Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 19
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 4
Allzeit voran! – das war das Losungswort schon des Knaben gewesen, den eine gütige Natur verschwenderisch mit allen Gaben gesegnet hatte, die sie nur einem Menschen verleihen kann, mit Kraft und Geist, mit Gesundheit und Schönheit. Aber solche Gaben können auch gefährlich werden.
Paul – dieser Vorname möge genügen – war der späte Sprössling eines hohen Geistlichen, nicht nur eines Pastors, und wenn der alte Vater stolz auf seinen so aufgeweckten Jungen war, so blickte der erfahrene Mann doch auch mit bangen Augen in die Zukunft des sich körperlich und geistig gar zu schnell entwickelnden Knaben, welcher, während seine gleichaltrigen Kameraden verächtlich von den Mädchen sprachen und deswegen nicht mit ihnen spielen wollten, schon ganz toll hinter diesen her war.
Die Hexen von Lancashire Band 1 – Erstes Buch – Kapitel 1
Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849
Erstes Buch
Alizon Device
Erstes Kapitel
Die Maikönigin
An einem ersten Maitage in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts und noch dazu an einem höchst lieblichen Maitage, der bewunderungswürdig geeignet war, den freundlichsten Monat des Jahres einzuführen und ausdrücklich für diese Gelegenheit geschaffen zu sein schien, ward ein Volksfest in Whalley gehalten, welches alle umwohnenden Landleute besuchten, so wie auch viele von den Edelleuten und Gutsbesitzern, denn in der guten alten Zeit, als England noch das lustige England war, hatte ein Weiterlesen
Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 15
George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1
Kapitel 15
Das Polizeigericht
Der Morgen war regnerisch, kalt und trübe.
Markham erwachte nicht erfrischt von seinem Schlaf, der vom Geist des jungen Offiziers heimgesucht worden war, welcher im Hell Selbstmord begangen hatte. Er schauderte und fühlte sich nervös, als stünde er unter dem Eindruck einer drohenden Gefahr, deren Art er nicht ganz definieren konnte. Durch die Vermittlung von Crisp erhielt er die Möglichkeit, sich zu waschen und seine Toilette zu ordnen, bevor er vor dem Polizeigericht erscheinen musste; dieselbe Intervention verschaffte ihm ein gutes Frühstück. Da er jedoch keinen Bissen essen konnte, verzehrte Mister Crisp es sehr freundlich und rücksichtsvoll ganz für ihn.
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 26
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 26
Am 27. Januar hatte ich einen sehr arbeitsreichen Tag, und unter zahlreichen anderen Paketen gab es vier, die meine Aufmerksamkeit erregten: eines für Charleston, South Carolina, über 2500 Dollar und drei für Augusta, Georgia, über 30.000, 5.000 beziehungsweise 2500 Dollar. Chase sollte am Morgen auf Tour gehen, und das war der Moment zum Handeln. Ich besorgte mir einen alten Koffer, der im Büro herumlag, und packte ihn voll mit verschiedenen Gegenständen, darunter vier Kisten Zigarren. Früh am Morgen war ich bereits im Büro. Chase kam bald herein, zog seinen Safe an den Schalter und begann, die auf dem Frachtbrief vermerkten Pakete abzuhaken, während ich sie aufrief und in den Beutel legte. Hätte er die Firmenvorschriften befolgt, hätte er jedes Paket einzeln in die Hand nehmen und in den Beutel legen müssen, aber er erlaubte mir leichtfertig, die Beträge aufzurufen und die Pakete selbst zu Weiterlesen
Der Detektiv – Band 31 – Eine leere Streichholzschachtel – Teil 3
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 31
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Eine leere Streichholzschachtel – Teil 3
Der Speisesaal in Boorstettens Marmorpalais beherbergte am nächsten Abend eine Gesellschaft von zwölf Herren. Die Stimmung bei Tisch war von vornherein dank Harsts glänzender Laune und dank Rechtsanwalt Templeteys beißendem Witz die allerbeste. Templeteys Nase glühte in allen Farben. Er liebte einen guten Tropfen. Außer dem Advokaten, Hauptmann Plavarston und uns waren noch ein paar Großkaufleute und vier ältere Offiziere der Garnison Singapur anwesend.
Harst saß links neben Boorstetten. Ihnen gegenüber hatten Templetey, ich und Plavarston ihre Plätze. Plavarston war ein stattlicher, hübscher Mann. Ich schätzte ihn auf kaum dreißig Jahre. Er und Advokat Templetey schienen sich nicht zu lieben. Wenn sie miteinander sprachen, geschah es stets in spitzen, ironischen Redewendungen. Plavarston hielt sehr viel auf sein Weiterlesen
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