von der Verfügbarkeit der ersten Weiterlesen