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Der Wolfmensch Band 3

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Im Original Johannes Wilhelm Wolf

Deutsche Märchen und Sagen 50

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

50. Der Teufelspütz zu Oultre

Vor langer Zeit geschah es, dass in Oultre ein Mann lebte, der sich viel mit Zauberei abgab und auch ein dickes Buch besaß, worin die Art und Weise beschrieben stand, wie man die bösen Geister beschwören muss. Einmal war der Mann ausgegangen über Feld und hatte seinem Nachbar den Schlüssel von seinem Haus in Verwahrung gegeben. Der Nachbar, welcher von den Zaubereien oft gehört hatte und ein überaus neugieriger Kauz war, schlich sich alsbald nach des Zauberers Abreise in dessen Haus und begann in dem dicken Buch zu lesen. Weil er aber Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 48

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

48. Die versunkene Templerkirche zu Aachen

In der Nacht, welche dem Tag vorherging, an dem die hab- und ränkesüchtigen Papst Clemens und König Philipp von Frankreich die Häupter und viele der Ritter des Templerordens in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließen, versank die Kirche der Tempelherren zu Aachen und Wasser deckte die Stelle, wo sie gestanden hatte. Wenn man an hellen Lenztagen das Ohr an dem Ort auf den Boden legt, dann vernimmt man ein fernes, unterirdisches Läuten von Glocken. Auch sieht man in der Nacht nach dem Tag, an welchem die Templer einst die Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 47

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

47. Das versunkene Kloster

Bei Hohenholte liegt ein weiter See, aus dessen Mitte ein kleines Inselchen hervortaucht. Darauf stehen zwei Silberpappeln, die scheinen sich zu umschlingen.

Die rechtsstehende reicht einen Ast nach der linksstehenden und diese jener einen, sodass die beiden Äste ein Kreuz bilden.

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Deutsche Märchen und Sagen 46

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

46. Drache im Blitz zu Köln

Zu Zeiten Karls des Kahlen und Kaiser Ludwigs von Deutschland geschah es, dass ein so großes Unwetter zu Köln losbrach, dass das Volk vor großer Angst nicht wusste, wohin es sich retten sollte, und endlich haufenweise in die Kirche des heiligen Petrus flüchtete. Als man nun dort die Glocken läutete, schlug der Blitz plötzlich in die Kirche, spaltete den Glockenturm in zwei Teile und fuhr in Gestalt eines feurigen Drachen, tötete auch drei Menschen an verschiedenen Stellen, einen Priester nämlich am Hochaltar, einen Diakon am Altar des heiligen Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 45

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

45. Der Teufelsstein im Kölner Dom

Die Andacht zu den drei Königen in Köln hatte sehr zugenommen und das ärgerte den Teufel dergestalt, dass er einen schweren Stein auf das Dach des Domes warf, der hindurchfuhr, das Gewölbe durchbrach und auf die Dreikönigenkapelle fiel. Da hätte er den kostbaren Kasten, welcher die Gebeine der drei Weisen enthält, sonder allen Zweifel zerschmettert, aber das wollte Gott nicht. Der Kasten wich nämlich zurück gegen die Wand hin und blieb also unverletzt. Noch sieht man den Stein dort und erkennt deutlich darin die Spuren von des Teufels Weiterlesen

Deutsche Märchen und Sagen 44

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

44. Die Hand im Stein zu Olsberg

Die Gräfin Bertha von Thierstein, welche eine Äbtissin war des Klosters Olsberg, hatte einen Hofmeister oder Kastenvogt, welcher gegen die armen Leuten rau und nicht milde war. Auf eine Zeit kam ein Mann, der klopfte an dem Tor des Klosters an und begehrte etwas um Gottes willen. Der Torwächter aber wies ihn ab, dem Gebrauch nach, und sagte, das Kloster hätte viel durch Brand gelitten und man hätte nichts auszugeben. Der Mann aber wollte sich nicht abweisen lassen.

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