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Die Sternkammer – Band 1 – Kapitel 4

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 1
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Ein Opfer der Sternkammer

Als sein Hunger ein wenig gestillt war, fand Sir Francis nun Muße, den jungen Mann zu betrachten, der sich so freundlich gegen ihn gezeigt hatte. Um die Unterhaltung zu befördern, begann er damit, sein Glas aus einer Flasche köstlichen Bordeauxwein zu füllen, in deren Besitz er sich gesetzt, ungeachtet Cyprien sich bemüht hatte, ihn daran zu verhindern. Der junge Mann erwiderte seine Höflichkeit mit einem Lächeln, rühmte den Wein und Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 61

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

61. Wie Rübezahl jemanden wieder einmal eine Nase drehte, aber eine schöne.

Vor Alters war es Sitte, dass die an Schlesien grenzenden böhmischen Städte sich besondere Boten hielten, die nach Hirschberg und anderen schlesischen Städten über das Gebirge wanderte und allda für andere dort Geschäfte abmachten. So ging auch ein solcher Bote von Przichowitz nach Hirschberg, und jedes Mal den Tag vorher, ehe es in Hirschberg Wochenmarkt war.
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Elbsagen 52

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

52. Luther und der Teufel

Im Jahre 1527 wurde Marie, die Schwester des Kurfürsten Johann, mit einem Herzog von Pommern in der Schlosskirche zu Torgau vermählt. Luther vollzog die Trauung. Als das Brautpaar die Ringe wechselte, fiel einer zur Erde. Alle Anwesenden erschreckten sich über dieses Unglück weissagende Vorzeichen. Luther, selbst bestürzt, fing an, in der Rede zu stocken, fasste sich aber schnell. Getrost umherschauend, rief er laut: »Hörst du, Teufel? Weiterlesen →

Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XII

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XII. Wiedersehen der Kameraden. Meine Menagerie.

General H. war mit meinen Leuten da und sehr erstaunt, als ich mich vorstellte. Meine Kameraden, welche sich bereits als Erben betrachtet und meinen Nachlass geteilt hatten, brachten ein Stück nach dem anderen wieder zum Vorschein. Nachdem ich ein Pferd bekommen hatte, traten wir den Weg nach Camp Verde an, wo wir seiner Zeit glücklich ankamen. Den darauffolgenden Sonntag machten einige von uns einen kleinen Ausflug. Wir ritten nach Bandera, einer Ansiedlung, dreizehn Meilen vom Camp entfernt, wo eine sehr große Quantität Eierpunsch Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 51

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Werwolf in der Schalksbach

Zwischen Herbstein und Hopfmannsfeld liegt ein Grund, da soll es nie ganz richtig gewesen sein. Man nennt ihn die Schalksbach. Dahin trug eine Frau aus Hopfmannsfeld die Mittagssuppe, denn ihr Mann war früh von Haus weg mähen gegangen. Kaum war sie am Platz angelangt, so sah sie ihren Mann auf die Wiese beim Herbsteiner Wäldchen gehen. Kurz danach lief aus demselben der Werwolf auf sie zu, stürzte sie zu Boden, schleifte die Jammernde im Angesicht der Leute auf der ganzen Wiese herum und zerriss ihr endlich den roten Moltonrock, den Weiterlesen →