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Der Wolfdämon – 1. Kapitel

Albert W. Aiken
Der Wolfdämon
Oder: Die Königin von Kanawha
1. Kapitel
Die Markierung am Baum

Zwei Gewehrschüsse durchbrachen die Stille der Wildnis, die sich in einem nahezu ununterbrochenen Band von den Gipfeln der Alleghany Mountains und des Blue Ridge bis hin zum Ohio River erstreckte. Der Knall hallte über die weite Mündung des Kanawha in den Ohio. Die Schüsse waren so kurz hintereinander abgefeuert worden, dass sie fast wie ein einziger klangen.

Bevor der Pulverdampf in spiralförmigen Ringen nach oben steigen konnte, krachte es im Unterholz. Ein prächtiger Bock brach in eine kleine, von der Natur geschaffene Lichtung hervor. Ein roter Strom aus einer Wunde hinter der Schulter sickerte hervor und färbte das glänzende braune Fell des Waldfürsten blutrot – er war tödlich getroffen. Der Bock erreichte die Mitte der Lichtung, doch seine Schritte wurden schwächer; der letzte Sprint durch das Dickicht war der verzweifelte Versuch gewesen, den Weiterlesen

Marc Jordan – Band 1 – Kapitel 1

Marc Jordan
Heldentaten des größten französischen Detektivs
Band 1
Die Entführung einer Jungfrau
Kapitel 1
In den Tiefen von Paris

Ein sintflutartiger Regen war über Paris niedergegangen, begleitet von Donnerschlägen und Blitzen. Die Straßen hatten sich in Bäche verwandelt, und die Passanten, die es angesichts des heftigen Wolkenbruchs selbst mit Regenschirmen nicht wagten, ihren Weg fortzusetzen, suchten Schutz unter den Hoftoren oder den Markisen der Geschäfte, von denen wahre Sturzbäche herabstürzten.

An der Ecke Rue Montmartre und Rue du Mail war ein Kanalisationsschacht, aus dem die Arbeiter überstürzt heraufgestiegen waren, offen geblieben. Die beiden Männer waren mit ihren großen Stiefeln, ihrer Laterne und ihren Arbeitsgeräten in eine nahe Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 3. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
3. Kapitel
Ein Spitzensammler

Die Insel Wight, auf welcher sich das alte Schloss, der Stammsitz des Geschlechts Lord Harald Dumbarton, erhob, ist durch die Meerenge Solent und Spithead vom englischen Festlande getrennt und liegt etwa sechs Kilometer weit vom Lande entfernt. Eine Kette von Kreidehügeln durchzieht die Mitte der Insel vom Culver Cliff im Osten bis zu den zackigen, von den Meereswogen zernagten Needles im Westen. Eine zweite hohe Hügelreihe liegt im Süden der Insel und bildet hier eine hohe malerische Steilküste. Dieser südliche, durch Felsenmauern begrenzte Teil der Insel ist es, welcher durch sein gesundes Klima weit und breit bekannt geworden ist. Myrten, Fuchsien, Verbenen und andere exotische Pflanzen gedeihen hier im Freien. Daher haben denn auch die reichen Engländer hier ihre Landhäuser aufgebaut, denn nirgends konnten sie den heißen Sommer angenehmer und gesünder verbringen als hier am Strand des Meeres, gegen die rauen Winde durch die gewaltigen Kreidefelsen geschützt, die Weiterlesen

Das Geheimnis zweier Ozeane – Erster Teil – Kapitel 5.1.

Grigori B. Adamow
Das Geheimnis zweier Ozeane
Ein wissenschaftlich-phantastischer Roman
Originaltitel: Тайна двух океанов
Erster Teil
Ein außergewöhnliches Schiff
Kapitel 5.1
Kursänderung

Das Unterseeboot war ein Kriegsschiff. Die Feinde der Sowjetunion hatten wiederholt versucht, an die Baupläne des geheimnisvollen U-Bootes zu gelangen, sowie Materialien und Konstruktionsberechnungen an sich zu reißen. Rund um das Werk, in dem der Bau stattfand, strichen Tag und Nacht Spione umher. Zwei verantwortliche Mitarbeiter des Werkes, bei denen man offensichtlich vermutet hatte, Dokumente über das U-Boot in deren Wohnungen erbeuten zu können, waren ermordet aufgefunden worden. Man spürte die Spione auf, warf sie ins Gefängnis, und einige wurden wegen Mordes erschossen. Doch ihre Zahl nahm Weiterlesen

Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 14

Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 14
Triumph von kurzer Dauer

Redburn sprang von seinem Sitz auf, eilte an ihre Seite und hob sie behutsam in seine Arme.

»Die Ärmste!«, murmelte er, während sein Blick auf ihr bleiches, regungsloses Gesicht fiel. »Der Schock war zu viel für sie. Kein Wunder, dass sie in Ohnmacht gefallen ist.« Er bettete sie auf das Sofa und hielt die anderen zurück, die sich neugierig herandrängten.

»Bringt kaltes Wasser!«, befahl er. »Ich werde sie gleich wieder zu sich bringen.«

Alice beeilte sich, der Aufforderung nachzukommen. Anitas Gesicht und Hände wurden mit der kühlenden Flüssigkeit benetzt, bis Weiterlesen