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Heftromane

Einbrecher aus Leidenschaft – Ein Gaunerstück – Teil 1

E.W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft
Ein Gaunerstück

Teil 1

Ganz London sprach damals von einem Mann, dessen Name heute nur noch ein Name ist und nichts weiter. Reuben Rosenthall hatte seine Millionen auf den Diamantenfeldern Südafrikas gemacht und war in die Heimat zurückgekehrt, um sie nach seiner Fasson zu genießen. Wie er dabei zu Werke ging, dürfte kaum einem Leser jener billigen Abendblätter entgangen sein, die sich in endlosen Anekdoten über seine einstige Mittellosigkeit und seine gegenwärtige Verschwendungssucht ergingen, abgewechselt mit pikanten Einzelheiten über das außergewöhnliche Anwesen, das sich der Millionär in St. John’s Wood eingerichtet hatte. Hier hielt er sich ein Gefolge von Kaffern, die buchstäblich seine Sklaven waren; und von hier aus pflegte er auszuziehen, kolossale Diamanten auf dem Hemde und am Finger, im Geleit eines Preisboxers von denkbar schlechtestem Ruf, welcher jedoch keineswegs das fragwürdigste Element in Rosenthalls Entourage darstellte. So jedenfalls raunte es der Klatsch; die Wahrheit dieser Gerüchte wurde jedoch durch das Einschreiten der Polizei bei mindestens einer Gelegenheit hinreichend untermauert, Weiterlesen

Kommissar Rosic – Band 1.04

Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 4: Monsieur Rosic

Es war vier Uhr morgens, als Rosic in den Schnellzug sprang, der ihn eine Stunde später am Bahnhof von Valence absetzte. Er hatte genug Zeit gehabt, über diesen Fall nachzudenken, der ihm alles in allem klarer erschien als Quellwasser. Sicherlich würde er seine glänzenden Fähigkeiten als Polizist nicht gerade an dem Verbrechen im B-14 unter Beweis stellen können. Der Mörder war ein Engländer, der wie sein Opfer aus Indien kam. Er hatte seine Tat lange im Voraus geplant und ruhig ausgeführt, sobald der B-14 in Fahrt gekommen war. In Avignon war er verschwunden und hatte nun einen Vorsprung. Man würde ihn niemals wiederfinden. Was diese Geschichte mit dem verschwundenen Kopf anging, von der der arme Monsieur Boulard so viel Aufhebens machte, so war das eine Räuberpistole, die er schnell aufklären würde.

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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 2. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
2. Kapitel
Ein Ruf aus dem Jenseits

Es war ein hoher, stattlicher Mann, kraftvoll gebaut, mit einem schönen, kräftigen Schnurrbart, dunklem, etwas lichten Haar und offenen und ehrlichen Zügen, die in diesem Moment nur durch eine tiefe seelische Erregung ein wenig entstellt zu sein schienen.

Von einer tiefen Bewegung fortgerissen, eilte er auf Lord Warwick zu, streckte ihm wie flehend beide Hände entgegen und sagte: »Mein Oheim, mein teuerster Freund – vergib mir!«

»Was hätte ich dir zu vergeben, Harald?«, fragte Lord Warwick mit milder Stimme.

»Dass ich gegen deinen Willen gehandelt habe.«

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Secret Service Band 4 – Kapitel 3

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 4
Old and Young King Brady Detectives
Der geniale Bluff der Bradys
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Kapitel 3
Im Haus in der 44th Street

Die Vorsichtsmaßnahmen bestanden schlichtweg in einer Änderung des persönlichen Erscheinungsbildes. Dies geschah auf höchst geschickte Weise. Die beiden Bradys waren Meister in der Kunst der Verkleidung.

Old King Brady holte eine weiche Wollmütze hervor, die seinen breitkrempigen Hut ersetzte. Eine Perücke, ein Schnurrbart und eine Weiterlesen

Sitting Bull – Band 2

Sitting Bull, der Letzte der Sioux
Auf zur Eroberung des Goldtals
1. Kapitel
Ein waghalsiges Unterfangen

Felsen mit seltsamen Formen ragten über der Ebene auf, auf die die Mittagssonne ihre brennenden Strahlen sandte und die sich, so weit das Auge reichte, gleichmäßig grau erstreckte, unterbrochen hier und da von langen Reihen aus Birken. Von den Bergen und ihren felsigen Ausläufern kamen kleine Flüsse oder Bäche herab, die sich in der Ferne im Sand verloren und nur durch die Weidengruppen erkennbar waren, die an ihren Ufern wuchsen. Ganz am Fuße dieser Berge hielt sich eine kleine Anzahl Pferde in einer Geländeunterbrechung versteckt.

An ihrem eigenartigen Zaumzeug und ihrer Ruhe konnte man indianische Rösser erkennen, jene schnellen Mustangs, die, ebenso vorsichtig wie ihre Herren, ihre Anwesenheit niemals durch das leiseste Wiehern verrieten. Ein einzelner Krieger bewachte die angebundenen Pferde, unbeweglich wie eine Marmorstatue, während seine Gefährten im Schatten der umliegenden Büsche lagen Weiterlesen