Ein Klondike-Claim – Kapitel 11
Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897
Kapitel 11
Stokes als Fensterspringer
Bellows war nicht anwesend. Alle Partner, außer Murdock, waren offensichtlich hoffnungsvoll, dass Stokes das Problem, das sie quälte, augenblicklich lösen würde.
Sie sahen ihn mit erwartungsvollen Gesichtern an und warteten darauf, dass er das Wort ergriff, während Fowler die Situation schilderte. Murdock saß allein in einer Ecke des Raumes, die Arme verschränkt und das Kinn auf die Brust gesunken. Ab und zu warf er Stokes einen Blick zu, aber die meiste Zeit hielt er die Augen fest auf den Boden gerichtet. Von Zeit zu Zeit sagte Fowler: Weiterlesen
Florian Wacker – Falsche Versprechen
Florian Wacker – Falsche Versprechen
Es ist Nacht in Frankfurt am Main. Ein Mann namens Schota hat einen Mord an einem Unternehmensberater gesehen und ist nun auf der Flucht.
Er weiß nicht genau, wo er ist und was er tun soll. Er denkt, dass er Gabriel finden muss, einen Bekannten, der sich als Chef aufgespielt hat und nun – wie er selbst – Angst hat und verschwunden ist.
Schota weiß, dass sie ihn suchen, und erinnert sich an den Mord, den Toten und all das Blut. Er sieht die Leiche überall und rubbelt an seinen Händen, seiner Hose und seiner Jacke, um das Blut loszuwerden, das er dort vermutet und das niemand sehen darf, damit niemand denken kann, dass er mit der Sache etwas zu tun hat.
Schota denkt an Nia, eine hübsche Frau aus seiner Vergangenheit, die ihn immer beruhigen konnte. Sie musste dazu gar nicht brüllen, sondern ihn nur ansehen und fragen, ob er noch bei Verstand sei. Sie musste ihm nur sagen, er solle sie anschauen und sich wieder einkriegen.
20 Jahre Gänsehaut pur
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, Sebastian Fitzek!
Es ist kaum zu glauben, dass bereits zwei Jahrzehnte vergangen sind, seit Sebastian Fitzek die deutsche Literaturlandschaft mit seinem Debüt Die Therapie erschütterte. Seitdem hat er das Genre des Psychothrillers in Deutschland nicht nur geprägt, sondern für eine neue Generation von Lesern definiert.
Als im Juli 2006 ein kleiner Roman namens Die Therapie erschien, ahnte kaum jemand, dass dies der Startschuss für eine beispiellose Weltkarriere sein würde. Fitzek, der zuvor als Journalist und Programmmanager im Radio tätig war, musste anfangs zahlreiche Absagen von Verlagen hinnehmen. Heute ist er der unangefochtene Bestsellerkönig Deutschlands.
Sebastian Fitzek etablierte in Deutschland das sogenannte High-Concept-Storytelling, wie man es sonst eher aus den USA kannte. Seine Geschichten basieren oft auf einer simplen, aber beklemmenden »Was wäre, wenn?«-Frage: Was, wenn ein Passagier auf einem Kreuzfahrtschiff spurlos verschwindet (Passagier 23)? Oder: Was, wenn ein Paketbote dir eine Sendung übergibt, die du niemals hättest Weiterlesen
Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 3
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
3. Prinzessin Elisabeth
Sie schritt gerade die Stufen der großen Freitreppe hinauf und begrüßte John Heywood mit einem freundlichen Lächeln.
»Mylady«, sagte er laut, »ich habe Euch im Namen Seiner Majestät Geheimes mitzuteilen!«
»Geheimnisse?«, wiederholte Katharina und hielt auf dem Plateau inne. »Nun denn, tretet zurück, meine Damen und Herren. Wir wollen den geheimnisvollen Boten des Königs empfangen.«
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 6 – Der König der Zauberer – 2. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 6
Der König der Zauberer
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 2
Das Geisterschiff
»Ein Schiff! Gelobt sei Gott, ein Schiff!«, jauchzte der Matrose Gustav plötzlich mit heiserer Stimme und wandte den Kopf in eine neue Richtung.
Beide hatten zuvor lange nach Osten geblickt, wohin ein Vogelschwarm strebte, und darüber gerätselt, ob dies Landvögel seien. Nun sahen sie in der entgegengesetzten Richtung ein Schiff – und zwar nicht nur als fernen Punkt, sondern so nah, dass sie Weiterlesen

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