Archiv

Anne Boleyn Band 1 – Kapitel 15

Gräfin Luisa Mary von Robiano
Anne Boleyn
Historischer Roman, Constenoble, Jena 1867
Erster Band

15.

Die Pest am Spieltisch. Heinrichs erster Brief an Anne.

In das Herz der tief betrübten Königin Katharina zog wiederum ein Sonnenstrahl der Freude ein. Heinrich hatte sich ihr seit Annes Ankunft auffallend wieder genähert und brachte abermals die Abende in den Zimmern seiner Gemahlin zu. Diese äußeren Zeichen der Achtung und der Liebe erhielten einen doppelten Wert durch die Weiterlesen →

Diane Teil 1 – Kapitel 17

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts

Siebzehntes Kapitel

Eine Schauspielerin

Am zweiten Tag nach den oben erzählten Ereignissen hielt ein Wagen vor der Tür des Hauses, in welchem Fräulein Annette Zobel wohnte. Eine korpulente Dame stieg aus, von zwei Herren begleitet, von denen der eine die Dame an Dickleibigkeit noch übertraf und dessen Rundung durch eine kostbare rote Samtweste noch mehr hervorgehoben wurde, der andere aber ein blasser magerer und noch junger Mann war. Dieses Kleeblatt bewegte sich die enge Weiterlesen →

Der Spion – Kapitel 15

Balduin Möllhausen
Der Spion
Roman aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, Suttgart 1893

Kapitel 15

Unerwarteter Besuch

Im Eifer des Gesprächs abwechselnd stehen bleibend, dann wieder den verschlungenen Kieswegen folgend, waren Margaretha und Houston wieder in die Nähe des Hauses gelangt. Der Hund hatte auf dem Vorplatz kurz zuvor angeschlagen. Sie beachteten es nicht. Außer in der Küche, wo die schwarze Kleopatra sich mit der Herstellung des Abendbrots beschäftigte, herrschte Dunkelheit in allen Räumen des Hauses, wie auf dem nach beiden Weiterlesen →

John Sinclair Band 2097 – Willkommen im Shocking Palace

Ian Rolf Hill
John Sinclair Band 2097
Willkommen im Shocking Palace

Grusel, Heftroman, Bastei, Köln, 18. September 2018, 68 Seiten, 1,80 Euro, Titelbild: Néstor Taylor
www.bastei.de

[…] Ich war ganz schön erstaunt, als ich die altmodisch mit der Hand geschriebene Postkarte las. Sie war von einer Frau, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte – und die ich im Zusammenhang mit einem Fall kennengelernt hatte, der so weit zurücklag, dass man die Jahre schon beinahe nicht mehr zählen konnte.
Doch plötzlich hatte ich die schrecklichen Ereignisse von damals wieder ganz deutlich vor Augen, als wäre das alles Weiterlesen →

Rübezahl, der Herr des Gebirges – Folge 21

Rübezahl, der Herr des Gebirges
Volkssagen aus dem Riesengebirge
Für Jung und Alt erzählt vom Kräuterklauber
Verlag Carl Gustav Naumann, Leipzig, 1845

21. Wie Rübezahl einen mutwilligen Menschen vom Henkertod befreit.

In einem Städtlein unterm Gebirge war einmal ein Schuhknecht, der bei einem Meister arbeitete, welcher gar ein leutseliger Mann war und seinen Knechten manche Freude gönnte. Also gingen diese oft ins Gebirge und trieben ihren Mutwillen dabei, wie das nun junge Leute machen, und trieben es manchmal zu bunt. Unter anderem forderten sie auch Rübezahl förmlich heraus, und es war dabei keiner ungebührlicher und kecker als obiger Weiterlesen →