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Der Aschenkreis

Marian Gross
Der Aschenkreis
Die schlafenden Götter des Zorns

Die Zeit im Reich der Sterblichen ist kein Fluss, sondern ein mahlendes Mühlrad, das Fleisch, Kronen und Hoffnungen zu Staub zermalmt. Die Chronisten nennen das Jahr Anno Domini 1055 im Norden oder das Jahr der Asche im Süden. Für den Wandler in den Zwischenreichen sind es lediglich Atemzüge in der Ewigkeit der Verdammnis.

Zwei Reiche, getrennt durch Meere aus Tränen und Jahrhunderten, verbunden durch dasselbe eherne Gesetz: Verrat gebiert Könige, und Blut fordert Blut.

*

Der Himmel über Nordavall besaß die Farbe von geronnenem Gehirn. Es war ein sterbender Tag im Jahr 1055. Das Brüllen der Sterbenden erstarb nicht im Echo der Berge, sondern im mahlenden Geräusch von berstenden Knochen und reißendem Fleisch. Weiterlesen

Sitting Bull – Band 2

Sitting Bull, der Letzte der Sioux
Auf zur Eroberung des Goldtals
1. Kapitel
Ein waghalsiges Unterfangen

Felsen mit seltsamen Formen ragten über der Ebene auf, auf die die Mittagssonne ihre brennenden Strahlen sandte und die sich, so weit das Auge reichte, gleichmäßig grau erstreckte, unterbrochen hier und da von langen Reihen aus Birken. Von den Bergen und ihren felsigen Ausläufern kamen kleine Flüsse oder Bäche herab, die sich in der Ferne im Sand verloren und nur durch die Weidengruppen erkennbar waren, die an ihren Ufern wuchsen. Ganz am Fuße dieser Berge hielt sich eine kleine Anzahl Pferde in einer Geländeunterbrechung versteckt.

An ihrem eigenartigen Zaumzeug und ihrer Ruhe konnte man indianische Rösser erkennen, jene schnellen Mustangs, die, ebenso vorsichtig wie ihre Herren, ihre Anwesenheit niemals durch das leiseste Wiehern verrieten. Ein einzelner Krieger bewachte die angebundenen Pferde, unbeweglich wie eine Marmorstatue, während seine Gefährten im Schatten der umliegenden Büsche lagen Weiterlesen

Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque

Vom Logenbesetzer zum Weltverschwörer
Die Metamorphose des Phantoms in der Belle Époque

Eine vergleichende Untersuchung zur literarischen Kontinuität von Gaston Lerouxs Le Fantôme de l’Opéra und Souvestre/Allains Fantômas

Die französische Kriminalliteratur und der Fortsetzungsroman der Belle Époque brachten zwei überlebensgroße Gestalten hervor, die das kollektive Imaginäre des 20. Jahrhunderts tief geprägt haben: Erik, das tragische, orgelspielende Phantom der Oper (Gaston Leroux, 1910), und Fantômas, den Meister des Schreckens (Pierre Souvestre und Marcel Allain, 1911).

Auf den ersten Blick trennen diese beiden Figuren Welten – auf der einen Seite das spätromantische Gothic-Melodram, auf der anderen der nihilistische, moderne Action-Thriller. Betrachtet man sie jedoch durch die Prismen der Wissenschaft und Lehre von der Dichtkunst, der Psychoanalyse, der Raumsemantik und der Medienarchäologie, offenbaren sich verblüffende Analogien.

Es lässt sich die These aufstellen, dass Fantômas die folgerichtig modernisierte Emanzipation des Phantoms der Oper ist – Weiterlesen

Die Geschichte des Toten

Willard E. Hawkins
Die Geschichte des Toten

Die merkwürdige Erzählung, die hier folgt, wurde im Nachlass des verstorbenen Dr. John Pedric gefunden, einem parapsychologischen Forscher und Autor okkulter Werke. Sie weist Anzeichen dafür auf, dass sie durch mediales Schreiben empfangen wurde, wie es auch bei mehreren seiner Veröffentlichungen der Fall war. Leider gibt es keine Aufzeichnungen, die diese Annahme bestätigen, und keines der von ihm bei seinen Forschungsarbeiten eingesetzten Medien oder Assistenten weiß etwas darüber. Möglicherweise – denn dem Doktor wurde nachgesagt, er besitze selbst einige mediale Fähigkeiten – ist sie von ihm selbst empfangen worden. Jedenfalls macht das Fehlen von Daten den Bericht als Dokument für die Society for Psychical Research wertlos. Er wird wegen des ihm innewohnenden Interesses oder der Bedeutung veröffentlicht, die er besitzen mag. In Bezug auf die erwähnten Namen sei hinzugefügt, dass sie durch die Aufzeichnungen des Kriegsministeriums nicht bestätigt werden. Es ließe sich jedoch geltend machen, dass entweder vom Doktor oder von der kommunizierenden Entität absichtlich fiktive Namen eingesetzt wurden.

I.

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20 Jahre Geisterspiegel.de – Das große Jubiläums-Gewinnspiel!

20 Jahre Geisterspiegel.de – Das große Jubiläums-Gewinnspiel!

Kaum zu glauben, aber wahr: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten blättern wir gemeinsam im Geisterspiegel! 20 Jahre voller Grusel, dunkler Fantasy, packender Thriller und unheimlicher Geschichten und vieles mehr liegen hinter uns.

Dieses unheimlich schöne Jubiläum möchten wir gebührend mit euch feiern. Und was wäre eine echte Jubiläumsparty ohne Geschenke für unsere treuen Fans der Dunkelheit? Genau deshalb laden wir euch zu unserem großen Jubiläums-Gewinnspiel ein!

Das gibt es zu gewinnen:

Freut euch auf

• 1x Greenville 1989 – das Kommunikationsspiel in der Mystery-Welt

• 1x Geister-Schocker Spezial mit 3 Hörspielen
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