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Gator, der Söldner

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Im Original Theodor Bindewald

Oberhessisches Sagenbuch Teil 43

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Wie einer Hexe gelohnt wurde.

In Frischborn, einem Kirchdorf bei Lauterbach, lebten Leute, die waren ehedem blutarm gewesen und wurden zusehends reich. Man wusste in aller Welt nicht, wie das Ding zuging.

Zu ihnen kam eines Abends eine fremde Frau mit einem Kind an der Hand und bat sie, um der Barmherzigkeit Gottes willen, um eine Nachtherberge. Der junge Mann im Haus, seines Zeichens ein Zimmermann, willigte aus angeborener Gutmütigkeit auch sogleich ein und bot der Frau an, sie solle auf der Oberläute (per Oberstube) bei Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 42

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Abenteuer in der Walbersnacht

Eine Magd diente bei einer Herrschaft und manches, was sie im Haus sah und hörte, kam ihr äußerst verdächtig vor. Namentlich traute sie ihrer Herrin nicht und gab ihr deshalb auf Schritt und Tritt Achtung, doch konnte sie lange nichts Gewisses ausmachen. Als aber die Walbersnacht herbeikam, schickte man sie unter nichtigen Vorwänden früh zu Bett.

Wart, dachte sie, ich komme doch hinter die Geschichten. Also blieb sie aus Neugier wacker und bezwang den Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 41

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Hexe wird bestraft

Ein Bauer in Steinfurt hatte ein wunderschönes Füllen, das seine Augenweide war. Allein das Tierchen bekam eine Unkunft an sich und ging ihm drauf, ehe er es sich versah. Allen Leuten und auch ihm selbst kam es vor, als wäre demselben etwas von einem böser Menschen angetan worden. Da wurde ihm denn ein überhäupter Mann verraten im Fuldischen, zu dem reiste er, um zu erfahren, was es wäre.

Als er diesem sein Anliegen vorgebracht hatte, erhielt er auch die gewünschte Zusage, doch sollte er bis Tags Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 40

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Lauster-Else

Die Lauster-Else war eine gefürchtete Hexe in Stornfels, die allen Menschen das gebrannte Herzeleid antat.

Als sie endlich den Weg alles Fleisches ging, freute sich das ganze Dorf und glaubte, es wäre mit ihr vorbei für immer, als man die Nägel in den Deckel der Leichte (Sarg) einschlug. Ehe es indessen auf den Kirchhof ging, blickte einer der beim Begräbnis Anwesenden zu einem Nachbarhaus. Heiliger Herrgott, da sah ja die gestorbene Lauster-Else leibhaftig zum oberen Stockwerk heraus, lachte grinsend und schnitt ihnen höhnische Gesichter. Als Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 39

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Hexe gesehen

Einem mittelschlägigen Mann fiel eine Kuh. Es fiel ihm die zweite, dann die dritte, sodass er nur noch eine Einzige hatte, den grauen Scheck. Aber auch der schien etwas an sich zu kriegen. Nun wurde es dem Mann doch zu arg. Auf das Begehr seines Schwähers ging er auf Rat, weil das sicherlich eins dem Vieh angetan hatte. Also machten sich die zwei, der Mann und seine Frau, auf den Weg nach Grünberg zum Wasenmeister.

Als sie zu ihm eintraten, rief er ihnen schon entgegen: »Ihr kommt noch gerade vor Torschluss! Wäret ihr eine Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 38

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Alb gefangen

Das junge Volk war einmal in der Spinnstube beisammen und vertrieb sich die Zeit mit Erzählen von allerlei schaurigen Geschichten. So kam man, wie es zu geschehen pflegt, vom Hundertsten aufs Tausendste. Unter anderem brachte die Magd des Hauses das Gespräch auf das Abdrücken und beklagte sich sehr darüber, dass sie alsbald nach dem Einschlafen schwer davon zu leiden habe. Man wollte es ihr aber nicht glauben.

»Wartet«, sagte sie, »ich werde ihn euch fangen, wenn ihr euch nur eine halbe Stunde gedulden könnt!«
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