Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 8
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 8
Noch nicht!
Mit einem Stöhnen fiel Deadwood Dick zu Boden. Blut spritzte aus einer Wunde in seiner Brust. Die Kugel des älteren Filmore hatte ihr Ziel tatsächlich getroffen.
Laut waren die Schreie der Wut und Rache, als etwa zwanzig maskierte Männer aus dem Gebüsch strömten und die Kutsche umzingelten.
»Erschießt den verfluchten Kerl!«, rief einer von ihnen. »Er hat unseren Anführer getötet, und bei allen Heiligen im Kalender soll er dafür büßen!«
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 7
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 7
Ein Überfall
Laut rumpelnd kam die Postkutsche aus Cheyenne um Mitternacht auf der schwarzen Canyonstraße nach Deadwood. Sie war voll beladen mit Passagieren und hatte eine Verspätung von ganzen fünf Stunden, da eine Achse gebrochen war und unterwegs ersetzt werden musste. Sechs buckelnde, wiegende Pferde waren davor gespannt, die der erfahrene Kutscher mit der Geschicklichkeit eines Zirkusartisten lenkte. Das Knallen seiner langen Peitsche hallte in der Nacht wie Pistolenschüsse wider.
Die Straße führte durch eine wilde, gewundene Schlucht, gesäumt von hohen, gespenstischen Kiefern. Gelegentlich fiel ein Streifen schaudererregenden Mondlichts auf die holprige Straße, über die die Kutsche mit wilder Rücksichtslosigkeit raste.
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 6
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 6
Nur eine Schlange – eine Mine aufspüren
Harry Redburn eilte zu der nur wenige Schritte entfernten Hütte. In Anitas Schrei lagen Entsetzen und Angst.
Walsingham Nix, der bucklige, O-beinige Forscher und Goldsucher, humpelte hinter ihm her und stützte sich dabei auf seinen Stock.
Er hatte den Schrei gehört, aber seine jahrelange Erfahrung mit den Mädchen hatte ihm gelehrt, dass ein weiblicher Schrei selten etwas bedeutete.
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 5
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 5
Sitting Bull – Die schöne Gefangene
Fearless Frank trat erschrocken zurück, als er den unmenschlichen Häuptling der Sioux, den grausamen, grimmig dreinblickenden Krieger Sitting Bull sah. Er wich zurück und legte die Hand auf den Griff eines Revolvers.
»Ha!«, rief er aus, »bist du das, Häuptling? Du, und bei solch einer Arbeit?« Der Ton des jungen Mannes war voller strenger Vorwürfe, und sicherlich hörte der Sioux-Krieger die gesprochenen Worte.
»Mein Freund, Scarlet Boy, ist scharfzüngig«, sagte er mit finsterem Blick. »Er soll seine Zunge im Zaum halten, bevor sie die Grenzen der Vernunft überschreitet.«
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 4
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 4
Traurige Anita – Der Minenfinder – Ärger
Er marschierte direkt auf die Tür des Saloons zu, die Mündungen seines Six Shooters bahnten ihm den Weg. Denn Ned Harris war in Deadwood für seine Kaltblütigkeit, seinen Mut und seine Kühnheit berüchtigt. Man sagte über ihn, er würde »genauso gerne einen Mann erschießen, wie ihn ansehen«, und damit lag der Sprecher vielleicht gar nicht so falsch.
Jedenfalls führte er die Zuschauer mit wildem Gesichtsausdruck und bemerkenswerter Gelassenheit an. Seltsamerweise erhob sich keine Hand, um ihn aufzuhalten, bis er Catamount Cass und seiner Bande gegenüberstand. Hier hatte der junge Mann auf Widerstand und Hindernisse gehofft.
Neueste Kommentare