Archiv

Elbsagen 54

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

54. Der Knabe mit dem Brettspiel

Einst ging ein Seiler aus Torgau über Land. Es war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Als er auf dem Heimweg war, da sah er einen fremden schönen Knaben am Weg sitzen, der ein Brettspiel mit schwarzen und weißen Steinen auf dem Schoß hielt und emsig an den Steinen schob und ordnete. Als der Seiler vorbeiging, stieß er aus Versehen an des Knaben Knie, sodass die Steine auf dem Brett sich verschoben und durcheinanderrollten. Weiterlesen →

Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XIV

Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877

XIV. Besuch militärischer Posten. Der Teufel unter den Indianern. Reibungen mit Negern. Wettrennen in Austin.

Wir besuchten mehrere militärische Posten und kamen zum Mountain-Pass, wo die Indianer vor ein paar Tagen den Postkutscher, als er durch die drei Meilen lange Schlucht fuhr, mit dem Lasso gefangen und zu Tode geschleift hatten. Einige Monate später überfielen sie in der Nähe drei Soldaten, die die Post trugen, wobei ein Deutscher mit dem Namen Wurm getötet wurde. Als wir ihn fanden, war er furchtbar verstümmelt, sein Herz ausgeschnitten und Weiterlesen →

Mondo Criminale

J. Mertens
Mondo Criminale

Thriller, Mystery, E-Book, Blutwut-Verlag, Sulzbach, 270 Seiten, 4,99 Euro, Oktober 2019, ISBN: 9783948168056, Umschlaggestaltung und Konzeption: J. Mertens, Leseempfehlung: Ab 16 Jahre!
www.blutwut.de

»Was sich heute Nacht hier abspielt«, erklärte Rudolf unbeirrt, »ist von wesentlicherer Bedeutung als irgendwelche juristischen Fragen. Wir haben einen Auftrag und stehen unter besonderem Schutz, darauf kannst du dich verlassen. Du solltest also etwas mehr Vertrauen demjenigen gegenüber aufbringen, dem du dienst. Dieser Junge ist die Erfüllung der fünften Posaune. Verstehst du? Wir müssen ihn unbedingt finden.«
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Gruselkabinett 150 – Herbert West, der Wieder-Erwecker

H. P. Lovecraft, Marc Gruppe
Gruselkabinett 150
Herbert West, der Wieder-Erwecker

Ursprünglich in sechs Teilen konzipiert und 1922 in der Zeitschrift Home Brew veröffentlicht, wurde Herbert West – Der Wieder-Erwecker von Lovecraft als Parodie auf Frankenstein geschrieben und auch, weil er Geld brauchte. Er hielt die Geschichte selbst für Geschwafel, für die Masse geschrieben. Lovecraft war im Allgemeinen mit dem Werk unzufrieden und schrieb es nur, weil er für jede Folge 5 Dollar bekam. Er musste im Gegensatz zu seinem normalen Stil schreiben, indem er jede Folge der Geschichte mit einem Cliffhanger beendete und jede Folge mit einer Wiederholung der letzten begann. Jeder, der Lovecrafts Werk schon einmal gelesen hat, wird feststellen, dass es tatsächlich von seinem üblichen Stil abweicht. Einige seiner Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 65

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

68. Der Zwerglein Hilfe

In einem westflandrischen Dorf fällt die Kirmes just in die Erntezeit. Es geschah einmal, dass in einem Hof des Dorfes die Knechte und Mägde alle beim Einernten helfen mussten, während im Dorf die Musik lustig spielte, alle Jungen und Mädchen am Tanzen waren oder an den Buden auf dem Markt herumspazierten. Sie arbeiteten alle, dass ihnen der Schweiß in Strömen vom Leib lief, aber trotzdem sahen sie ein, dass sie doch nicht fertig werden konnten und dass der Spielmann seine Geige an den Nagel hängen würde, ohne dass sie ein Tänzchen gemacht Weiterlesen →