Archiv

Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 23. Kapitel

Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902

Dreiundzwanzigstes Kapitel

Politisches Vorgehen der Regierung gegen die Indianer

Für den tiefbetrübten Vater war es eine große Erleichterung, dass die Spielzeit ihrem Ende zuging. Mehr denn je war ihm nun der Mummenschanz des Bühnenlebens zuwider, als er mit seinem schweren, noch so frischen Kummer zur Gesellschaft zurückkehrte. Trotzdem spielte er Abend für Abend vor ausverkauften Häusern; sein Herz aber war natürlich nicht bei der Sache. Unter diesen Umständen begrüßte er einen Brief General Mills, worin ihm dieser mitteilte, dass man seiner Dienste im Heer bedürfe, als willkommene Erlösung. Er kürzte die beabsichtigte Spielzeit um die letzten
Weiterlesen

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 20

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 5

Die drei begaben sich in die Gaststube zurück, wo noch immer gejohlt und mit den Bambusrohren das höllische Gebräu aus der Badewanne gesaugt wurde. Aber nur die Hälfte noch kauerte um dieses Gefäß und brüllte, die andere Hälfte lag am Boden und schnarchte.

Nur noch eine halbe Stunde, draußen brach die Dämmerung an, als auch von jenen dreien, welche im Zechen eine Erholungspause gemacht hatten, einer nach dem anderen umfiel, bis zuletzt nur noch Kapitän Flederwisch allein dasaß.

Er erhob sich.

»Jungs, jetzt gehen wir alle zusammen zu Tinkys Tanzsalon, dort folgt die Fortsetzung. Wer kommt mit?«

Weiterlesen

Weekly Ghost Story – Dickon der Teufel

Dickon der Teufel

Vor etwa dreißig Jahren wurde ich von zwei wohlhabenden alten Damen damit beauftragt, ein Anwesen in jenem Teil von Lancashire zu besichtigen, der in der Nähe des berühmten Pendle-Waldes liegt – jener Gegend, die uns durch Mr. Ainsworths Lancashire Witches so vertraut und angenehm geworden ist. Meine Aufgabe war es, die Aufteilung eines kleinen Besitzes vorzunehmen, bestehend aus einem Haus und dem dazugehörigen Grundbesitz, den sie vor langer Zeit als Miterben angetreten hatten.

Die letzten vierzig Meilen meiner Reise war ich gezwungen, mit der Postkutsche zu fahren, hauptsächlich über Nebenstraßen, die wenig bekannt, kaum befahren und landschaftlich oft äußerst reizvoll und hübsch waren. Die malerische Landschaft wurde durch die Jahreszeit, Anfang September, in der ich reiste, noch hervorgehoben.

Ich war zuvor noch nie in dieser Gegend gewesen; mir wurde gesagt, sie sei heute weitaus weniger wild und folglich auch weniger schön.

Weiterlesen

Lisa Heynrichs – Die Schatten hinter uns

Anke Schläger: Lisa Heynrichs – Die Schatten hinter uns

Kommissarin Lisa Heynrichs ist bei der Berliner Kripo und soll in einiger Zeit den Posten des Leiters ihrer Abteilung übernehmen.

Sie ging zur Polizei und ließ dabei ein Leben in Köln hinter sich, in welchem sie als Escort- Dame für ältere betuchte Männer arbeitete. Einer dieser Männer aber war damals für sie nicht nur ein Kunde, sondern sie hatte sich ausgemalt, ihn zu heiraten. Für ihn aber war sie nicht mehr als eine Prostituierte, und er gab ihr den Laufpass, als er der Beziehung mit ihr überdrüssig wurde.

Lisa aber trauert ihm auch in Berlin immer noch nach, bis sie im Lauf des neuen Falls ihres Kommissariats erfährt, dass er vor einiger Zeit gestorben ist. Ein ziemlicher Schlag für die nur an der Oberfläche harte Kommissarin.

Der beschriebene Fall führt Lisa und ihre Kollegen an einen Tatort in einer Berliner Luxusvilla. Dort liegt der Leichnam des bekannten Fernsehmoderators Philipp Kerstensen. Der Mann wurde offensichtlich erschossen und hat im Todesmoment seine Exkremente von sich gegeben, was in solchen Fällen durchaus üblich ist.

Weiterlesen

Einbrecher aus Leidenschaft – Der Tag des Verrats – Kapitel 2

E.W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft

Die Hauptpersonen:

Der Aristokrat der Schatten
In den vornehmen Hallen des Albany residiert A. J. Raffles, das dunkle Spiegelbild von Sherlock Holmes. Wo er am Tage als gefeierter Cricketstar der Gentlemen of England glänzt, bezwingt er bei Nacht mit aristokratischer Präzision die Safes der Elite. Als Amateur Cracksman erhebt er den Diebstahl zur schönen Kunst und distanziert sich mit hochmütigem Lächeln vom plumpen Handwerk der gewöhnlichen Unterwelt. Für Raffles ist das Verbrechen kein Delikt, sondern ein intellektuelles Duell gegen die Ordnung – eine riskante Herausforderung an das Schicksal, stets geführt in feiner Seide und tadelloser Abendgarderobe.

Der Chronist des Abgrunds
An der Seite des schillernden Raffles steht Bunny Manders, der Watson einer amoralischen Welt. Ihre Verbindung wurde im kalten Weiterlesen