Einbrecher aus Leidenschaft – Ein Gaunerstück – Teil 2
E.W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft
Ein Gaunerstück
Teil 2
»Morgen Abend!«, rief ich aus. »Was, um alles in der Welt, hast du denn vor?«
»Den Bruch«, sagte Raffles. »Ich wollte dir eigentlich schreiben, sobald ich wieder in meinen Zimmern bin, um dich zu bitten, morgen Nachmittag bei mir vorbeizuschauen. Dann wollte ich dir meinen Schlachtplan darlegen und dich von dort aus direkt ins Gefecht führen. Es geht nichts darüber, die nervösen Spieler zuerst an den Schlag zu bringen; das lange Warten mit angelegten Beinschützern bringt sie nur um den Verstand. Das war ein weiterer Grund, warum ich mich so verdammt bedeckt gehalten habe. Du musst versuchen, mir zu verzeihen. Ich konnte nicht vergessen, wie großartig du beim letzten Ausflug mitgespielt hast, ganz ohne Zeit, vorher weichzuwerden. Ich will morgen Abend nur, dass du ebenso kühl und clever bist wie damals – obwohl, bei Gott, die beiden Fälle in keinem Verhältnis zueinander stehen!«
Kommissar Rosic – Band 1.05
Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 5: Crystal-Dagger
Als der Zug Nummer 62 in den Bahnhof einfuhr, erblickte Guillenot, wie der Streckenwärter von Pierrelatte ausstieg. Bevor er in Valence stellvertretender Bahnhofsvorsteher wurde, hatte er als leitender Arbeiter in Pierrelatte gedient und stand in engem Kontakt mit Monsieur Lahuche; er ging also zielstrebig auf ihn zu, die Hand bereits ausgestreckt.
»Welch guter Wind weht Sie hierher?«, fragte er.
»Mein Lieber«, antwortete Lahuche, »ich glaube, mein Streckenwärter Frégière hat den Mörder aus dem B-14 entdeckt.«
»Ach was!«, rief Guillenot aus. »Das ist eine lange Geschichte. Ich habe den ersten Zug genommen und Frégière mitgebracht.«
Der Kapitän Fracasse – Band 1 – 5.1.
Théophile Gautier
Der Kapitän Fracasse
Ein Mantel-und-Degen-Roman, 1863
Band 1
Fünftes Kapitel Teil 1
Beim Herrn Marquis
Im Strahlenglanz eines schönen Morgens entwickelte sich das Schloss Bruyères auf die vorteilhafteste Weise von der Welt. Die am Saum der großen Ebene gelegenen Domänen des Marquis waren ergiebiger Boden, und der unfruchtbare Sand stieß mit seinen letzten weißen Wogen an die Mauern des Parks.
Ein Anstrich von Gedeihen, welcher zu der Armseligkeit der Umgebung einen entschiedenen Gegensatz bildete, erfreute das Auge auf angenehme Weise, sobald man den Fuß hineinsetzte.
Berühmte Frontiersmen, Pioniere und Scouts – Teil 1.01
Berühmte Frontiersmen, Pioniere und Scouts
Das Leben von Daniel Bonne
Kapitel 1
Daniel Boone wurde am 11. Februar 1735 in Exeter Township, Bucks County, Pennsylvania, geboren. Obwohl vereinzelt abweichende Geburtsjahre in der Literatur genannt werden, gilt dieses Datum in der modernen Forschung als gesichert. Boone wuchs als viertes von sieben Kindern in einer Familie auf, die insgesamt elf Nachkommen umfasste.
Sein Vater, Squire Boone, war ein Nachfahre von George Boone, der aus Bradwinch, England, stammte und am 10. Oktober 1717 mit seiner Familie in Philadelphia eintraf. Squire Boones Vater war ein wohlhabender Siedler, der unmittelbar nach seiner Ankunft umfangreiche Ländereien in Pennsylvania sowie Besitzungen in Maryland und Virginia erwarb. Der Überlieferung nach geht die Gründung und Benennung von Georgetown (District of Columbia) auf George Boone zurück. Die familiären Verbindungen nach Virginia führten in der historischen Literatur gelegentlich zu der irrigen Annahme, Daniel Boone sei dort geboren worden.
Felsenherz der Trapper – Teil 02.5
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 2
Das Geheimnis der Llano Estacado
5. Kapitel
Am Apache-Spring
So hatte sich seine düstere Vorahnung also bestätigt. Ein Ereignis war eingetreten, das die Verfolgung Fred Hoblers beinahe unmöglich machte. Felsenherz besaß keine Waffe mehr, kein Pferd und war in der endlosen Llano Estacado vollkommen auf den Schutz des rätselhaften Skalpierten angewiesen.
Er hielt sich an den Ausläufern eines flachen Höhenzuges. Dort hoffte er, auf harten, steinigen Boden zu stoßen, der keine Spuren Weiterlesen
Neueste Kommentare