Ein Klondike-Claim – Kapitel 15
Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897
Kapitel 15
Ein gefrorener Daumen als Pfropfen
Stokes ging zur Tür und blickte zu den Männern hinüber.
»Sie sehen, sie sind alle hier«, sagte Murdock nervös.
»Ja«, erwiderte Stokes. »Ich erinnere mich, dass Sie gestern Abend meinten, auf der Insel gäbe es außer Ihnen noch neun Eskimos und sechs Weiße.«
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 7 – Das Stahlross – 7. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 7
Das Stahlross
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 7
Der Ausfall
Die Nacht brach an; die Eingeschlossenen hielten abwechselnd Wache. Als Richard an die Reihe kam, ging er wieder einmal durch den Engpass, der in völliger Dunkelheit und tiefster Stille dalag. Das machte ihn stutzig. Er erreichte den Steinwall und kletterte vorsichtig hinauf – nichts regte sich.
Das Ersteigen des Gerölls ging allerdings nicht ohne Geräusch ab; dennoch ertönte kein Zuruf, kein Schuss fiel, kein Poltern Weiterlesen
Der Wolfdämon – 8. Kapitel
Albert W. Aiken
Der Wolfdämon
Oder: Die Königin von Kanawha
8. Kapitel
Boone in der Klemme
Ernst und mit besorgten Gesichtern besprachen die Siedler die Aussichten auf den bevorstehenden Krieg. Einstimmig wählten sie Colonel Boone zum Kommandanten der Station. Boten wurden ausgesandt, um die benachbarten Siedlungen zu warnen.
Boone nahm Kenton und Lark zur Seite und schlug vor, einen Erkundungsgang in das Gebiet der Shawnee zu wagen. Sie wollten herausfinden, gegen welche Siedlung sich der Angriff der Indianer richten würde. Der Vorschlag passte gut zum kühnen, gewagten Geist des Grenzlandes, und sowohl Kenton als auch Lark erklärten sich freiwillig bereit, den geschickten Waldläufer zu begleiten. Boone gab Jackson einen leisen Hinweis auf sein Vorhaben; dann verließen die drei die Siedlung und brachen durch den Wald in Richtung des Ohio auf.
Einbrecher aus Leidenschaft – Eine alte Flamme – Teil 2
II
»Bunny«, sagte Raffles, »es tut mir furchtbar leid, alter Junge, aber du musst gehen.«
Es war einige Wochen her, seit der ersten unerwarteten Visite von Jacques Saillard vergangen war, aber es hatte viele weitere zu allen Tageszeiten gegeben, während Raffles mindestens einmal bewogen worden war, sie in ihrem Atelier auf dem benachbarten Platz aufzusuchen. Diese Übergriffe hatte er anfangs mit humorvoller Ergebung ertragen, was mich weniger täuschte, als er vermutete. Die Frau meine es gut, sagte er schließlich, und man könne ihr vertrauen, dass sie sein Geheimnis loyal bewahrte. Mir war jedoch klar, dass Raffles ihr nicht traute, und dass sein Verhalten in dieser Angelegenheit eine bewusste Pose war, um das Ausmaß seiner Abhängigkeit von ihr zu verbergen. Andernfalls hätte es wenig Sinn gehabt, etwas vor der einen Person zu verheimlichen, die das grundlegende Geheimnis seiner Identität kannte.
Aber Raffles hielt es für lohnenswert, Jacques Saillard in der Nebensache seiner Gesundheit zu täuschen, wobei ihm Dr. Theobald Weiterlesen
Kommissar Rosic – Band 1.14
Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 14: Rosic begreift endlich
Man kann sich die Aufregung vorstellen, die Rosic ergriff, als er am Gare de Lyon – ausgerechnet in dem Moment, als er in den Schnellzug steigen wollte, der ihn nach Hause bringen sollte – jenem Reisenden gegenüberstand, der sich ihm gegenüber als Detektiv T. D. Shap ausgegeben hatte.
Er wollte schreien, um Hilfe rufen und diesen Betrüger festnehmen lassen.
Doch ein Pfiff ertönte; Bahnbeamte eilten herbei und riefen: »Einsteigen, bitte!«
Die Türen wurden bereits geschlossen, und der Zug setzte sich langsam in Bewegung.


Neueste Kommentare