TSB John Sinclair – Folge 80
Geisterjäger John Sinclair
Die Hexenmühle
Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 018, 1988, ca. 49:05 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar
Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Suko: Peter Niemeyer, Sir James Powell: Robert Seibert, Jane Collins: Margit Wolff, Elena: Charlotte Acklin, Marion Hiller: Christl Pfeil-Scherschel, Alma Hiller: Ursula Köllner, Horace Hiller: Gisbert Rüschkamp, Paul Maurer: Wolff von Lindenau, Kitty Lavall: Jutta Popp, Paddy: Alfred Böckel, Simon Patrick: Erwin Scherschel, Pilot: Peter Seidel
Synopsis:
Myxin, der kleine Magier, hatte heimlich die Fronten gewechselt. Er verriet mich an den Schwarzen Tod. In dessen Auftrag lockte er mich in die Hexenmühle. Hier wartete Elena auf mich. Sie sollte mich töten. Weil ich das wusste, glaubte ich, meinen Gegnern überlegen zu sein. Aber es kam anders, ich lief in eine raffinierte Falle …
Schottland, Nebel, Angst. Was als Routineauftrag im Gasthaus beginnt, verwandelt sich für John Sinclair und Suko in einen Albtraum. Ein abgelegenes Dorf, gepeinigt durch die Terrorherrschaft von Elena – Kiriakis’ Tochter –, die gemeinsam mit ihren vampirischen Verbündeten aus einer alten Mühle heraus Angst und Schrecken verbreitet.
Die Falle schnappt zu: Nach einer gescheiterten Konfrontation findet sich John Sinclair hilflos an die Mühlenflügel gefesselt wieder. Die Lage scheint ausweglos, doch im Schatten der Dunkelheit regt sich Widerstand. Der unerschütterliche Paddy und die ortsansässige Wirtsfrau schmieden einen verzweifelten Plan. Was folgt, ist ein dramatischer Befreiungsschlag, der in einem brennenden, alles verzehrenden Kreuz aus Mühlenflügeln sein grausames Ende findet.
Auch wenn die Episode mit einer Portion Sinclair-Logik und den klassischen Ungereimtheiten der Frühphase spielt – man denke nur an das berüchtigte Rätsel um das fehlende Spiegelbild –, überzeugt sie durch eine ungemein dichte Atmosphäre.
Das Sprecher-Ensemble spielt sich die Seele aus dem Leib. Besonders Paddy sticht heraus: Ein Charakter von solch markanter Präsenz, dass er beinahe als Vorbild für spätere Ikonen wie Marek dienen könnte.
Die düstere Spannung wird durch die typischen, humorvollen Momente aufgebrochen – etwa wenn Johns Sorge um seinen geliebten Bentley die drohende Gefahr für einen Moment in den Hintergrund rückt.
Diese Folge ist ein Paradebeispiel für die schlampige, aber charmante Ära der Serie. Trotz inhaltlicher Stolpersteine macht sie genau das, was ein gutes Hörspiel muss: Sie unterhält exzellent.
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