Die Legende von Joaquin Murrieta
Geschichten aus dem alten Westen: Die Wahrheit hinter dem Geist
Von den staubigen Goldfeldern Kaliforniens bis in die Saloons von San Francisco – kaum ein Name lässt das Herz von Western-Enthusiasten so höherschlagen wie der von Joaquin Murrieta. Doch wer war der Mann, dessen Kopf einst für Dollarscheine in Alkohol konserviert wurde? Ein edler Rächer oder ein kaltblütiger Killer? Schenk dir einen Whiskey ein, Stranger, denn heute trennen wir im rauen Wind der Geschichte die Fiktion vom Fakt.
Jeder, der am Lagerfeuer gerne den alten Geschichten lauscht, kennt die klassische Tragödie: Ein friedlicher mexikanischer Farmer wird von gierigen Miners um sein Recht gebracht. Sein Bruder wird unschuldig gelyncht, er selbst brutal ausgepeitscht, und seine bildschöne junge Frau stirbt nach einer Schändung in seinen Armen. Joaquin schwört bittere Rache. Er jagt seine Peiniger einen nach dem anderen, wird zum Schrecken des Westens und endet schließlich im Kugelhagel der neu gegründeten California Ranger unter dem legendären, knallharten Grenzer Harry Love.
Es ist verdammt gutes Kino. Das Problem daran? Es ist fast komplett erlogen.
Varney, der Vampir – Kapitel 66
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 66
Flora Bannerworths scheinbare Unstimmigkeit – Die Umstände und der Rat des Admirals – Mr. Chillingworths mysteriöse Abwesenheit
Für einen kurzen Moment wollen wir zu Flora Bannerworth zurückkehren, die sowohl aufgrund ihrer Gefühle als auch wegen des geheimnisvollen Angriffs, der von dem berüchtigten Vampir auf sie verübt worden war, so sehr gelitten hatte.
Sagen der mittleren Werra 105
Im Jahr 1688 am 12. des Monats Juni pflügte Hans Peter Luck von Möhra auf dem Acker seines Vaters, der links am Weg nach Etterwinden an dem sogenannten Seeb gelegen war, als er dort unvermutet eine starke Quelle zu Tage gehen sah. Der erstaunte Bauer rief den in der Nähe weidenden Schäfer herbei, erweiterte mit dessen Hilfe die Öffnung des Sprudels und gewahrte nun, wie derselbe in der Tiefe aus einem kellerähnlichen Gewölbe hervorquoll. Das Wasser war molkig, hatte einen seltsamen Geschmack und färbte die Erde umher mit einem gelblichen Schlamm. Die aufgefundene Quelle wurde bald näher bekannt, und man entdeckte in ihr ein so vortreffliches Heilmittel gegen allerlei Leibesübel, dass von Nah und Fern viele dorthin eilten und für ihre Gepressten Genesung suchten und fanden. Die Feldbirnbäume in der Nähe hingen bald voll von Krücken, welche die geheilten Lahmen aus Dankbarkeit hier zurückgelassen hatten.
Als die Gemeinde solches Wunder sah, erwachte in ihr der Eigennutz, und sie gedachte die Quelle zu ihrem Vorteil auszubeuten. Sie beschloss ein Häuschen über den segensreichen Born zu setzen und einen Opferstock daneben zu errichten, um das so gewonnene Geld dann unter sich zu verteilen, und führte das auch aus. Darüber aber zürnten die gütigen Berggeister, die solchen Weiterlesen
Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt – Kapitel 2
Ralph Alexander, Serge Patrice
Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt
Zusammenfassung des bisherigen Geschehens
Im Jahre 1491, im Nachgang eines universitären Tumults, der mit der Ermordung des Rektors endete, wird Amaury de Preuilly-Montfort, ein Pariser Scholar, zu Unrecht inhaftiert. In den Kerkern des Grand-Châtelet erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft: Seine Mutter schwebt in tödlicher Gefahr. In seiner Verzweiflung klammert er sich an die Hoffnung, die ihm ein Unbekannter bietet, der ihn im Gefängnis aufsucht und ihm die Flucht verspricht. Doch als der Moment der Freiheit greifbar scheint, enthüllt der Fremde sein wahres Gesicht. Er ist kein Retter, sondern sein Erzfeind – jener Verräter, der seine Familie ins Verderben stürzte, den Mord an seinem Vater und Bruder verantwortet und seine Mutter in eine dunkle Staatsaffäre gezogen hat. Grausam hat er Amaurys Hoffnung genährt, nur um ihn nun umso tiefer in die Abgründe der Verzweiflung zu stoßen. Die Rettung der Mutter scheint für Amaury endgültig verloren.
Ein Klondike-Claim – Kapitel 13
Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897
Kapitel 13
Ein seltsamer Fangversuch
Bellows nickte vielsagend und ließ die Gruppe hinter sich. Stokes blieb noch so lange bei den Bergleuten, bis sie Cadloo sicher in die Baracken gebracht hatten. Unmittelbar danach suchte er sein Hotel auf, entschlossen, sich vor dem, was er als einen anstrengenden Tag antizipierte, noch etwas Schlaf zu gönnen.
Bei Sonnenaufgang stand er bereits am Fluss, begleitet von einem Eskimotaucher als Bootsführer – ein Mann wie auch das Boot waren Stokes fremd. Während seines Aufenthalts in Circle City hatte er häufiger Boote für Ausflüge oder zum Fischen gemietet Weiterlesen

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