Archiv

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 68

Die Wenden bei Lenzen

In der Nähe von Lenzen gegen Mecklenburg zu liegt das Dorf Seedorf, welches auf einem abgelassenen See von niederländischen Kolonisten gegründet sein soll. Daneben ist eine Breite des Flüsschens Löcknitz, die in der Sprache der Leute der Wennsee genannt wird. In diesem soll nach der Sage einstmals ein ganzes Wendenheer seinen Untergang gefunden und der See daher den Namen empfangen haben. Man meint auch, dass es an demselben nicht recht richtig sei; wenigstens sollen sich des Nachts die Geister der Umgekommenen noch dort sehen lassen und, den Kopf unter dem Arm, herumwanken. Wirklich sind auch noch in der neuesten Zeit dort Menschenschädel, die sehr alt waren, von den Fischern aus dem Wasser aufgefischt worden.
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The 60s: Der Fälscher von London

Retro-Kino par excellence
Warum Der Fälscher von London der atmosphärische Höhepunkt der Wallace-Ära ist

Ein Millionär, ein düsterer Landsitz, Schreie in der Nacht und eine Druckerpresse im Geheimgang: Am 15. August 1961 erblickte ein Film das Licht der Kinoleinwand, der unter Edgar-Wallace-Fans bis heute als absolutes Juwel gilt. Der Fälscher von London, inszeniert von Regisseur Harald Reinl (der später mit den Winnetou-Filmen Kinogeschichte schreiben sollte), bricht erfrischend mit den starren Mustern der damaligen Kriminalfilme.

Anstatt die klassische Ermittlungsarbeit von Scotland Yard in den Fokus zu rücken, entfaltet sich hier ein packendes psychologisches Drama rund um ein frisch vermähltes Ehepaar.

Die Geschichte beginnt wie eine Romanze, wandelt sich aber schnell zum Albtraum: Der wohlhabende Millionenerbe Peter Clifton und seine schöne Frau Jane verbringen ihre Flitterwochen auf dem düsteren Landsitz Longford Manor. Doch das junge Glück bröckelt rasant. Jane entdeckt nachts eine Geheimtür, hinter der ihr Mann wie in Trance an einer Gelddruckpresse arbeitet – am Weiterlesen

Der Welt-Detektiv – Band 13 – 7. Kapitel

Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin

7. Kapitel
Eine furchtbare Stunde

Sherlock Holmes starrte auf die Zeilen. Wut packte ihn. Woher konnte jemand wissen, was in diesem Zimmer gesprochen worden war? Plötzlich fixierten seine Augen einen dünnen Draht an der Wand. Hoch oben an der Decke glänzte ein kleines, seltsam geformtes Etwas.

Der Weltdetektiv stürmte aus dem Zimmer und rannte die Treppe empor zu Miss Condell. Jonny bestätigte, dass sie das Zimmer nicht verlassen hatte. Holmes trat ein. Miss Condell blickte ihn aus großen Augen an. »Haben Sie ihn, Mr. Holmes?«, fragte sie zitternd.

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Al Capone – Band 41

Al Capone
Band 41
Mutprobe

1. Kapitel
Die Schwarze Hand

In einem Fabrikgebäude, das dem äußeren Anblick seiner vier Mauern nach eine halbe Ruine sein musste, aus der schon sämtliche Türen vor undenklicher Zeit herausgerissen worden sind, in einem Gebäude, das so aussieht, als ob es nur noch den Unglücklichen, den Unglücklichen, den Vagabunden, den Herumtreibern, als Quartier dient, da befand sich das Hauptquartier der Maffia.

Wenn eines Tages irgendein Spitzbube, der noch nicht zur Schwarzen Hand gehörte, sich in der Lage befand, weil er keinen Cent mehr in der Tasche hatte, sich irgendwo ein Nachtquartier gegen Bezahlung zu suchen, vorübergehende Unterkunft in der Weiterlesen

Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb – Band 4

Kurt Matull & Theo von Blankensee
Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb
Band 4
Der Millionenschatz im Sarg
Überarbeitete Fassung
1. Kapitel
Ein belauschtes Gespräch

»Sei still, Charly! Lies die NOWOJE WREMJA und misch dich nicht in meine Angelegenheiten oder in die am Nebentisch ein!«

Raffles flüsterte diese Worte, ohne die Lippen zu bewegen, während er sich wie ein echter Mann von Welt in seinem Sessel zurücklehnte.

Das Gespräch fand im Speisesaal des Hotels Sankt Petersburg statt, dem vornehmsten Hotel der Stadt Irkutsk.

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