Dreizehn Jahre im Wilden Westen – Kapitel XXIX
Dreizehn Jahre im Wilden Westen
Oder: Abenteuer des Häuptlings Sombrero
Nürnberg, 1877
XXIX. Erholung von den Strapazen. Mein Pferd Tayopog. Nach Fort Syll. Junge Pumas. Streitigkeiten mit den Bürgern der Stadt Jacksboro. Vier Waschbären.
Endlich erreichten wir Jacksboro, wo uns die Regimentsmusik feierlich empfing. Wir gedachten uns hier auf einige Zeit auszuruhen. Am Abend ging jedermann in die Stadt, um sich an Eierpunsch zu laben und in einer Wirtschaft waren nahe an zweihundert Personen zusammengedrängt, halb Militär, halb Zivil. Es ging etwas laut zu, denn die tapferen Krieger waren an die Kraft dieses edlen Getränkes nicht mehr gewöhnt und hatten bald ein Stadium Weiterlesen
Die Sternkammer – Band 2 – Kapitel 3
William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 2
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854
Drittes Kapitel
Der Palast Theobalds
Der prächtige Palast Theobalds, in der Nähe von Cheshunt in Hertfordshire gelegen, ursprünglich die Wohnung des großen Lord Schatzmeisters Burleigh und der Ort, wo die Königin Elisabeth und die Gesandten an ihrem Hof häufig und auf glänzende Weise bewirtet wurden, wenn sie, wie Stow sagt, sich in königlicher Pracht zeigte und Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 82
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
101. Bischof Conrads von Würzburg Tod
Conrad Wilhelm, Bischof von Würzburg und Herzog von Franken, stellte im Jahre 1684 eine Lustfahrt zu Wasser an zu seinem Lusthof zu Veitshochheim. Als er an dem adligen Fräuleinkloster Unterzell vorbeifuhr, lag seine Schwester, die Priorin, gerade im Fenster und sah, wie im Schiff vor ihrem Bruder eine schwarz überdeckte Totenlade stand. Sie allein sah dieselbe und niemand außer ihr. Die Bedeutung dieses Gesichtes offenbarte sich am achten des Herbstmonats desselben Jahres. In der Nacht, welche dem Tag vorherging, fiel des Bischofs Leibpferd Weiterlesen
Aus dem Wigwam – Garanga
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Garanga
nter die Indianer am Sank-Lorenz-Strom kam einst ein junger Mann vom Geschlecht der Blassgesichter, dessen Weisheit und Klugheit ihn zur Würde eines Häuptlings berechtigte. Er war der schönste und größte Mann jenes Stammes und wegen seiner Schnelligkeit und Stärke allgemein geachtet.
Die Mädchen verglichen seine Haut mit der Farbe der Wasserlilie und seine Augen mit dem tiefen Blau des Himmels. Manches junge Mädchen scheute einen langen Umweg nicht, wenn es ihm nur begegnen und sich über seine Schönheit freuen konnte. Unter jenen Jungfrauen zog Garanga, die Tochter eines irokesischen Häuptlings, die Aufmerksamkeit des Jünglings in solchem Grade auf sich, dass er ihr einen Heiratsantrag machte, der auch Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 68
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Gehobener Teufelsbann
Es war einmal ein Ehepaar, das hätte gar zu gerne Kinder gehabt, doch bekamen sie keine.
Da sagte endlich in böser Stunde der Mann: »Frau, wenn du denn von mir kein Kind bekommst, so sollst du eins vom Teufel bekommen.«
Als nun die Frau guter Hoffnung ward und wirklich ein Kind gebar, ein Mädchen, war es kohlschwarz von der Fußsohle bis zum Scheitel Weiterlesen

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