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Im Original Seymour und Neligan

Wahre irische Geistergeschichten II

St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 2
Spukhäuser in Conns Hälfte

Schon seit sehr früher Zeit existierte eine Teilung Irlands in zwei Hälften. Traditionell wurde angenommen, dass diese im Jahr 166 n. Chr. von Conn dem Hundertkämpfer und Mogh Nuadat vorgenommen wurde. Der Norden war folglich als Conns Hälfte bekannt, der Süden als Moghs Hälfte. Die Trennungslinie bildete eine Reihe von Kieshügeln, die sich von Dublin bis Galway erstreckte. Dieser Aufteilung sind wir gefolgt, mit der Ausnahme, dass wir die gesamten Grafschaften Westmeath und Galway dem nördlichen Teil zugeschlagen haben. Ursprünglich hatten wir gehofft, vier Kapitel über Spukhäuser zu schreiben – eines für jede der vier Provinzen –, aber aus Mangel an Material aus Connacht waren wir gezwungen, den Plan zu übernehmen, nach dem die Kapitel I–III gegliedert sind.

Mrs. Acheson aus der Grafschaft Roscommon sendet uns folgende Schilderung:

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Wahre irische Geistergeschichten I

St. John D. Seymour, Harry L. Neligan
Wahre irische Geistergeschichten
Kapitel 1
Spukhäuser in Dublin und Umgebung

Von allen Arten geisterhafter Phänomene spricht das, was gemeinhin als Spukhäuser bekannt ist, den gewöhnlichen Menschen am meisten an. Es hat etwas sehr Unheimliches, innerhalb der vier Wände eines Hauses mit einem Geist eingesperrt zu sein. Das arme menschliche Wesen befindet sich in einer solch benachteiligten Lage. Wenn wir wissen, dass ein Tor, eine Straße oder ein Feld als spukhaft gilt, können wir in fast jedem Fall einen Umweg machen und so den unangenehmen Ort meiden. Doch die Anwesenheit eines Geistes in einem Haus schafft eine ganz andere Lage. Er erscheint und verschwindet nach seinem eigenen Gutdünken, unter völliger Missachtung unserer Gefühle; er scheint ebenso sehr ein untrennbarer Teil des Wohnsitzes zu sein wie die Treppe oder die Haustür, und folglich wird uns nichts anderes als das Verlassen des Hauses oder dessen Abriss (beide Lösungen sind nicht immer praktikabel) vollständig von der unerwünschten Anwesenheit befreien.

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