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Slatermans Westernkurier 03/2022

Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Nellie, die Heilige der Goldgräber?

Sie war eine der berühmtesten Frauen des Wilden Westens. Man nannte sie den Engel der Frontier, Engel von Tombstone, die Heilige der Alaska Pioniere und auch Angel of Mercy und die Heilige vom Cassiar.

All diese bewundernden Beinamen erhielt sie aber nicht ob ihres aufregenden Lebens, sondern weil ihre Suche nach Abenteuer und Reichtum stets von einem starken, barmherzigen Mitgefühl begleitet wurde, dass sie keinen Menschen in Not vorbeigehen ließ.

Ihr Ruf brauste wie Donnerhall von Mexiko bis hoch nach Alaska.

Die Leser dieser Zeilen werden jetzt wahrscheinlich das Bild einer heroischen, riesenhaften und bibelfesten Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 26

Sagen-der-mittleren-Werra

Von Streithausen und der Sekwönge (Siegwinne)

Von Mittelschmalkalden nach Fambach über den Berg hin gelangt man auf der Höhe an die zehn Buchen. Dort heißt man es zur Rechten Streithausen, zur Linken Sekwönge (d. i. Siegwinne, von: Sieg gewinnen) und etwas weiter hin Irmensuhl, wie einige aus Mittelschmalkalden und Hesles wissen wollen. Da droben soll einmal ein großer Streit ausgekämpft worden sein, wie der alte Hirte in der Aue erzählt, und auf der Sekwönge soll eine Burg gestanden haben, deren letzter Besitzer ein Ritter von Günsen gewesen Weiterlesen →

Casparino – 2. Kapitel

Casparino
genannt der Bluthund, der furchtbare Räuberhauptmann, und seine verruchten Mordgesellen, der Schrecken zwischen Rom und Neapel
Ein Schauerblick in das italienische Banditenleben
Verlag von J. Lutzenberger in Burghausen

II.

Noch ehe der Abend ganz herankam, saßen die Banditen in einem Häuschen, welches sich in einer abgelegenen Straße von Rom befand, vertraulich beisammen. Casparino ließ dem Koch des Nobile, dessen Vertrauen er besaß, seine Ankunft melden und wurde noch für den Abend in den Palast desselben beschieden.
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Deutsche Märchen und Sagen 146

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

189. Kurfürst Gebhards Bildnis zu Lechenich

Der Kurfürst und Erzbischof von Köln, Herr Gebhard Truchsess von Waldburg, hatte seinen Glauben abgeschworen und war der neuen Lehre zugetreten. Danach heiratete er, das Maß seiner Sünden ganz voll zu machen, gar die schöne Agnes von Mansfeld. Zur Strafe für solch erschreckliche Gräuel und Missetaten wird sein Bildnis im Rittersaal der Burg Lechenich bei Köln stets schwarz, wie oft man es auch hat weiß machen wollen.

190. Das verlorene Kind
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Aus dem Wigwam – Der Fluss der kriegerischen Frau (Warwoman Creek)

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Zwanzig Sagen
Mitgeteilt von Kah-ge-ga-gah-bowh

Der Fluss der kriegerischen Frau (Warwoman Creek)

or vielen Jahren, zur Zeit des Entstehens der ersten Ansiedelungen in jener Gegend, griff eine umherstreifende Schar Cherokee die an der Grenze ihres Gebiets stehende Hütte eines Ansiedlers an, der gerade vom Haus abwesend war. Die Wilden massakrierten all seine Kinder, schlugen die Frau zu Boden und ließen sie für tot geglaubt liegen. Noch aber war die Frau nicht tot.

Kaum waren die Fußtritte der sich entfernenden Indianer verhallt, als sich die mit ihrem eigenen sowie mit dem Blut ihrer Kinder bedeckte, entstellte Frau erhob und zur Tür ging. Vorsichtig blickte sie durch die Spalten und als sie sich überzeugte, dass ihre Feinde sich wirklich entfernt hatten, löschte sie das Feuer, mit dem die Indianer das neue Weiterlesen →