Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 11
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 11
Der Mann, der sich totstellte
Mit Blick auf das Bonito Valley, einige Meilen westlich von Lincoln, steht auf einem Felsvorsprung am Fuß hoher Hügel ein malerisches Bauernhaus aus Adobe. Von deren Hängen weht der Duft von Pinien herüber. Bis zum kleinen Fluss, der sich hier in trägen Schleifen und stillen Teichen dahinschlängelt, erstrecken sich Weizen-, Hafer- und Luzernefelder. Auf den Weiden grasen Rinder und Schafe. Die Obstgärten hängen schwer mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Pfirsichen. Nur wenige Meter von der Tür des Bauernhauses entfernt singt ein überquellender Asequia ein Lied des Friedens.
Dies ist das Zuhause von Eugenio Salazar, der wie durch ein Wunder noch heute lebt, um von der kühnen List zu erzählen, die ihm vor fast einem halben Jahrhundert in Lincoln das Leben gerettet hat. Er ist ein fröhlicher und ernsthaft höflicher Mann, der weit über siebzig Jahre alt ist. Er hat eisengraues Haar, einen Schnurrbart und eine große, breitschultrige Statur, die auf die Kraft schließen lässt, Weiterlesen
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 5
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 5
Sitting Bull – Die schöne Gefangene
Fearless Frank trat erschrocken zurück, als er den unmenschlichen Häuptling der Sioux, den grausamen, grimmig dreinblickenden Krieger Sitting Bull sah. Er wich zurück und legte die Hand auf den Griff eines Revolvers.
»Ha!«, rief er aus, »bist du das, Häuptling? Du, und bei solch einer Arbeit?« Der Ton des jungen Mannes war voller strenger Vorwürfe, und sicherlich hörte der Sioux-Krieger die gesprochenen Worte.
»Mein Freund, Scarlet Boy, ist scharfzüngig«, sagte er mit finsterem Blick. »Er soll seine Zunge im Zaum halten, bevor sie die Grenzen der Vernunft überschreitet.«
Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 10 – Teil 2
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 10 Teil 2
Die dreitägige Schlacht (Fortsetzung)
»Ich rieche Rauch«, rief sie. »Was kann brennen?« Sie eilte in den nächsten Raum. Der beißende Geruch von Feuer wurde stärker. Als sie durch die Tür in den angrenzenden Raum ging, kroch eine blaue, schattenhafte Wolke aus Rauch langsam auf sie zu.
»Feuer!«
Die Männer eilten ihr nach. Als sie in den Hinterraum stürmten, hielten sie schockiert an und konnten kaum atmen. Durch die dichten Schwaden sahen sie die Tür und die Fensterläden, die unter den Flammen in verkohlten Fragmenten zerbröckelten. Während sie dort in momentaner Benommenheit standen, krachte ein Teil des Daches in brennenden Trümmern auf den Boden. Im Nu hatte sich die Situation der kleinen Garnison zu einer verzweifelten Krise entwickelt. Das Haus, das ihr Zufluchtsort und ihre Festung gewesen war, hatte sich in eine Todesfalle verwandelt.
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Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 10 – Teil 1
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 10 Teil 1
Die dreitägige Schlacht
Eine Julinacht lag über Lincoln in stiller Ruhe. Die dunkle, stille Stadt schien unter den friedlichen Sternen zu schlafen.
Doch hinter den bastionsartigen Mauern des Murphy-Ladens wurden kriegerische Vorbereitungen getroffen. Im tiefen Schutz von Murphys altem Büro beriet Sheriff Peppin mit Jimmy Dolan, Marion Turner, John Kinney, Andy Boyle, Old Man Pearce und anderen Anführern der Murphy-Fraktion.
»Wir haben Kid endlich«, erklärte Peppin. »Es gibt keinen Weg für ihn, zu entkommen. Diesmal kriegen wir ihn, tot oder lebendig.«
Kid war mit einem halben Dutzend anderen McSween-Anhängern, frisch vom Kampf in Chisums South Spring Ranch, ein paar Stunden zuvor angekommen und hatte im McSween-Haus Zuflucht gesucht. Kurz darauf traf Deputy Sheriff Turner mit fünfundzwanzig Weiterlesen
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 4
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 4
Traurige Anita – Der Minenfinder – Ärger
Er marschierte direkt auf die Tür des Saloons zu, die Mündungen seines Six Shooters bahnten ihm den Weg. Denn Ned Harris war in Deadwood für seine Kaltblütigkeit, seinen Mut und seine Kühnheit berüchtigt. Man sagte über ihn, er würde »genauso gerne einen Mann erschießen, wie ihn ansehen«, und damit lag der Sprecher vielleicht gar nicht so falsch.
Jedenfalls führte er die Zuschauer mit wildem Gesichtsausdruck und bemerkenswerter Gelassenheit an. Seltsamerweise erhob sich keine Hand, um ihn aufzuhalten, bis er Catamount Cass und seiner Bande gegenüberstand. Hier hatte der junge Mann auf Widerstand und Hindernisse gehofft.
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